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"WARNUNG Dies ist wahr -
Wir können eine Gehirnwäsche schneller als die Russen durchführen
(in 20 Sekunden zum totalen Gedächtnisverlust ...)"
(L. Ron Hubbard Technical Bulletin 22.7.56, veröffentlicht in Technical Bulletins (1976) Band II, Seite 473)
"Die Tätigkeit der Organisation besteht in einer psychologischen Amateur-Analyse des Menschen, was als eine Art Gehirnwäsche bezeichnet werden kann".
(Bundeskriminalamt Bericht vom 8.3.73 EA III 1/4 - B 196 649, zitiert nach Haack, Magie des 20 Jahrhunderts, Seite 281).
Der Begriff Gehirnwäsche wurde erstmals
1951 in dem Buch "Gehirnwäsche in Rotchina" verwendet.
Heute ist es ein Begriff der Umgangssprache.
So auch das Oberverwaltungsgericht Münster (5 B 993/95 Beschluß vom 31.5.96) :
"Umgangssprachlich werden darüber hinaus jedoch auch massive psychische Beeinflussungen, wie sie dem Antragsteller vorgeworfen werden, als "Gehirnwäsche" bezeichnet. Prof. Dr. med. Hans Kind hat in dem von der Antragsgegnerin zitierten Gutachten aus dem Jahre 1989 ... dargelegt, daß die psychologische Vorgehensweise bei dem vom Antragsteller betriebenen "Auditing" und einer "Gehirnwäsche" eine gewisse Analogie aufweise. Angestrebt werde nämlich in beiden Fällen die. Zerstörung bisheriger Werte und die Einimpfung neuer Überzeugungen durch ein Indoktrinationssystem. Kennzeichnend seien das Aufsuchen von schwachen Stellen im System der bisherigen Überzeugungen und von "wunden Punkten" im Lebenslauf des einzelnen, die Erweckung von Schuldgefühlen, die Suggestion von Zwang zur Beteiligung und endlich das Beginnen mit kleinen, kaum abzuschlagenden Forderungen und der Steigerung der Ansprüche mit dem Grad der bereits vollzogenen Kollaboration. In diesem Sinne spricht auch Dr. Keltsch anläßlich seiner Anhörung als Sachverständiger in der 13. Sitzung des Ausschusses für Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages vom 9. Oktober 1991 davon, daß bei dem Antragsteller durch die Verwendung des sogenannten "E-Meters" (Hautwiderstandsmesser) im Rahmen des Auditing und durch den Einsatz von Belohnung und Strafe ständig eine "effektive operante Konditionierung" der Mitglieder von Scientology stattfinde. ...Es gibt eine große Zahl von neuen Begriffen, die oft geschaffen wurden, um den Begriff der Gehirnwäsche zu vermeiden. Keiner ist allgemein verständlich. Keiner hat sich durchgesetzt.
Dies läßt es als vertretbar erscheinen, in einem umgangssprachlichen Sinne von "Gehirnwäsche" zu sprechen."
Psychischer Zwang findet auch anderswo
statt.
Die amerikanische Psychologie-Professorin
Margaret Thaler Singer:
"Ich habe so oft erklären müssen,
warum das United States Marine Corps keine Sekte ist, daß ich eine
Liste der Unterschiede aufgestellt habe ..." (Seiten 129 und 132).
Buchtip: Margaret Thaler Singer und Janja Lalich:Bereits der erste Satz der zweiseitigen Liste verdeutlicht den Unterschied:
Sekten. Wie Menschen ihre Freiheit verlieren und wiedergewinnen können. Auer-Verlag 1997
Der Kunde der Scientology-Organisation
hingegen weiß beim ersten Kontakt oft genug nichts:
Er weiß nichts über die Organisation.
Er weiß nichts über deren Ziele.
Er weiß nichts über die Ziele
der Behandlung.
Er wird vielmehr oft von Anfang an getäuscht.
"Der Patient sitzt auf einem bequemen Stuhl mit Armstützen oder liegt auf einer Couch in einem ruhigen, vor Störungen durch unerwünschte Sinnesreize möglichst abgeschirmten Zimmer. Der Auditor fordert ihn auf, zur Decke zu blicken. Der Auditor sagt: "Wenn ich von eins bis sieben zähle, werden dir die Augen zufallen." Dann zählt der Auditor von eins bis sieben und fährt ruhig und freundlich mit den Zählen fort, bis der Patient die Augen schließt. Bei optimaler Reverie wird ein Zittern der Augenlider zu bemerken sein".
"Das ist die ganze Routine. ... Dies ist keine Hypnose".
(Aus: L. Ron Hubbard: DIANETIK Copyright 1990 Seite 249)
"Obwohl in "Dianetics" behauptet wird, dass Hypnose der dianetischen Therpie zuwiderlaufe, wird ein Verfahren beschrieben und mit der Bezeichnung "Reverie" versehen, welches unzweifelhaft Hypnose-Bestandsteile enthält:Vgl. auch: Margaret Thaler Singer: Sekten.
Die aufeinanderfolgenden Schritte in der Hypnose, wiefinden sich in der mit "Reverie" bezeichneten Technik der Scientologen wieder. Die Ähnlichkeiten mit der ärztlichen Hypnose sind geradezu verblüffend".
- das Fixieren der Augen
- das monotone Wiederholen formelhafter Sätze bis zum Eintritt des hypnotischen Zustandes
- das Gespräch (?) mit dem in seinen Emotionen und Empfindungen Regredierten
- die ggf. sich anschließende Suggestion bis hin zur Rücknahme des hypnotischen Zustandes durch eine schon bei der Einleitung angegebene Formel
(Aus: Nervenklinik der Universität München Psychiatrische Klinik und Poliklinik
Direktor: Prof. Dr. H. Hippius Forensisch-psychatrische Abteilung
Abteilungsvorsteher: Prof. Dr. W. Mende, Gutachten Dr. Nedopil vom 21.12.1884)
"Die weiteren Verfahren, insbesondere das Auditing mit dem E-Meter wird von den Scientologen als therapeutische Maßnahme angeboten. Als solche wird es auch von den Betroffenen aufgefasst. Die scientologische Literatur enthält ebenfalls konkrete Handlungshinweise für therapeutisches Vorgehen.Diese therapeutischen Verfahren, auch der sog. Kommunikationskurs und das sog. Reinigungsrundown bergen Nebenwirkungen und Risiken in sich und haben ihre Kontraindikationen. L.R. HUBBARD weist gelegentlich auch selbst auf Nebenwirkungen und Risiken hin (s. z.B. S.36 des Gutachtens).
Um die Nebenwirkungen und Risiken zu erkennen und fachgerecht zu behandeln, bedarf es einer medizinisch-psychologisch-psychotherapeutischen Ausbildung (Seite 52)".
Die solchermassen unlauter Angeworbenen
werden veranlasst, einen Persönlichkeitstest zu absolvieren, auch
als Oxford Capacity Analayse bezeichnet. Es spricht viel dafür, daß
dieser Persönlichkeitstest auf Täuschung der Probanden angelegt
ist. Es sind 200 Fragen zu beantworten. Die angebliche Auswertung wird
auf einem Diagramm dargestellt. Ich habe hunderte solcher Auswertungen
gesehen. Fast immer folgten diese demselben Muster.
Anfangs geht die Kurve mal rauf und mal
runter.
Am Ende aber geht sie praktisch immer
nach unten.
Das ist der Bereich der zwischenmenschlichen
Kommuniaktion.
Daraufhin wird dringender Behandlungsbedarf
diagnostiziert.
Angeboten wird meist der Kommunikationskurs.
Es besteht der Verdacht, daß entweder
der Test schon so angelegt ist, oder daß die Auswertung manipuliert
wird, so daß in einer großen Zahl von Fällen Behandlungsbedarf
bei zwischenmenschlicher Kommunikation diagnostiziert wird. Nachprüfbar
ist das nicht.
Die folgende Diagnose bestätigt diese Annahme:
"Ein niedriger Punkt auf der rechten Seite der Kurve bedeutet, daß der PC verrückt ist" (HCOB 19.12.79 in BA Seite 363).Der Gutachter (Seite 48):
"In der uns zugänglichen Literatur sind wissenschaftliche Kontrolluntersuchungen und Überprüfungen, die es für andere Fragebogen-Tests gibt, nicht auffindbar".
Der Gutachter (Seite 51):
"Die Aussage "Sie sind ein potentieller Selbstmordkandidat" - sie wurde in zwei Fällen berichtet - ist aufgrund eines Testes nicht möglich. Sie war in beiden Fällen sachlich falsch.
Eine solche Aussage stellt jedoch für labile Persönlichkeiten eine Bedrohung dar. Eine solche Bedrohung, die ohne Absicherung ausgesprochen wird, bedeutet für die betroffene Person eine Gefährdung, insbesondere dann, wenn weder zwischenmenschliche noch therapeutische Bindungen bestehen. Sie ist weder aus psychotherapeutischer Intention noch allgemein psychologisch vertretbar".
Der Gutachter (Seite 51):
"Durch die unzureichende (oder bewußt falsche) Interpretation des Oxford-Persönlichkeits-Fragebogens ist es bei drei der Probanden zu einer psychischen Labilisierung gekommen.
Diese führte zu den von den Scientologen angestrebten Vertragsabschlüssen."
Der Kurs besteht aus "Trainings".
Wichtigstes Training: TR 0.
Gelernt wird: Der starre Blick.
Dazu aus meinem Artikel: AGPF
AKTUELL I/88 vom 10.3.88
PSYCHOTECHNIK: DER STARRE BLICK (Ingo Heinemann, 1988)Bei Scientologen ist es die Übung Nr. 1 ("TR 0"): Sein Gegenüber einfach nur anzustarren. Dies wird hart trainiert, jedes Blinzeln bestraft. Auch verbalen Angriffen und Beleidigungen muß der "Student" gewachsen sein ("TR 0 mit Reizen", "Stierhetze"). Zahllose Familienangehörige kennen das: Der Scientologe sitzt mit starrem Blick da und reagiert auf nichts. Scientology behauptet, diese Fähigkeit diene der verbesserten Kommunikation.
Dahinter scheint mehr zu stecken, als nur antrainierte Leidensfähigkeit. Möglichweise dient auch diese Technik der "Erzeugung abnormer Wachbewußtseinszustände", welche die Staatsanwaltschaft München (115 Js4298/84) der Sekte vorwirft. Die STA zitiert aus einem Gutachten:
"Die Technik des bei der 'Konfrontation' stundenlang Sich-ungerührt-in-die-Augen-schauens entspricht einem Reizentzug, wie er z.B. auch bei der Hypnose stattfindet (STOCKMEYER, 1984)" (STA 5.60).
Wohl deshalb hat der US-Professor BENSON diese Technik schon 1971 als Hilfsmittel für seine Entspannungstechnik empfohlen (nachdem er die Transzendentale Meditation als überflüssig erkannt hatte, vgl. AGPF AKTUELL IV/87).
Die Zeitschrift ESOTERA (5/87) berichtet über eine Technik der "Seelenschau": "Arbeiten Sie jedoch mit dem starren Blick, dann wird durch das Fixieren eines Objektes von selbst eine Bewußtseinsverschiebung erzeugt.... Das Bewußtsein wird auf sich selbst zurückgeworfen; es wendet sich nach innen und verbindet sich mit dem Selbst". ESOTERA beschreibt schwelgerisch, daß man sich mit dieser Technik "zu der Ebene des höheren Selbst erheben" könne, "wo Namen und Gestalten zu einem größeren Muster verschmelzen, das wir als Energie und Licht erfahren können".
Scientology behauptet, eine Art Verhaltenstraining anzubieten. Tatsächlich wird eine bewußtseinsverändernde Technik angewandt und zwar ohne Wissen und Wollen des Betroffenen. So wird leichter verständlich, warum Ehemalige die Scientology-Behandlung im Nachhinein als Gehirnwäsche empfinden. Juristisch dürfte es sich um "Gewalt" im Sinne einer Nötigung handeln.
Jetzt geben sie diesen Betrag für
eine Quittung hin,
auf der wenig mehr steht, als ein unverständliches
Kürzel.
Keine genaue Bezeichnung dessen, was gekauft
wurde.
Keine Beschreibung. Keine Dauer.
"* Clear: Der Name kommt von einem Vergleich zwischen dem Mind und einer Rechenmaschine. Wenn Sie auf einer Rechenmaschine die "Clear"-Taste (Löschtaste) drücken, werden alle verborgenen Antworten in der Maschine gelöscht, und die Maschine kann für eine richtige Berechnung verwendet werden. Solange diese Taste nicht gedrückt wird, fügt die Maschine alle alten Antworten den neuen Rechnungen hinzu, und es entstehen falsche Antworten.Clears sind Wesen, die von falschen oder nutzlosen Antworten befreit sind, die sie vom Leben oder Denken abhalten würden" (Hubbard: Haben Sie vor diesem Leben gelebt? 1979, S. 60).
"Sein Magengeschwür stammte von einem Abtreibungsversuch. Sein*************************************
Vater ... hatte den Fötus im Alter von sieben Monaten abtreiben
wollen" (Hubbard: Dianetik Aufl. 1990 Seite 453 alte Aufl. S. 424).
Das Aufspüren von Schwachstellen -
in der scientologischen Literatur als "Engramme des reaktiven Geistes"
bezeichnet-, kann zu einer ganz erheblichen Verunsicherung führen.
Gutachten v. 21.12.84 Seite 44
Eine solche Verunsicherung geschieht auch
bei der sog. aufdeckenden Psychotherapie (z.B. in der Psychoanalyse).
Aber gerade diese Labilisierungen im Rahmen aufdeckender psychotherapeutischer
Techniken bedürfen der behutsamen und
geschulten Handhabung - eine Fertigkeit, die nur während einer
langwierigen psychotherapeutischen Ausbildung
vermittelt werden kann und der Supervision eines Lehr-Therapeuten
bedarf. Zwar wird auch bei Scientology nach dem "Auditing" eine Überprüfung
des therapeutischen Prozesses durchgeführt,
aber der Supervisor ist in der Regel ebenso ein psychotherapeutischer
Laie wie der "Auditor".