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Weitere Bücher über
Scientology in www.Ingo-Heinemann.de/Buecher-ueber-Scientology.htm
Eine Auswahl von Berichten von Ehemaligen:
Nancy Many:
My Billion Year Contract, 2009 |
Amy Scobee:
Scientology - Abuse At The Top, 2010 Bezug über www.scobeepublishing.com |
Wilfried Handl ist der im deutschsprachigen Raum bekannteste Scientology-Aussteiger. Der Text zu dem Foto befindet sich in http://www.Ingo-Heinemann.de/Preise.htm#WHandl
Website: http://www.wilfriedhandl.com/ NEU Blog: http://www.blog-gegen-scientology.wilfriedhandl.com/ |
"Jetzt muss Scientology den Austritt eines echten Hollywood-Schwergewichts hinnehmen" berichtete der SPIEGEL 2009. Regisseur und Drehbuchautor Paul Haggis hat zwei Oscars gewonnen. Nach 35 Jahren verliess er Scientology.
Sein Kündigungsscxhreiben landete bei Aussteiger
Mark Rathbun (>>),
einst rechte Hand des Scientology-Chefs. Der veröffentlichte das Schreiben
in seiner Website. Das Presseecho war gewaltig. Kündigungsschreiben
und Links zu einigen Presseartikeln bei Rathbun, http://markrathbun.wordpress.com/2009/10/26/paul-haggis/
Die Zeitschrift "The
New Yorker" vom 14.2.2011 veröffentlichte einen 26-seitigen Artikel
"The Apostat", "Der Abtrünnige".
Artikel dazu:
2010: Lino Bombonato in Stern-TV bei Jauch
http://www.stern.de/tv/sterntv/scientology-aussteiger-lino-bombonato-wenn-freunde-zu-feinden-werden-1544282.html
Die RTL-Sendung vom 17.2.2010: http://www.youtube.com/watch?v=FpzLAzCc6P8
Der Fall Lino Bombonato belegt, dass sich bei Scientology
trotz aller Beteuerungen über Jahrzehnte nichts geändert hat:
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Scientology nimmt auch in diesem Fall
massiv Einfluss auf das Familienleben.
Bombonato berichtet, man habe verlangt, er solle seinen
kritischen Vater auf die Seite von Scientology ziehen:
"Ich soll ihn handhaben,
oder ich soll den Kontakt
abbrechen zu ihm. Ich habe es einfach nicht geschafft, ihn zu handhaben,
weil er volle Kanne gegen Scientology ist und habe dann versucht, den Körper
abzulegen, um eine neue Chance zu bekommen."
Rathbun und Rinder gegen Miscavige
Mike Rinder und Mark Rathbun
waren "die linke und die rechte Hand des Bosses Miscavige" (>>).
Mike Rinder war de Chef des Scientology-Geheimdienstes, Mark Rathbun war
der Finanzchef.
Frank
Nordhausen: Kultur der Gewalt und der Demütigungsrituale
| Aus: Berliner
Zeitung vom 13.8.2009, von Frank Nordhausen:
Final Countdown. Gewalt, Verhöre, Intrigen - Enthüllungen ehemaliger Führungskader in den USA erschüttern die Scientology-Organisation
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"Nichts fürchten Sekten so sehr, wie Aussteiger, die auspacken", sagte die Moderatorin in der ZDF-Nachrichtensendung Heute Journal am 15.7.2009. Es folgte ein Bericht über die Aussteiger Mike Rinder und Mark Rathbun, "die linke und die rechte Hand des Bosses Miscavige", wie Ursula Caberta am 20.7.2009 in 3Sat-Kulturzeit sagte.
Die St. Petersburg Times hatte bereits
früher zahlreiche Gespräche mit Rinder und Rathbun geführt,
als sie noch Vertreter der Scientology-Organisation waren. Die Zeitung
hatte schon 1979 eine umfangreiche kritische Serie über die Scientology-Organisation
http://sptimes.com/2006/webspecials06/scientology/Scientology_Special_Report.pdf
und danach zahlreiche weitere Artikel http://www.tampabay.com/specials/2009/reports/project/archive-stories.shtml
veröffentlicht.
| 1998: Die St.
Petersburg Times vom 25.10.1998 zitierte Rathbun zu den Vorwürfen,
Miscavige sei gewalttätig. Er, Rathbun, habe Miscavige während
20 Jahren nie jemanden schlagen sehen: "Das ist nicht seine Art." Miscavige
selbst höhnte (Nordhausen
2008, Seite 301): "Ich wurde wegen nichts schuldig gesprochen, ich
wurde wegen nichts angeklagt. Ich denke, nur darauf kommt es an ... bringt
doch endlich was vor oder haltet den Mund. Lasst mal die Beweise sehen."
2009 liefert Rathbun diese Beweise selbst. Im ZDF berichtete er, Miscavige habe ihn in den Magen geschlagen, "aber ich habe meine Bauchmuskeln angespannt". Die anderen gehen in die Hocke, ducken sich. Eine Führungsperson habe er so sehr häufig gesehen, der habe so versucht, seine Weichteile zu schützen, weil Miscavige angefangen hat, ihn zu treten. |
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Der Standard berichtete am 26.6.2009 über
die Aussage von Mike Rinder: "Ich
war ein Boxsack". Die Zeitung bezieht sich auf die St.
Petersburg Times vom 25.10.1998. Dort heisst es: "Said Rinder: "Yager
was like a punching bag. So was I.' "
Das ZDF bittet Scientology um eine Stellungnahme. Die Antwort kommt per E-Mail von Karin Pouw via Sabine Weber:
Keine Fakten, kein Datum eines Kündigungsschreibens,
keine Kündigungsgründe.
Alles spricht dafür, dass die
Kündigung lediglich vorgetäuscht ist.
Was
sagen Rathbun und Rinder heute?
Viel wichtiger als Miscaviges Gewalttätigkeit
sind allerdings die finanziellen Fragen.
Etwa:
Mehr noch: Es geht um internationale Politik.
Seitdem die Scientology-Organisation als
gemeinnützig anerkannt wurde, geniesst sie die Unterstützung
der Regierung der USA, http://www.Ingo-Heinemann.de/USA.htm
Mike Rinder verweigerte den Reportern
der St. Petersburg Times zunächst ein Gespräch. Einen Monat später
erschienen bei Rinder zwei Anwälte, die auch für Scientology
gearbeitet haben. Sie bedeuteten ihm, dass sie von dem Besuch der Zeitungsleute
gehört hätten. Was er denn enthüllt habe. Sie behaupteten,
dass er als früherer Verwantwortlicher für Rechtsfragen nach
wie vor der Schweigepflicht für Rechtsanwälte unterliege.
Wochen später bestritt Scientology erneut Gewaltanwendungen durch
Miscavige. Daraufhin entschloss Rinder sich, mit der Zeitung zu sprechen.
Woher
kamen Miscavige, Rinder und Rathburn?
| Aus: Nordhausen
und Billerbeck: Scientology - Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will,
2008, Seite 270
Als der 68-jährige Sektenchef [Hubbard] zwei Jahre später endgültig untertauchte, ging David Miscavige zum Führungsstab der Commodore's Messengers Org in Los Angeles, wo er in wenigen Monaten eine steile Karriere machte. Den Aufstieg beförderte zweifellos sein neuer Nimbus als enger Hubbard-Vertrauter, aber er schreckte auch vor keiner Aufgabe zurück, die sich ihm stellte. Schon bei der Cine Org hatte er sich den Ruf erworben, wie ein Bulldozer alle Hindernisse beiseite zu schieben. Einer seiner früheren Vorgesetzten sagte über ihn: "Wenn er unter Kontrolle ist, ist er ein sehr dynamischer Typ ... Er stellt sich der Aufgabe und konfrontiert alles." Noch im Jahr 1979 nahm er die neu errichtete Stelle eines "Action Chiefs" von Scientology ein, die ihm wahrscheinlich Hubbard selbst auf den Leib geschneidert hatte. Es war eine Position mit großer Machtfülle. Die Aufgabe des 19-Jährigen bestand darin, die berüchtigten Missionen für scientologische Moral weltweit in all jene Orgs zu schicken, aus denen den "Gründer" Nachrichten über Probleme und Missmanagement, also über "fallende Statistiken" erreichten. Miscavige suchte sich die passenden Kontrolleure aus der Sea Org und der Messengers Org aus, ausschließlich junge, rücksichtslose Männer, die später Spitzenpositionen übernehmen sollten. Zu seinen ersten Missionsüherwachem zählten Mike Rinder, der spätere Geheimdienstchef, und Mark »Marty« Rathbun, der ab 1982 neben Miscavige im neu eingerichteten höchsten Scientology-Gremium saß, dem Religious Technology Center, und so etwas wie sein williger Handlanger wurde. Sie fuhren mit dem Auftrag in die Welt hinaus, so hart wie möglich aufzuräumen. |
| Selbstmord
nach Thetan-Syndrom
Erwähnt
1979 in http://www.Ingo-Heinemann.de/Heinemann1979-Die-Scientology-Organisation.htm#Baecker
Etwa 1976 schob die dänische Polizei einen etwa 20jährigen
Bäcker über die Grenze ab. In der Bundesrepublik wurde er in
eine psychiatrische Klinik eingewiesen und auf Gehirnerschütterung
untersucht. Ohne Ergebnis.
(Ingo Heinemann, ca. 1984) |