Ingo Heinemann: Scientology-Kritik
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KVPM gegen Biologische Psychiatrie
Die "Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte" ist die Kampfgruppe der Scientology-Organisation gegen die Psychiatrie. Scientology pflegt Kongresse der Psychiatrie mit Gegenveranstaltungen zu begleiten. Anläßlich des 7. Weltkongress für Biologische Psychiatrie vom 1. bis 6. Juli 2001 in Berlin hat die KVPM ein Symposium "Biologische Psychiatrie - Psychiatrie ohne Ethik!" veranstaltet und dazu auch Bundestagsabgeordnete eingeladen. Das Programm des Symposiums geht nicht auf die Besonderheiten der Biologischen Psychiatrie ein. Es werden einfach die üblichen Kampfbegriffe auf diesen Zweig der Psychiatrie übertragen. Gründungsmitglied, Galionsfigur und fachlicher Kopf der KVPM: Der amerikanische emeritierte Psychiater Professor  Thomas Szasz. Gleichzeitig wurde ein "Russell-Tribunal" durchgeführt. Das erste Tribunal dieses Namens galt 1969 dem Krieg in Vietnam und wurde von renommierten Persönlichkeiten getragen. 2001 sind Zwangseinweisungen und -behandlungen das Thema. "Vertreter der Anklage" ist Thomas Szasz. Dazu der TV-Sender 3sat : "Verteidiger sind bei diesem  'Verfahren' nicht anwesend."


Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum

Der Titel der Veranstaltung lautet "Biologische Psychiatrie - Psychiatrie ohne Ethik!"
"Ethik" bedeutet bei Scientology keineswegs dasselbe, wie im üblichen Sprachgebrauch. Vgl. dazu

Scientology versucht, Öffentlichkeit und Anhänger durch das "Redefinieren von Worten" zu beeinflussen. Dazu: Scientology-Gründer Hubbard: Die vollständige Hubbard-Anweisung HCO PL vom 5.10.71 POLITIK DURCH REDEFINITION VON WORTEN vgl. Scientologen "redefinieren" deshalb umgehend alle Begriffe, die zur Kritik an Scientology benutzt werden. So bezeichnet der KVPM-Vorstand Trepping die Psychiatrie als "destruktive Ideologie", vgl. Scientology, KVPM und das Russell-Tribunal
 

Scientology-Gründer L. Ron Hubbard bezeichnete seine "Dianetik" als "moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit" und somit als Konkurrenz zur Psychiatrie.
"Scientology" ist der ideologische Überbau, die Organisation.

Der pensionierte US-Professor Thomas Szasz ist Gründungsmitglied, Galionsfigur und fachlicher Kopf der KVPM. Er wird im Briefpapier der KVPM geführt. Sein Standpunkt ist einfach (siehe Artikel unten):

 „Geisteskrankheit existiert nicht, sie kann gar nicht existieren, da der Verstand nicht Teil des Körpers oder eines Organs ist... "
Scientology nennt diese Methode "Redefinieren von Worten".
Dazu auch: Psychomarkt - was ist das?
 


Einladung an Bundestagsabgeordnete
 

27.06.01 
Frau 
Renate Rennebach 

Sehr geehrte Frau Rennebach, 
hiermit möchte ich Sie zu unserem Symposium für Menschenrechte in der Psychiatrie einladen. 

Datum: 4. Juli 2001 
Zeit: 10:00- 16:30 Uhr 
Ort: Hotel Berlin, Lützowplatz 17, Salon 4-5 

Einzelheiten entnehmen Sie bitte beiliegendem Einladungsschreiben. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. 

Mit freundlichen Grüßen 
Bernd Trepping KVPM Präsident 



Das KVPM-Briefpapier:

Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V.
Aus Verantwortung für Menschenrechte 

BUNDESLElTUNG
80799 München Amalienstr 49a 
(0 89) 273 03 54 u. 28 98 67 05 
Fax (0 89) 28 98 67 04 
e -mail kvpm@gmx.de 

K.V.P.M.e.V. Bundesleitung Amalienstr. 49a - 80799 München 
 

Gründungsmitglied:
Dr. Thomas Szasz, Professor der Psychiatrie, emeritus 
Beiratsmitglieder:
Bernd Trepping, Präsident 
Nicola Cramer, Vizepräsidentin der K.V.P.M. Deutschland 
Volker Kubillus, Mitherausgeber des Buches "Die Männer hinter Hitler" 
Elvira Manthey Überlebende der Nazipsychiatrie * 
Wissenschaft, Medizin und Gesundheit:
Dr. Thomas Röder 
Dr. Ursula Bauer-Ditges 
Dr. Wera Maubach-Chandra 
Dr. med. Gottfried A. Lange 
Prof. Dr.- Ing. Ruscheweyh 
Dr. Philipp Sonntag 
Reinhard Danne, Arzt 
RechtsanwäIte:
Stephan Mönnighoff 
Kunst & Unterhaltung:
Enrique Ugarte 
Dr. Joachim Weber 
Peter Talkberger 
Wirtschaft:
Lawrence Aanthony 

Vereinssitz München VR 8166 Amtsgericht München 
Postbank München, Kontonummer: 86 584-804 BLZ 700 100 80 
Mitglied der Citizens Commission on Human Rights lnternational, Los Angeles, USA 
Bundesleitung in München, Büros in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, KarIsruhe, Schlüsselfeld. 
Ausland: Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Paris, Madrid, Milano, Moskau, Prag, Budapest, Zürich, Basel, Wien, Brüssel, Amsterdam, Athen 
Übersee: Republik Südafrika, Neuseeland, Australien, Japan, Vereinigte Staaten von Amerika, Kanada 
Die deutsche Kommission wurde 1972 von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet.

* Der BEZ - Bund der 'Euthanasie'-Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V. hat Elvira Manthey inzwischen ausgeschlossen

Das Programm
 

Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V.
Aus Verantwortung für Menschenrechte 
EINLADUNG
zum 
SYMPOSIUM
für Menschenrechte in der Psychiatrie
am Mittwoch, den 4.7.2001 10:00 - 17:00 
Hotel Berlin, Lützowplatz 17, Salon 4-5 

Biologische Psychiatrie - Psychiatrie ohne Ethik!
 

  • Wie viele Kinder werden von der Psychiatrie mit Psychodrogen ruhiggestellt?
  • Wie einfach ist es mittels unwissenschaftlicher psychiatrischer Gutachten Kinder - und Erwachsene - aus ihrem Umfeld zu reißen?
  • Psychiatrie & Psychodrogen: Ein Multi-Milliarden DM Geschäft?


Betroffene, Experten; Arzte, Rechtsanwälte und Menschenrechtler haben sich im Hotel Berlin zu einem Symposium eingefunden, um die Öffentlichkeit über die Fakten und zerstörerischen Resultate der Biologischen Psychiatrie zu informieren. Anlass ist der VII. Weltkongress der Biologischen Psychiatrie, der vom 1.-6.7.2001 in Berlin stattfindet, bei dem die Psychiatrie mittels ihrer eigens dafür engagierte PR Firma wieder für mehr Gelder, Akzeptanz und noch weniger Kontrollen der Psychiatrie Lobbyarbeit leistet. 

Der Beirat der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. (KVPM) führt durch die Veranstaltung. Gastsprecher sind u.a.: 
 

  • Insulin- und Elektroschocks und ihre schwerwiegenden Folgen 

  • Herr Deisenhofer, ein Uberlebender berichtet 
  • Eine schockierende Chronik der Kinderpsychiatrie aus der Nazizeit 

  • Frau Manthey, die letzte Überlebende der Nazi-Psychiatrie 
  • Ein Schlaglicht auf Zustände in der heutigen Kinderpsychiatrie. 

  • Familie Erfurt, betroffene Eltern berichten 
  • Wie ein Willkürgutachten einer Psychotherapeutin zum Kindesentzug führte 

  • Familie Witten, betroffene Eltern 
  • "HoI mich hier schnell raus. Die bringen mich um“ 

  • Rechtsanwältin berichtet über Tod ihrer Tochter in der Psychiatrie


Weitere Gastredner aus den Bereichen Medizin und Recht sowie Menschenrechtler aus dem Vorstand der KVPM werden die Situation der Biologischen Psychiatrie in Deutschland mit hilfe von Statistiken, Studien, Gerichtsurteilen etc. beleuchten und Vorschläge für Reformen diskutieren. 
 

V.i.S.P.: Bernd Trepping c/o KVPM e.V., Amalienstraße 49a, 80997 München 
Die deutsche Kommission wurde 1972 von Mitgliedern der Scientotogy Kirche gegründet. 
 

Pressemitteilung MdB Renate Rennebach
 
 
Pressemitteilung MdB Renate Rennebach
02.07.2001 

Unterorganisation von Scientology tagt im Hotel Berlin 

Anlässlich eines am 04. Juli 2001 geplanten "Symposiums" der "Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e. V." (KVPM) zum Thema "Biologische Psychiatrie - Psychiatrie ohne Ethik" im Hotel Berlin (Lützowplatz 17, 10 Uhr) erklärt die Berliner Bundestagsabgeordnete und sektenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Renate Rennebach: 

Bei der KVPM handelt es sich um eine Unterorganisation der demokratiefeindlichen und stark autoritär geprägten Sekte Scientology, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. 

Die Organisation hat sich einen äußerst aggressiven und bedingungslosen Kampf gegen die Psychiatrie zum Programm gemacht. 
Der Grund: Scientology betrachtet Psychologen und Psychiater als einer ihrer Hauptkonkurrenten, da diese am ehesten in der Lage sind, fundierte Kritik gegen die ominösen Psychopraktiken der Sekte zu formulieren. 

Von einer ernsthaften Beschäftigung mit aktuellen Problemen der Psychiatrie auf Veranstaltungen von KVPM kann daher nicht die Rede sein. 
Stattdessen wird ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema für das  eigennützige Ziel der aggressiven Bekämpfung von Kritikern instrumentalisiert. 

Ich kann somit nur alle Berlinerinnen und Berliner auffordern, dieser Veranstaltung fernzubleiben. 
 


 
 
 
Aus der Scientology-Zeitung "Der Freiheitsspiegel" Nr. 42, 1989


Dr. Thomas Szasz -
Ein Psychiater über die Psychiatrie
 Von wichtigen Intellektuellen unserer Zeit wurde er als einer der größten Verfechter menschlicher Freiheit dieses Jahrhunderts bezeichnet und als ausgesprochener Bilderstürmer ist er der wohl bekannteste Psychiatriekritiker weit und breit. Er hat bisher 19 Bücher veröffentlicht, darunter sein „Geisteskrankheit - ein moderner Mythos?", sowie Standardwerke wie „Gesetz, Freiheit und Psychiatrie" (1963), „Psychiatrische Justiz" (1965), „Ideologie und Geisteskrankheit" (1970), „Der therapeutische Staat" (1984) und er hat weit über 500 Artikel publiziert.
Selbst seine Kritiker sprechen ihm Größe nicht ab. Einer von ihnen, der britische Psychiater Sir Martin Roth bezeichnete ihn als wahren Kämpfer für die Freiheit, die Rechte und die Verantwortung von Psychiatriepatienten. Angesichts der Schriften von Dr. Thomas Szasz wandelte sich die Einstellung der Gesetzgeber und des Rechtsstandes in Bezug auf die Psychiatrie und zum Wesen geistiger Störungen.
Szasz ist führend in der Aufdeckung psychiatrischer Scheinheiligkeit und krimineller Maschenschaften und begonnen hat er das mit dem Angriff auf den zentralen Punkt des psychiatrischen Establishments - den Begriff der „Geisteskrankheit" selbst. Szasz zeigt auf wie dieser oft mißbrauchte Ausdruck unser Verstehen des men-menschlichen Handelns auf ein falsches Gleis führt, und durch dessen Anwendung die Entmenschlichung des Individuums erst möglich wird. Szasz zeigt auf, daß der Begriff „Gei-steskrankhei" eine psychiatrische Erfindung ist, die zu nichts anderem dient, als eine Gesellschaft zu versklaven und zu kontrollieren.
Szasz dazu: „Demgemäß habe ich die zwei Säulen, auf denen die institutionelle Psychiatrie ruht, vehement angegriffen: die Bindung an das öffentliche Leben und die Verteidigung des Begriffes der Geisteskrankheit".
Er hat die Verstöße psychiatrischen Handelns in ihren verschiedenen Formen aufgezeigt - die der erzwungenen Vergabe von Psychodrogen, den Elektroschock und die Anwendung psychochirurgischer Eingriffe in das Gehirn. Sie sind symptomatisch für die Psychiatrie in Deutschland als auch der USA, der UDSSR oder sonstwo in der Welt. Szasz tritt vehement dafür ein, daß unschuldige Personen ihre Freiheit behalten dürfen, auch wenn ihr Verhalten andere verärgert. „Individuen, die straffällig geworden sind, verdienen ihre Strafe und dürfen nicht durch das fiktive Konzept geistiger Krankheit für ihre kriminelle Handlung entschuldigt werden, noch sollte solchen Kriminellen es möglich sein in psychiatrischen Anstalten unterzukommen, anstatt eine Gefängnisstrafe abzubüßen", sagt Szasz.

Für Szasz gibt es eine klare Trennung zwischen der Medizin und Psychiatrie. Für ihn ruht die ehrliche, würdige Medizin auf den moralischen und rechtlichen Grundsätzen, daß der Mensch ein Recht hat, eine Behandlungsmethode zu verweigern. In der Medizin hat der Patient das Recht, die Behandlung abzulehnen, selbst wenn die Behandlung zum sicheren Ergebnis der Heilung führt und effektiv ist. „Das ist aber in der Psychiatrie keineswegs der Fall - hier gibt es keine wirkliche Therapie und das, was man dort so nennt, ist brutal, gefährlich und schädigend.

Im Laufe der Jahre hat Dr. Szasz viele Reisen unternommen und ist Berater und Mitglied der „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V.", die auch in München von der Scientology Kirche unterstützt wird.

Szasz sagt klipp und klar: „Geisteskrankheit existiert nicht, sie kann gar nicht existieren, da der Verstand nicht Teil des Körpers oder eines Organs ist... und wenn ich das feststelle, daß Geisteskrankheit ein Mythos ist, so gebe ich doch zu, daß es gewisse Streßphänomene gibt. DerGlaube an Geisteskrankheiten in unserer Gesellschaft verhindert jedoch das Verstehen und die Akzeptanz dieser Verhaltensweisen, die als „geisteskrank" gebrandmarkt werden... unzweifelhaft existieren persönliches Mißgeschick und soziale Unruhe, Aggression und Leiden. Sie sind jedoch keine Krankheiten. Sie als Krankheiten zu bezeichnen, heißt unsere Integrität, Verantwortung und Freiheit einer großen Gefahr auszusetzen". Dazu dürfen wir es nicht kommen lassen.
Konstantin Milenkovic
 


 



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