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Scientology und Drogen:
Scientology benutzt das Drogenproblem für den
Kampf gegen die Psychiatrie
Scientology hat ein ambivalentes Verhältnis zu
Drogen.
Scientology behauptet, gegen Drogen zu kämpfen.
Aber einerseits propagiert Scientology bestimmte Medikamente
in massiven Dosierungen, vgl. Medikamentenmissbrauch.
Andererseits pflegt Scientology solche Medikamente
als Drogen zu verunglimpfen, die in deren Antipsychiatrie-Raster
passen.
So zum Beispiel Ritalin.
Diese Vieldeutig erklärt sich einfach:
Scientology benutzt das Drogenproblem für ihre
Öffentlichkeitsarbeit, ihre Eigenwerbung.
Scientology bekämpft auf allen nur denkbaren Ebenen "die Psychiatrie".
Denn Scientology will ein Behandlungsmonopol installieren.
Zu diesem Zweck will Scientology die Psychiatrie abschaffen.
Dabei ist alles nützlich, was der Psychiatrie und ihrem Personal
irgendwie schadet.
Für diesen Kampf gegen die Psychiatrie benutzt Scientology alle
nur denkbaren Methoden.
Für den angeblichen Kampf gegen Drogen hat Scientology eine Organisation
eingerichtet, die sich angeblich nur mit dem Drogenproblem befasst: Narconon.
Narconon behauptet unverdrossen, eine überaus hohe Erfolgsrate
beim Drogenentzug zu haben.
Es besteht der Verdacht, dass dieser Verein hauptsächlich dazu
dient, Zeugen gegen die Psychiatrie zu beschaffen.
| "Sag NEIN zu Drogen - Sag JA zum Leben"
Für die Öffentlichkeit und insbesndere Schulen, Lehrer und
Kommunen hingegen ist eine andere Kampagne bestimmt:
In ihrer Primärwerbung ist meist die Hinweis enthalten "Powered
by: Scientology Kirche" oder "Eine Aktion der Scientology Kirche und ihrer
Mitglieder".
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Drogen-Prävention vom Geheimdienst
Scientology betreibt einen Geheimdienst: OSA - Office of Special
Affairs. Einzelheiten: http://www.Ingo-Heinemann.de/Geheimdienst.htm
Auf deutsch wird OSA mal als "Büro für Öffentliche
Angelegenheiten“ bezeichnet, mal als „Büro für Spezielle
Angelegenheiten“ und zusätzlich als "DSA", "Department
of Special Affairs“. So werden die OSA-Filialen in den Ländern bezeichnet.
Dieses Büro gibt auch eigene Zeitschriften heraus. Diese wenden sich in erster Linie an Scientologen. Sie enthalten deshalb Informationen, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich gemacht werden. Insbesondere lässt sich die Verquickung der angeblichen anti-Drogen-Kampagnen mit Öffentlichkeitsarbeit für die Scientology-Organisation und sogar mit Produktwerbung erkennen.
Zum Beispiel die Zeitschrift "Scientology Heute", "Herausgegeben vom
Büro für Öffentliche Angelegenheiten", siehe nächster
Kasten.
Das Heft "Jahrgang II Ausgabe 2" - ein Datum fehlt, wie
bei Scientology üblich - enthält eine Seite mit zwei Artikeln
zum Thema Drogen.
Dort wird geschildert, wie Scientology sich mit diesem Thema an Länder,
Städte und Gemeinden wendet.
Von Drogenentzug ist dort keine Rede.
Mutmasslicher Grund: Kommunen könnten Scientology sofort beim
Wort nehmen und als Kostenträger dann auch den Erfolg überprüfen.
Stattdessen werden Kampagnen gegen Drogen geschildert.
Der Trick: Die Kampagnen werden als Prävention präsentiert.
Das hat zudem den Vorteil, dass man das zu verhütende Problem
selbst definieren kann.
Dabei lässt sich dann die Methode des "Redefinierens" anwenden,
die Scientology-Gründer Hubbard an einem Beispiel erläutert hat:
So werden dann die üblicherweise mit dem Begriff gemeinten
Drogen allenfalls erwähnt, Medikamente hingegen als Drogen und Ärzte
als Drogenhändler bekämpft.
Und bei dieser Gelegenheit jede Menge Eigenwerbung betrieben.
So in Los Angeles.
Dass Scientology für die Kampagne Geld ausgibt, wird garnicht
erst behauptet. Stattdessen wird berichtet, dass die Scientology-Organisation
ein Konzert zu Gunsten dieser Scientology-Kampagne (also sich selbst) "sponsort".
Viel dürfte das nicht gekostet haben, denn: "Während der Veranstaltung
traten mehr als 40 bekannte Scientologen auf. Darunter ... der Komponist
und Künstler David Pomerantz, der anlässlich dieses Konzertes
sein neues Lied über Psychiater vorstellte «Invisible Criminals»
(Unsichtbare Verbrecher)".
Also nicht etwa ein Lied gegen die auch in LA massenhaft existierenden
grossen und kleinen Drogenhändler, sondern gegen Psychiater.
Ausserdem wurde die Anwesenheit der kostenlos anwesenden Lokalpolitiker
benutzt und "Scientologen, die zu der Kampagne beigetragen haben, besondere
Auszerichnungen überrreicht". Scientology sponsort also Scientology
und benutzt Poltiker, um das eigene Personal für diesen Coup auszuzeichnen.
Einer der ausgezeichneten: Chick Corea, ein auch in Deutschland als Scientology-Aktivist
bekannter Musiker.
Den Politikern wurde ein Versprechen gemacht: "Unser Ziel
ist es, Los Angeles zur ersten drogenfreien Stadt in den Vereinigten Staaten
zu machen".
Soweit bekannt, hat man davon nie wieder etwas gehört.
So in Mexiko.
Anwesend angeblich eine "hohe Beamtin des Gesundheitsministeriums,
die bereits bei früheren Dianetik-Veranstaltungen gesprochen hatte".
Im "Unterhaltungsteil" wurde dann "vermittelt, was ein Engramm
ist und wie Auditing funktioniert". Auditoren "standen bereit", um "diejenigen
zu handhaben, die vielleicht restimuliert worden waren": "Insgesamt 52
Personen erhielten ... Auditing".
Fast 15 Jahre später hat wieder ein OSA-Blatt über eine Kampagne
berichtet: "Winning! News Journal of the Office of Special Affairs".
Auch hier wird nicht darüber berichtet, dass Los Angeles nunmehr
drogenfrei sei.
Stattdessen wird behauptet, "dass aufgrund der Anti-Drogen-Aktivitäten
der Scientology Kirche mehr als 250.000 Menschen von Drogen gerettet
wurden".
Diese Zahl ist auf den zahlreichen Bildern zu sehen, meist Titelbildern
von Scientology-Zeitschriften, aber auch auf einem doppelstöckicgen
Bus, auf dem die Zahl so hoch ist, wie ein Fenster. Aus der Vielsprachigkeit
muss man schliessen, dass die Zahl weltweit zu verstehen ist. Da ein Zeitraum
fehlt,kann es sich auch um Jahrzehnte handeln. Im übrigen ist keineswegs
gewiss, dass "von Drogen gerettet" etwa bedeutet, dass Drogenabhängigge
erfolgreich einen Drogenentzug absolviert haben. Denn das hätte man
ja so schreiben können, etwa: 250.000 Abhängige von Drogen befreit.
Von Drogen gerettet kann auch heissen, dass man diejenigen mitgezählt
hat, die man glaubt, davon abgehalten zu haben, Drogen zu nehmen.
Vorsicht mit den Scientology-Zahlen erscheint angebracht.
Um 1975 behauptete Narconon in Berlin, eine Erfolgsrate von 80 %
www.dailytelegraph.co.uk Scientologist drug claim on poster is censured By Jonathan Petre, Religion Correspondent (Filed: 27/03/2003) The Advertising Standards Authority has upheld a complaint against the Church of Scientology, which stated in a poster that it had rescued 250,000 people from drug addiction. The council said that the worldwide religious movement had not proved its claim that as many as a quarter of a million addicts had stopped using drugs as a direct result of Scientology's intervention. The Church of England's Birmingham diocese and several members of the public had objected to the poster, which was produced by the Scientologists to publicise a tour of parts of the country. The poster read: "Scientology: applied religious philosophy. 250,000 people salvaged from drugs." There was also a free telephone number and a website address. The council said it accepted that many people had
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Plakatwerbung: Scientology will als als "führende Drogenrettungsgruppe auf dem Planeten" anerkannt werden
Die OSA-Zeitung berichtet über massive Plakatwerbung (>>).
Scientology
en: „Drogen zerstören Kreativität." „Drogen zerstören
die Kultur." „Drogen zerstören die zukünftige Generation." Mehr
als 1.500 solcher Plakatwerbungen erscheinen auch außerhalb von Frankreich,
nämlich in Italien, Großbritannien und Dänemark. Diese
Anti-Drogen-Botschaften kann man auf Postern und Plakatwerbungen, in Kiosken,
in der Londoner U-Bahn und an der Seite von Bussen sehen. Als Resultat
erfahren Millionen von Menschen nicht nur die Wahrheit über Drogen,
sondern erkennen die Scientology Kirchen als führende Drogenrettungsgruppe
auf dem Planeten an.