Scientologen wegen der Broschüre "Hass und Propaganda" verurteilt
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1993 hat Scientology gemeinsam mit der der Tarnorganisation
MUT eine Broschüre verbreitet:
Hass und Propaganda - Sanktioniert von Medien und Behörden
Dokumentation der Hetzkampagne gegen die Scientology-Gemeinschaft
Eine Gegenüberstellung
Antireligiöse Propaganda damals und heute
Als Herausgeber wurde in der Broschüre die
in den USA ansässige Church of Scientology International bezeichnet.
Verteilt wurde die Broschüre mit einem Begleitschreiben von Lisa Goodman,
der Sprecherin der "Scientology Kirche International". Als Verteiler wurde
in der Broschüre der Verein MUT angegeben, eine von Hubert
Berrang betriebene Tarnorganisation.
Als Scientology um 1970 erste Filialen in Deutschland
eröffnete, wurde kurz darauf die Kampagne gegen mögliche Kritiker
eröffnet.
Diese diente in erster Linie dem wichtigsten Ziel,
nämlich der Abschaffung der Psychiatrie und der Errichtung eines Monopols.
Zugleich konnte man damit die zu erwartende Kritik abwehren. Dazu: Scientology
gegen Deutschland
verbreitet, die vermutlich als Fortsetzung der Broschüre "Kommt ein neuer Holocaust?" gedacht war. Titel:
In beiden wird der Eindruck erweckt, als
Die AGPF 1993 über die Broschüre
"Hass und Propaganda":
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AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit e.V., Bonn ScientoIogy-Sekte: Verleumdungs-Kampagne gegen Kritiker Am 15.2.1993 hat die Scientology-Sekte eine offenbar weltweite Medienkampagne zur systematischen Verunglimpfung ihrer Kritiker gestartet. Auf Pressekonferenzen wurde eine Broschüre mit dem Titel "Hass und Propaganda" verteilt. Kritiker werden darin den Nazi-Propagandisten gleichgestellt, die Sektenanhänger als verfolgte Minderheit. Die Presseerklärung der Sekte hängt sich bewußt an die Taten von Rechtsextremen an, spricht von "Todesopfern". Damit wird unterstellt: Die Scientology-Kritiker bereiten die Ermordung der Scientology-Anhänger vor. Das ist nicht neu. Schon 1979 wurde eine lnformationsveranstaltung in einem Rathaus als "kristallnachtähnliche Veranstaltung" und als "Pogromhetze" bezeichnet, bevor auch nur ein Wort gesagt wurde. Damals konnte die Justiz noch wenig mit derartigen Beleidigungen anfangen. Das hat sich inzwischen geändert. Wenige Tage vor dieser Pressekonferenz hat das Amtsgericht Karlsruhe einen Anhänger der Scientology-Sekte verurteilt, der die Arbeit eines Verwaltungsbeamten mit dem Vorgehen gegen die Juden in der Nazizeit verglichen hatte. Das Gericht sah darin eine schwere Beleidigung. Auch der aus München eigens angereiste Anwalt der Scientology-Sekte konnte die Verurteilung nicht mehr abwenden. Wenige Tage davor hatte die Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, Helga Solinger, Strafanzeige wegen vergleichbarer Behauptungen erstattet, gegen eine Tarnorganisation der Sekte, die "Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V.". Die Justiz wird jetzt auch zu prüfen haben, ob es sich bei einer derart organisierten Verleumdungskampagne nicht möglicherweise um organisierte Kriminalität handelt. Wohl deshalb hat eine Amerikanerin die Presseerklärung unterschrieben. Kein deutscher Anhänger der Scientology-Sekte hat seinen Namen hergegeben, als einzige deutsche Adresse wird die Scientology-Tarnorganisation MUT genannt ("Mitbürger unterstützen Toleranz"), Brennerstr. 12 in Hamburg 1, Tel. 040/2802470. Deren erster Sprecher war Hubert Berrang, Inhaber einer scientologischen "Consulting"-Firma in München und "Clear" Nr. 11609. Seine Ehefrau hat als Luise Buhl 1978 die Scientology-Tarnorganisation "Gesellschaft zur Förderung religiöser Toleranz und zwischenmenschlicher Beziehungen e.V." mit gegründet (Amtsgericht München VR 9344): "Motor dieser Gesellschaft ist Luise Buhl, als Schriftführerin bezeichnet, die tatsächlich einen Schriftwechsel von ungeheuren Ausmaßen inszeniert hat. Den Scientology-Hintergrund hat sie geschickt dadurch getarnt daß sie sich auch für andere angeblich bedrängte Minderheiten eingesetzt hat" (Heinemann: Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen, 1979, S. 104). Frau Buhl hat damals in einem Schreiben an die FDP die "dringende Bitte" geäußert, "alles zu tun um die Politiker aus diesem Konflikt herauszuhalten" (dto, S. 50). Heute lassen Politiker sich nicht mehr "heraushalten". Die von der Sekte in der Broschüre geschilderten Beispiele für angebliche Diskriminierungen sind im übrigen durchweg anonym, auch wenn sie bereits durch die Presse gingen. Ein Vergleich zeigt: Arbeitsrechtliche Konsequenzen wurden nicht etwa deshalb gezogen, weil der Scientologe Anhänger der Sekte ist. Es ging vielmehr stets darum, daß der Scientologe am Arbeitsplatz Kollegen oder gar Untergebene massiv beeinflußt, teils sogar genötigt hat, an Scientology-Kursen teilzunehmen. Das aber ist ein klarer Rechtsverstoß. 19.2.93
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