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| "Ich habe ein zauberhaftes
Kind und eine wundervolle Ehe, weil ich L. Ron Hubbards Lehre in diesem
Bereich des Lebens anwende."
John Travolta Schauspieler aus: Was ist Scientology? Seite 252, im Internet unter http://wasist.scientology.de/Html/part05/chp19/pg0308.html |
Preis
als schlechtester Film des Jahres
Der Science-Fiction-Film "Battlefield
Earth" mit John Travolta ist einen Tag vor der Vergabe der Oscars zum schlechtesten
Film des Jahres ernannt worden.
Er gewann sieben "Goldene Himbeeren".
| Aus: http://www.moviebazaar.de/filmbatt.htm
Auch mit den Seelen der nun toten Wesen hat der Despot kein Erbarmen: er fängt sie mit "elektronischen" Strahlen ein, die klebrig wie Fliegenpapier sind, und führt ihnen Propagandafilme vor, die den Seelen zeigen, wie sie leben sollen. Schließlich können dem Volk loyale Offiziere den üblen Machthaber überwältigen und in einer Energiefalle in den Bergen gefangensetzen, aber der Schaden ist längst getan: die verwirrten Seelen klumpen sich zu Haufen zusammen und lassen sich in den lebenden Körpern auf der Erde nieder, in denen sie bis heute stecken und das wahre Potential jedes Menschen beschränken. Nur mit einer besonderen und sehr teuren "Technologie" kann man diese "Thetane" aus seinem Körper entfernen. Klingt wie eine unter ungesundem Drogeneinfluß entstandene Halluzination oder wie drittklassige Pulp-Science-Fiction? Ist sie - aber auch der Kernglaube des skurrilen Scientology-Kultes, gegründet von Lafayette Ronald (L. Ron) Hubbard, einem miserablen Sci-Fi-Phantasten, pathologischen Lügner, Soziopathen, Frauenhasser und drogen- und rumsüchtigen paranoiden Schizophrenen. Seit dem Tod des Meisters leitet passenderweise ein totalitärer Zwerg - David "Miscarriage" Miscavige - die Organisation, die sich unter anderem der begeisterten Mitgliedschaft Tom Cruises, Priscilla Presleys und nicht zuletzt John Travoltas erfreut. |
| Rechts die Scientology-Prominenten Travolta, Corea, Helnwein und Migenes in einer Hubbard-Biografie von 1990 (vergrössern: Bild anklicken, 400 KB). | ![]() |
Verkauf als DVD in Deutschland
Der Scientology-Verlag New Era Publications Deutschland GmbH in einem Rundschreiben vom 6. August 2001:
"Battlefield Earth bzw. Kampf um die Erde ist derzeit allüberall sichtbar. Über 6.000 Videoläden haben große Posters bekommen. In den unterschiedlichsten Videoheften wie Video Tip, Mein Oskar, Videoakte exclusiv sind ganzseitige positive Artikel über Battlefield Earth zu lesen. Auch in den großen Kinomagazinen wie Skip, Treffpunkt Kino und Kino News von Mac Donalds findet man Anzeigen und ganzseitige Artikel, selbst in der Bildzeitung war über Battlefield Earth zu lesen. Mehr Einzelheiten darüber im Anhang."Man macht also Werbung mit der Werbung.
Prozess
um Filmrechte
aus: http://www.intertainment-ag.de/de/home.htm
| PRESSEMITTEILUNG
Intertainment verklagt Franchise Pictures (USA) Ismaning b. München, 21. Dezember 2000 - Die Intertainment Licensing GmbH, eine Tochtergesellschaft der am neuen Markt notierten Intertainment AG, hat heute in den USA vor dem US-District Court (Federal Court) in Los Angeles Klage gegen Franchise Pictures LLC, Franchise Pictures Inc., deren Chairman und CEO Elie Samaha, deren President und COO Andrew Stevens, verschiedene Produktionsfirmen der Franchise Gruppe und weitere Parteien erhoben. Zwischen der Intertainment Licensing GmbH und der Franchise Gruppe besteht ein Vertrag, wonach Intertainment Licensing GmbH über einen Zeitraum von 5 Jahren insgesamt mindestens 60 Filmrechte erwerben wollte. Intertainment Licensing GmbH hat die erworbenen Filmrechte teilweise bereits in mehreren europäischen Ländern weiter lizenziert. In der Klageschrift macht Intertainment Licensing GmbH geltend, daß ihr aufgrund überhöhter Budgets der von Franchise produzierten Filme durch organisierten Betrug ein Schaden von mindestens US $ 75 Mio zugefügt wurde. Intertainment Licensing GmbH verlangt mit der eingereichten Klage im wesentlichen Schadensersatz einschließlich sogenannter Punitive Damages und macht weitere Ansprüche geltend. Franchise hat Gegenforderungen erhoben und mitgeteilt, daß Franchise seinerseits beabsichtige, Klage gegen Intertainment Licensing GmbH einzureichen. Der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten kann erhebliche Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn der Intertainment AG für das laufende und folgende Geschäftsjahre haben. Betroffen sind hiervon auch laufende Geschäftsbeziehungen zu Sublizenznehmern. Kontakt:
|
Spiegel:
Rätselraten um den Prozess
| DER SPIEGEL 1/2001
URL: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,109873,00.html Medienaktien "Raus, raus, raus" .... Beispiel Intertainment. Der Münchner Filmhändler musste Mitte November einen jähen Einbruch eingestehen, der erwartete Umsatz für das Jahr 2000 sinkt demnach von 290 auf 170 Millionen Mark, der Gewinn vor Steuern und Zinsen rutscht von 84 auf 60 Millionen Mark. Im vierten Quartal fallen Verluste an. Gründer Rüdiger ("Barry") Baeres hatte sich verkalkuliert. Ein von ihm mitfinanzierter Film mit John Travolta ("Battlefield Earth") floppte an den US-Kinokassen, die Filme "Get Carter" mit Sylvester Stallone, "The Pledge" mit Jack Nicholson und "The Whole Shebang" mit Bridget Fonda wurden nicht pünktlich geliefert. Nun muss die Münchner Firma, die sich schon für das Jahr 2003 als Milliarden-Umsatz-Unternehmen sah, um ihr Image kämpfen. Der einstige Überflieger der Börse (Spitzenkurs: 135 Euro) liegt (aktueller Kurs: rund 5 Euro) am Boden. Für Rätselraten sorgt auch ein Prozess, den Baeres gegen den einst von ihm hofierten Hollywood-Partner Franchise Pictures anstrengt - wegen eines angeblich "organisierten Betrugs". Franchise habe die Budgets für die gemeinsam verabredeten Filme künstlich verteuert, Intertainment habe zu viel bezahlt - angeblich 75 Millionen Dollar. |
Scientologen sind Ausserirdische
Hubbard war Verfasser von Science-Fiktion-Romanen,
also Zukunftsmärchen, bevor er sich (vermutlich aufgrund seiner eigenen
Erfahrungen) der Psychotherapie zuwandte und diese revolutionieren wollte.
Aus Science-Fiction und Psychotherapie
entstand Scientology.
Hubbards Lehre besagt:
Scientologen sind Ausserirdische.
| Hier Beispiele für Hubbards Märchen aus der Zeit um 1940. | ![]() |
![]() |
Als alter Mann schrieb Hubbard erneut Science-Fiction
Romane.
"Battlefield Earth" wurde von der
Scientology-Organisation mit Macht auf den Markt gedrückt.
Nicht nur hier zeigt sich erneut, was
die Scientology-Organisation ist:
Aus einem Prospekt für den Vertrieb des Buches.
Als "Der Welt-Bestseller"
wird das Buch im Text und auf dem Photo
des Buches angepriesen.
Denn: "Wir werben für Bücher,
indem wir den Umschlag als Hit benutzen", so die "Boom-Formel", vgl. http://www.ingo-heinemann.de/Verkauf.htm
Zu Beeinflussung des Buchverkaufs und damit möglicherweise zu Produktion von Bestsellern:
"PROJEKT NR. 1 [Des OT-KOMITEE]Sicher ist: Der Erfolg in den Kinos läßt sich so nicht beeinflussen. Dieser wird nicht nach Verkaufszahlen in einigen Buchhandlungen gemessen, sondern nach Umsatz.
München, den 9.10.86 Verantwortliche für dieses Projekt sind wir: Susanne Tams und Florian Gillitzer. ... Wir wollen auf dem Münchner Buchmarkt eine Nachfrage nach LRH-Büchern kreiren. Damit sich der "Ansturm" auf diese Bücher in den Buchläden etwas verteilt, haben wir uns erlaubt, Euch nach Buchläden und Wochentagen einzuteilen (siehe Computerliste). ... Jeder soll nur ein Buch an einem Tag in einer Buchhandlung bestellen ... Die Sparte "Bemerkungen" dient dazu, besondere Vorkommnisse mit den Buchhändlern aufzuschreiben".Ring aktiver Scientologen Salzburg (Hermann Schubotz) 13.9.86 an New Era Griesenbeck in Dreieich
Betr..: KudE (Kampf um die Erde) "Wir haben uns folgende Pläne vorgenommen: 1. Jeder bestellt das Buch 3 mal in drei verschiedenen Buchhandlungen und fragt immer wieder nach, ob und wann das spannende Buch endlich da ist ..."
| Hier zunächst eine größere
Version des Battlefield Earth-Hauptdarstellers.
Bildunterschrift: München - "Terl", Bösewicht aus dem Buch "Kampf um die Erde", setzt in München die Passanten in Erstaunen. Die Riesenfigur sollte auf den Bestseller des amerikanischen Science-Fiction-Autors L. Ron Hubbard aufmerksam machen. (Aus: OV 6.11.86) |
![]() |
| Hier die Abendpost vom 13.1.88. Links unten unter den Titel "Künstler über Hubbard" Zitate vom Julia migenes, Chick Corea und Gottfried Helnwein | ![]() |
Der Prospekt:
John Travolta, der sein Filmdebut als
gummipuppenartig biegsamer Disco-Tänzer gegeben hatte, spielt im Film
die Hauptrolle des Riesen, der die Welt rettet, in der Werbung von 1986
für das Buch meist dargestellt durch eine aufgeblasene Riesengummipuppe,
hier im Prospekt der Scientology-Firma New Era GmbH eine kleinere Version
mit Luftzufuhr nach Art eines Industriestaubsaugers.
Anmerkung: Hubbard wird im Prospekt
als "der legendäre Meister des amerikanischen 'Goldenen Zeitalters
der Science-Fiction' " bezeichnet und angeblich als "Großmeister
der Science Fiction gefeiert". Im Internet gibt es zahlreiche Angebote
von Science-Fiction-Anhängern. Man kann also leicht nachprüfen,
was von dieser Prahlerei zu halten ist.
Travolta frisst aus Frust über Scientology-Flop
Man sieht im seinen Frust an. John Travolta, der einst so knackige Tanzstar aus den "Stayin Alive"-Film nähert sich mit 133 kg Lebendgewicht den Dimensionen des vormaligen Sexsymbols Marlon Brando, der jetzt im Alter 156 Kilo auf die Waage bringt. Ganz offensichtlich, so wissen Travolta-Freunde, frisst John aus Frust. Der eingefleischte Scientology-Nachbeter hat mit seinem Film "Battlefield Earth" nach einem Roman seines Lehrmeisters, Scientology-Erfinder L. Ron Hubbard, einen 1,4-Milliarden-Schilling-Flop verbrochen. Die Kritiker in den USA und London haben "Battlefield Earth" zum Zelluloid-Friedhof zerrissen: "Diese laute, aufgeblasene Monstrosität ist noch ärger als die miesesten SCI-FI-Turkeys. Der totale Schwachsinn für 100 Millionen Dollar."
Besonders schlimm für John Travolta - er hat seine eigenen Millionen in das Ron-Hubbard-Projekt gebuttert. "Die Vorlage ist der Versuch einen talentlosen Erwachsenen, Spartacus als Science-Fiction-Story zu schreiben", vernichtet die Londoner Filmkritik das Buch Ron Hubbards, während "Battlefield Earth" an den Kinokassen Amerikas sang- und klanglos zerschellte. Der Film spielt im Jahr 3000. Die Menschheit ist von der Ausrottung bedroht, verkriecht sich in Höhlen und wird von tyrannischen Psycholos versklavt. Die Psycholos sollen 3 Meter groß sein, wirken aber wie Normalsterbliche in überdimensionierten Skischuhen.
Ihr höhnischer Sicherheitschef ist John Travolta. Nutzt nix. Denn ein blonder Recke schafft die Sklaverei ab und die Jets einer Düsenmaschine, die 1000 Jahre nicht geflogen wurde, an, nachdem er an einem Flugsimulator ein paar Stunden geübt hatte. Dazu spielte Travolta den dümmsten aller Bösewichte der Filmgeschichte, denn er versorgt seinen Spartacus-Gegenspieler mit seinem geheimen Wissen.
Mit einiger Genugtuung vernahm Starregisseur
Roman Polanski die Kassenkatastrophe. Polanski wollte nach Dostojewski's
"Der Doppelgänger" mit John Travolta drehen. "Am zweiten Tag, als
gerade die Rollen gelesen wurden, warf Travolta sein Drehbuch hin und ging.
Es war frustrierend. Der finanzielle Aderlass dürfte John Travolta,
der sich mit seiner Frau Kelly Preston stets als Paradepaar für Scientology
gebärdete, hart treffen. Allerdings hat der grandiose Flop auch seine
gute Seite. Wegen "Battlefield Earth" wird keiner zum Scientologen. Im
Gegenteil.
Da hilft die ganze Scientology nichts!
Verschwörer
sind unter uns
Der Weltraum als Wahn
und Wissenschaft:
Scientology im Kino
VON ANDRIAN KREYE
John Travolta ist ein operierender Thetan der höchsten Clearingstufe, und nach der Lehre der Church of Scientology bedeutet das, dass Travolta auf dem Planeten Erde Materie und Energie, Raum, Zeit, Form und Leben zu kontrollieren vermag. Schließlich hat der Schauspieler als Mitglied der Sekte seit 1975 hart an sich gearbeitet, sich von allen negativen Einflüssen außerirdischer Mächte befreit und das erklärte Ziel aller Scientology-Anhänger erreicht.
John Travolta ist aber auch ein Superstar der höchsten Gehaltsstufe, und nach der Lehre von Hollywood bedeutet das, dass er Budgets, Produzenten, Studios und Zuschauer zu kontrollieren vermag. Und nur deswegen konnte er sich einen Traum erfüllen: Mit Travolta in der Hauptrolle wurde der Science-Fiction-Roman „Battlefield Earth“ verfilmt, den der Scientology-Gründer L. Ron Hubbard geschrieben hat.
Die Handlung ist schnell erzählt. Im Jahre 3000 wird die Erde von den außerirdischen Unholden der Psychlos vom Planet Psychlo beherrscht, die sich die Menschen als Arbeitstiere halten, bis ein junger Held einen Sklavenaufstand anzettelt und die Menschheit aus der Knechtschaft befreit.
Lange Jahre hatte sich kein Studio an dieses Projekt gewagt. Die Verbindung zur Sekte galt als zu riskant, der Roman trotz 12 Millionen verkaufter Exemplare als unverfilmbarer Schrott. Bis Elie Samaha auf Travolta zukam. Der ehemalige Nachtclubbesitzer hat seine B-Movie-Produktionsfirma Franchise Pictures mit einem genialen Konzept in Hollywood etabliert. Er findet die Traumprojekte der Stars, die sonst niemand produzieren will, sichert sich billig die Rechte und überredet die Stars, ihre Gagen auf ein Minimum zu senken. So hat er „The Big Kahuna“ für Kevin Spacey produziert, „The Whole Nine Yards“ für Bruce Willis; bei „The Pledge“ mit Jack Nicholson führt gerade Sean Penn Regie. Solche Namen garantieren nicht nur Prestige in der Branche, sondern auch ein schier unbegrenztes Kreditvolumen, einen Verleih und fette Gewinne.
Psychiater sind Außerirdische
„Battlefield Earth“ war trotzdem heikel. Es ist kein Geheimnis, dass sich John Travolta bisher fürs Science-Fiction-Genre nicht besonders interessiert hat und den Film als Hommage an den 1986 verstorbenen Sektengründer Hubbard sieht. Andererseits ist Travolta auch ein besonders heißer Star, und Elie Samaha geht es nicht um inhaltliche Feinheiten. Er will in der ersten Liga mitspielen und Geld verdienen. Da kümmerte es ihn auch nicht, dass schon vor Drehbeginn die Verschwörungstheorien kursierten: Scientology habe den Film finanziert, am Drehbuch mitgeschrieben und die Produktion überwacht. Vorwürfe, die Verleih und Regisseur glaubwürdig bestreiten konnten. Bisheriger Höhepunkt der Verschwörungstheorien: In dem Film versteckten sich so genannte subliminal messages, die Kinogänger in die Arme der Sekte treiben werden. Das ist unwahrscheinlich. Damit subliminal messages, also suggestive Bild- und Tonschnipsel, die direkt aufs Unbewusste zielen, wirken könnten, müsste man sich „Battlefield Earth“ mehrere Wochen lang mindestens einmal täglich ansehen. Und das würde einen nicht in die Arme der Sekte, sondern in die Verzweiflung treiben, denn „Battlefield Earth“ ist ein so schmerzhaft dummes Werk, dass die New York Times schrieb: „Es mag noch etwas früh sein, aber dies ist wahrscheinlich der schlechteste Film des Jahrhunderts.“
John Travolta und seine Psychlos – zwei Meter hohe Kreaturen mit fettigen Dreadlockmähnen und fauligen Zähnen – stolpern auf ihren Plateauschuhen so elegant durch den Film wie ein Haufen trunkener Transvestiten in Skistiefeln. Selbst die special effects wirken, als hätte sie ein Videospieldesigner zu Hause auf dem iMac programmiert; und die Zukunftslandschaften erinnern an die ungelenk hingezeichneten Titelbilder früher Perry-Rhodan-Heftchen. Natürlich finden sich Elemente aus Hubbards Weltbild im Drehbuch wieder. Man braucht keine besonderen linguistischen Kenntnisse, um zu erkennen, dass der Name der Psychlo-Bösewichter in der Scientology-Lehre wurzelt. Die basiert zu einem großen Teil auf Hubbards fanatischem Hass auf die Psychiatrie. Ein Volk von Außerirdischen, so heißt es in den Schriften des Sektengründers, hat sich verschworen, die spirituelle Entwicklung der Menschheit durch Implantate aufzuhalten. Der Name dieser Verbrecher: Psychs. Ihre Methode: die Psychiatrie. Nur Scientology kann die Menschheit retten.
Wen die Lehren des Meisters an naive Groschenromane erinnern, liegt nicht ganz falsch. In den 30er und 40er Jahren machte sich Hubbard einen Namen als Autor von Pulp- und Zukunftsromanen. Seine ersten Erfahrungen mit dem Spiritismus sammelte er in Pasadena beim Ordo Templi Orientis, einer Sekte von Anhängern des englischen Satanisten Aleister Crowley, zu der Hubbard 1945 stieß. In den folgenden Jahren entwickelte Hubbard die Pseudowissenschaft der Dianetik, eine Mischung aus Science-Fiction-Geschwätz, Populärpsychologie und Satanismus, die er 1950 als Buch veröffentlichte. 1954 gründete er die Church Of Scientology.
Schon früh erkannte Hubbard die Publicity-Wirkung von Hollywoodstars. 1955 startete er das „Project Celebrity“. Die ersten Versuche, Prominente wie Marlene Dietrich, Greta Garbo, Walt Disney und Groucho Marx für die Sekte zu gewinnen, schlugen fehl. Erst als Hubbards Nachfolger David Miscavige den „Celebrity Center“ einrichtete, eine Abteilung der Kirche, die sich ausschließlich darauf konzentriert, Stars zu rekrutieren und zu pflegen, hatte das Programm Erfolg. Die Liste der Konvertiten ist bekannt – neben John Travolta gehören Schauspieler wie Tom Cruise, Nicole Kidman und Kirstie Alley, Musiker wie Chick Corea, Isaac Hayes und Al Jarreau zu Scientology.
Das „Celebrity Center“ entwickelte eine äußerst effektive Technik. Zunächst recherchieren die Rekruteure die psychologischen und emotionalen Schwachpunkte, den Freundeskreise und die Vergangenheit der Zielperson. Dann werden unverbindliche Kontakte geknüpft. Kommt erst einmal ein Gespräch in Gang, beginnt die Phase des „Admiration Bombing“ – die komplette Überflutung des fragilen Star-Egos mit Bewunderung und Aufmerksamkeit. Der perfekte Köder für einen Menschenschlag, der meist von permanenten Selbstzweifeln geplagt wird und auf Sinnsuche ist. Sind die prominenten Mitglieder erst einmal gewonnen, werden sie mit Therapien, Karriereberatung und luxuriöser Betreuung gehalten. Mit diesen Stars hat sich die Church Of Scientology in Hollywood eine ernstzunehmende Machtposition verschafft. Als die deutsche Staatsanwaltschaft und der Verfassungsschutz begannen, gegen Scientology zu ermitteln, lancierte die Sekte eine Menschenrechtskampagne und einen Brief an Kanzler Kohl, den auch die Nichtmitglieder Dustin Hoffman, Goldie Hawn und Oliver Stone unterzeichneten.
Gemäß dem Plan von L. Ron Hubbard,
einflussreiche Schlüsselpositionen der Gesellschaft mit Scientologen
zu besetzen, ist „Battlefield Earth“ ein Erfolg. Auch wenn zu bezweifeln
ist, dass der Film irgend jemanden so berühren wird, dass er sein
Seelenheil in den Lehren von Hubbard
sucht, hat John Travolta mit dem Film
doch ein 65 Millionen Dollar teures Glaubensbekenntnis abgeliefert. Da
stand er dann im Studio von MTV, und der Moderator fragte ihn brav nach
der Romanvorlage. Travolta erzählte kurz etwas über Hubbard,
den Bestsellerautor und spirituellen Vordenker, dann folgten Themawechsel,
Filmausschnitt, Werbepause, und der Auftritt war vorbei. Das ist Marketing:
Es geht nicht darum, die Botschaft oder das Produkt anzupreisen. Solange
das Coca-Cola-Schild am Straßenrand steht, wird sich das Markenzeichen
schon einprägen. Vielleicht wird John Travolta ja sogar zum Märtyrer
der Church Of Scientology. Niemand hat ein so formidables Comeback hingelegt,
wie der gefallene „Saturday Night Fever“-Star, der sich mit Jahre lang
mit albernen Klamotten über Wasser halten musste. „Pulp Fiction“,
„Operation Broken Arrow“ und „Im Körper des Feindes“ etablierten ihn
als souveränsten Bösewicht von Hollywood. All die peinlichen
Flops waren vergeben.
Die Launen des Kinopublikums sind aber unberechenbar. Schnell ist das Image ruiniert. Und wer nimmt schon einen Sektierer im Faschingskostüm ernst.
" B A T T L E F I E L D E A R T H "
Sektenpropaganda vom Ober-Alien?
Von Martin Paetsch
Mit "Battlefield Earth" hat sich Hollywood-Star John Travolta in den USA heftige Kritik eingehandelt: Dem Schauspieler und bekennenden Scientologen wird vorgeworfen, mit dem Science-Fiction-Spektakel versteckte Botschaften der Sekte zu verbreiten.
Auf den ersten Blick ist "Battlefield Earth" nicht der Stoff, aus dem Skandale gemacht sind. Der gerade in den US-Kinos angelaufene 70-Millionen-Dollar-Streifen spielt im Jahr 3000: Böse Aliens, angeführt vom fiesen Obermotz Terl (John Travolta), besetzen die Erde und versklaven die Menschheit. Es folgt der genreübliche Befreiungskampf, der Anlass für das ebenfalls übliche Special-Effects-Spektakel bietet.
Ein simpler Plot, der den Film schnell in Vergessenheit gerieten ließe - wenn der Hauptdarsteller nicht John Travolta hieße und die Vorlage nicht von L. Ron Hubbard stammen würde. "Battlefield Earth" beruht auf dem 1982 veröffentlichten gleichnamigen Roman des Science-Fiction-Autors und Scientology-Gründers. Großen Anteil an der erstmaligen Verfilmung eines Hubbard-Werkes hatte als Co-Produzent der bekennende Scientologe Travolta, der gerne betont, dass für ihn damit ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen sei.
Die offenkundige Nähe zu Scientology rief schon im Vorfeld die Sektenkritiker auf den Plan. Die Anti-Scientology-Organisation F.A.C.T.Net etwa beschuldigte die Filmemacher, unterschwellige Botschaften in "Battlefield Earth" eingearbeitet zu haben, um unter den Kinogängern neue Mitglieder für die Sekte zu werben. Scientology sei nicht nur der wahre Geldgeber für den Warner-Brothers-Film, sondern habe auch massiven Einfluss auf das Skript und die Produktion genommen.
Die Verantwortlichen weisen solche Vorwürfe weit von sich: Es gebe "keine Verbindung" zwischen dem Film und Scientology, beteuerte Travolta, der bereits mit "Phenomenon" in den Verdacht der Sektenpropaganda geraten war. Auch der Regisseur von "Battlefield Earth", Roger Christian, bestritt jede Affinität zur Sektenphilosophie: Er sei kein Scientologe, sondern Buddhist, zitierte ihn "USA Today". "Wenn ich als Regisseur unterschwellige religiöse Botschaften in den Film einarbeiten würde, glauben Sie nicht, dass sie ihre Wurzeln eher im Buddhismus hätten?"
Zumindest im Internet ist die Trennung zwischen der Romanverfilmung und der Sekte nicht so scharf, wie gerne betont wird. Von der offiziellen Film-Homepage Battlefieldearth.net bringt ein Mausklick den Besucher zur Internetseite Battlefieldearth.com, wo L. Ron Hubbard nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als "Künstler, Entdecker, Philosoph" gepriesen wird. Betreiber des Webangebotes ist, wen wundert's, ein von Scientologen geleitetes Unternehmen namens Author Services Inc., das mit der Lizenzierung von Hubbards Science-Fiction-Werken betraut ist.
Dass sich trotz der Proteste der Anti-Scientology-Aktivisten die Empörung in den USA bislang in Grenzen hielt, liegt wohl auch daran, dass dem Science-Fiction-Streifen mangels Qualität eine nicht allzu große Überzeugungskraft zugesprochen wird. Die US-Kritiker ließen an "Battlefield Earth" kein gutes Haar: Das Skript sei "zutiefst blöde und deprimierend klischeehaft", urteilte "USA Today". Und die "Los Angeles Times" befand, dass der Hubbard-Streifen im Genre der postapokalyptischen Abenteuerfilme sogar Kevin Costners "Waterworld" wie ein Meisterwerk aussehen ließe.
"Entgegen den Befürchtungen der Sektenhasser hat 'Battlefield Earth' nichts an sich, was schwache Kinobesucher in die offenen Arme der Scientologen treiben könnte", fasste das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" zusammen. Und tatsächlich sieht es so aus, als würde sich die Entrüstung über "Battlefield Earth" in den USA bald wieder legen - schließlich wird im gelobten Land der Meinungsfreiheit mit Scientology vergleichsweise tolerant umgegangen.
In Deutschland dagegen gilt
die Sekte als sozial unverträglich. Schon "Phenomenon" wurde deshalb
hier zu Lande deutlich kritischer beäugt als in den Staaten: Medienwächter
vermuteten 1996 in der einfältigen Erleuchtungsgeschichte Parallelen
zur Scientology-Philosophie und forderten eine eingehende Überprüfung
des Films. Mit "Battlefield Earth", der im Oktober in Deutschland anlaufen
soll, wird Ober-Alien Travolta wohl einen noch schwereren Stand haben.
| · | Battlefieldearth.net |
| · | Battlefieldearth.com |
| · | F.A.C.T.Net |
Noch ein Flop?: Travolta auf Irrwegen
Scientologe aus Überzeugung: John Travoltas Science-Fiction-Drama "Battlefield Earth" floppte weltweit. Trotzdem plant er weitere Verfilmungen der Romane des Sektengründers L. Ron Hubbard.
Schon jetzt gilt "Battlefield Earth" als einer der schlechtesten Filme, die je auf Zelluloid gebannt wurden. Die durchsichtige Science-Fiction-Story über einen mutigen Helden, der die Menschheit vom Joch der bösen Alien-Herrschaft erlöst, lockte im vergangenen Sommer kaum Zuschauer in die Kinosäle. Der Film, von Kritikern abwechselnd mit Häme und Hasstiraden überschüttet, verschwand allein in den USA nach knapp drei Wochen aus den Kino-Charts und spielte nur 20,5 Millionen Dollar ein. Ein mageres Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Co-Produzent Travolta an die 70 Millionen Dollar für die ehrgeizige Verfilmung des 1980 erschienenen Romans von Scientology-Gründer Hubbard ausgegeben hatte.
Doch der weltweite Flop scheint den immer pausbäckiger werdenden Mimen ("Pulp Fiction") nicht zu irritieren. Als er kürzlich befragt wurde, ob er eine Fortsetzung von "Battlefield Earth" plane, antwortete er souverän mit "Klar, sicher!" Wie das Magazin "E! Online" berichtet, behauptet Travolta - offenbar verblendet - sein Film wäre längst ein Kultklassiker im Internet und hätte ein großes Publikum im Ausland begeistert.
Als das Machwerk im Frühjahr in die Kinos kam, gab es für die meisten Kritiker kein Halten mehr. Die "New York Times" stellte Vergleiche mit einer High-School-Aufführung an und die "Washington Post" bezeichnete den Film schlicht als "dummerhaftig". Kein Grund zur Sorge, sagt Travolta, die Kinojournaille sei schließlich dafür bekannt, Zukunftsfilme generell nicht zu mögen.
Besser habe sich der beherzte Darsteller
und Produzent vor allem gefühlt, nachdem ihm honorige Kollegen wie
George Lucas und Quentin Tarantino versichert hätten, dass sie sein
"Battlefield Earth" für einen guten Science-Fiction-Film hielten.
Segnung genug, um mit frischer Kraft an der nächsten Verfilmung der
auf scientologischer Ideologie basierenden Hubbard-Saga zu basteln. "Meine
ganze Karriere baut darauf auf, etwas Neues auszuprobieren", sagt Travolta,
der in seinem Mega-Flop den
Alien-Bösewicht "Terl" verkörperte.
"Wenn ich das nicht mehr tue, mache ich mir ernsthaft Gedanken." Nun ja,
vielleicht wäre es Zeit für eine kleine Verschnaufpause, John...
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(C) SPIEGEL ONLINE - 19. Oktober 2000,
12:15
Den Artikel erreichen Sie im Internet
unter der URL
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,98846,00.html
| VERTRAULICH
14.3.1982 (BETR.: SCHLACHTFELD ERDE) Mögliche Angriffe der Presse. Vielleicht wird es sie nicht geben aber es ist besser, eine Strategie zu haben ...
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CONFIDENTIAL
14 Mar 1982 (RE: BATTLEFIELD EARTH) Possible press attacks on the book. They may not happen but it is best to have a strategy and I gave you one in controversy. I think you could head the vultures off of scientology in any attack on the book simply by giving the media a better target. They are SPs so not only misdirect (wrong target) but can be misdirected (wrong targetted). Target the (book), not Scn. Here’s where you need your PR network troops! I leave the thought of several capers that could be done. Some general in the US Air Force could be told the book defamed the US Air Force and if read by the Air Force would lower morale and get him to forbid Air Force personnel to read it. Get the Chamber of Commerce Denver to ban it from Denver stores. Get NASA to 1.5 against it as preposterous - that they could handle any such emergency as an invasion (remind them of the panics of Orson Welles’ radio broadcasts). The trick is, they don’t have to sea or read the book. All one has to do is have them (told) some exaggerated version of it that hits their buttons. The American Psychological Association could forbid all its members to read it. Now the beauty of it is, (none) of these pronouncements need to be (official). One just gets some crazy member of the body spouting off in response to the alarming report he’s being fed and rush his quote to the press. They could (say) it should be banned. This becomes ... they banned it. Then they (deny) it and you get double press. An old Hollywood PR could whip up a fire storm over Battlefield Earth. The title above infers the planet is under attack. They like false PR - well, manufacture it for them! The pity is, Mission Earth, coming right up, is a natural for these capers. The invasion in it is covert - right now. Covert invasion. Battlefield Earth is in the future but it is supposed to be happening this year. So anyway, thinking like a Hollywood PR man, the key is to wrong-target the media onto the book with CONTROVERSY. The media requires strategies like those of Clausewitz. His rules of war apply to media and legal. So this is war strategy - a diversionary action. By the way, the movie “Halloween” had a PR who was very sharp. I never saw so many blasts at a movie - criticism of it - and it drove the audiences into full houses. (I don’t like descending into the mess of lies they call press, but when one works in a swamp full of cottonmouths - he better learn to bite first.) In the event we get a blast, or a disparagement, I think we ought to go flat out. I think it would work.
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