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Scientology-Chef David Miscavige
liess im IAS-Magazin Impact Nr. 115/2006 verkünden, die "Ehrenamtlichen
Scientology Geistlichen" seien "die größte Katastrophenhilfsorganisation
der Erde".
Denn: "Seit dem Aufruf aufzuwachen
halfen wir mehr als 6 Millionen Menschen".
Beweis: Fehlanzeige.
Mit dem "Aufruf aufzuwachen"
ist das Terror-Attentat in New York vom 11.9.2001 gemeint.
Damals hatte Scientology
erstmals die Werbewirksamkeit seiner gelben Auditoren-Truppe erkannt, wenn
diese als Katastrophenhelfer auftreten. Mehr dazu unter
Anwerbung durch "Opfer-Kontakt" ("Casualty Contact").
Ursprünglich war diese Methode zur Werbung in Krankenhäusern gedacht. Unter Verwendung seines Geistichen-Ausweises soll der Auditor sich in ein "nichtsekten"-Krankenhaus drängeln, bevorzugt die Stationen für Unfall oder Geburt.
Die Katastrophen-Werbung dient zusätzlich auch der Öffentlichkeitsarbeit, also der Werbung für die Organisation. Die Methode ist dieselbe.
Hier einige der Quellen:
Scientology "heilt" Opfer in Haiti durch Handauflegen Die Presse (Wien) 23.1.2010 und Der Standard (Wien) 24.1.2010
Am 26.12.2004 erzeugte ein
Seebeben vor Sumatra eine Flutwelle. Die Küsten am Indischen
Ozean wurden verwüstet. Es gab über 150.000 Todesopfer und Millionen
Obdachloser.
Derselbe Scientologen-Bus mal in Indien, mal in Indonesien
Als Beweis für die Hilfe
der "ehrenamtlichen Geistlichen" wurde kurz darauf ein Bild mit einem Reisebus
und einem Werbeplakat davor verbreitet. Aufschrift: "Scientology Tsunami
Hilfe Team".
Nach den Bildbeschreibungen
befand der Bus sich einmal unterwegs in Indonesien, einmal in Indien.
Dazwischen der indische
Ozean oder einige Tausend Kilometer Landweg.
| Der Bus angeblich in Indonesien: | Der Bus angeblich in Indien: |
![]() |
![]() |
| Bild aus der Website
www.volunteerministers.org/eng/news/
Bildbeschreibung: "January 5, 2005: Over 200 Scientology Volunteer Ministers are actively helping in disaster locations and a team, having received permission, is now en route to the ground zero of the disaster at Aceh in Indonesia." |
Bild aus der Website
www.gdnews.blogspot.com
Bildbeschreibung:
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| Bild-Legenden lenken
vom eigentlichen Inhalt des Bildes ab:
Zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit wird hier behauptet, das Team habe gerade die Erlaubnis erhalten. Das Ziel der Reise wird als "Ground Zero (>>) der Katastrophe" bezeichnet. |
Zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit heisst es hier, das Bild zeige eine Gruppe buddhistischer Mönche, welche die Scientology-Techniken gelernt haben und anwenden. |
Zum Thema auch: Falschbilder
Ob hier nur die Legende
gefälscht wurde oder auch das Bild, muss offen bleiben.
Das Bild jedenfalls könnte
an beliebiger Stelle aufgenommen worden sein.
Solche Spruchbänder
kann man per Computer versenden und herstellen.
Im Übrigen: "Buddhistischer
Mönch" kann sich jeder nennen. Zu sehen sind lediglich uniform gekleidete
Leute mit geschorenen Köpfen.
Schweizer Scientologe informiert Indien
Ein Bericht aus Indien zeigt,
wie solche angeblichen Hilfsaktionen zu weltweiten Werbekampagnen ausgenutzt
werden.
Der Text der indischen Agenturmeldung
stimmt in ganzen Absätzen überein mit einem Text aus einer Scientology-Website:
http://www.scientology.org/en_US/news-media/briefing/2005/vm/tsunamiupdate/050105.html
Jürg Stettler
hat also im Wesentlichen einen Internet-Text der Scientology-Zentrale an
die Nachrichtenagentur gemailt.
| Die indische Nachrichtengentur
ANI berichtete am 7.1.2005:
Jürg Stettler von der Scientology Kirche Schweiz habe sich per E-Mail bei ihr gemeldet (Bericht rechts). Stettler ist langjähriger Scientology- Multifunktionär (Fundstellen in dieser Website hier und in www.AGPF.de). Er habe über die Hilfsaktion von Scietology berichtet. Überwiegend scheint die E-Mail allerdings Werbung für die Scientology-Organisation enthalten zu haben. Die Kirche biete seit 1977 ganzjährig geistliche Hilfe durch Freiwillige zwecks Lebensbewältigung. Ehrenamtliche Geistliche hätten bereits weltweit Hilfe geleistet hätten, so
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http://www.webindia123.com/news/showdetails.asp?id=58909&cat=India
Church of Scientology calls for tsunami relief Amritsar, January 7, 2005 The Church of Scientology is calling its thousands of volunteers to help bring aid to the four major disaster areas of Indonesia, Thailand, India and Sri Lanka as part of ongoing relief efforts for victims of the worst Tsunami in recorded history. This information has been received by ANI through an email from Jürg Stettler of the Church in Switzerland on Friday. In this press release Jürg Stettler, who is co-ordinating the actions for his country with other countries, said that hundreds of volunteer ministers have already been dispatched to these Tsunami disaster sites and they are working in close co-ordination with local authorities and other aid-organisations. In disaster situations the main tools of the Volunteers Minister are Scientology Assists and organisational skills. Scientology assists are applied after basic first aid and help a person recover spiritually from shock, trauma and exhaustion and these have also been seen to dramatically benefit physical healing, said Jürg Stettler. He said that they have been receiving reports from our volunteers in these areas is that there is total devastation comparable to a nuclear bombing, with absolutely nothing left. While giving details of the organisation, Stettler said that the church's program is a year round voluntary activity implemented in 1977 to bring spiritual relief and succour to anyone coping with the struggles of life. He said the Church trains volunteers in a variety of skills, ranging from helping children and resolving conflicts, to dealing with dangerous environments, providing spiritual assistance for illness and injuries, organisational skills and ethics. He informed that volunteer ministers have contributed to relief efforts around the world, including the 1992 civil disorder and 1994 earthquake in Los Angeles, earthquakes in Japan, Indonesia and Russia, fires in California, Arizona and Sydney, Australia, the Oklahoma City bombing; 911 in New York 2001; the 2002 Moscow theater hostage; and recently, the hurricane struck areas of Florida. (ANI) |
Als Hilfeleistung getarnte
Mitgliederwerbung führt zu Einschränkungen für Sekten
| Russland
aktuell vom 25.10.04
Scientology-Mitarbeiter aus Beslan ausgewiesen Moskau. In Nordossetien haben die Behörden Scientology jegliche Aktivitäten auf dem Territorium der Kaukasus-Teilrepublik verboten. Über 20 Mitarbeiter der Organisation wurden Medienberichten vom Freitag zufolge von der Polizei vorgeladen und aufgefordert, die Republik innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Nach dem Geiseldrama von Beslan hatte die Sekte eine Missionskampagne in der Region gestartet. Nach Angaben des nordossetischen Innenministeriums habe Scientology nicht über die nötigen Lizenzen für ihre Tätigkeit verfügt. Die ossetischen Gesundheitsbehörden hatten vor knapp zwei Wochen ein Ende der Scientology-Aktivitäten gefordert. Die Aktivitäten von Scientology, der "Zeugen Jehovas" und ähnlicher Organisationen stellten unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe in Wirklichkeit eine Bedrohung besonders für Kinder und Jugendliche dar, hieß es. Mitarbeiter von Scientology hatten die Einwohner von Beslan in ein Zentrum für psychologische Hilfe eingeladen und Literatur vertrieben. Bei dem Terroristenüberfall auf eine Schule der Stadt waren Anfang September über 300 Menschen umgekommen. |
russlandonline.RU
vom 5.11.04
Kinder von Beslan werden vor Sektanten geschützt Nordossetien ist zur ersten russischen Region geworden, in der die Aktivitäten von Missionaren nichttraditioneller Religionen unter eine strenge staatliche Kontrolle genommen wird. Wie Stanislaw Kessajew, stellvertretender Parlamentschef Nordossetiens, am Donnerstag gegenüber der "Wremja nowostej" mitteilte, "muss ein jeder Missionar, der seine Aktivitäten auf dem Territorium unserer Republik betreiben will, von jetzt an alle notwendigen Dokumente und Genehmigungen bei sich haben, die seine Vollmachten und Kompetenzen bestätigen würden". Außerdem seien "die Orte gesetzlich bestimmt, wo die genehmigten Missionarsaktivitäten zugelassen sind". Alina Lewizkaja, Bildungsministerin Nordossetiens, begründete die Notwendigkeit eines solchen Dokumentes damit, dass die Aktivitäten verschiedener totalitärer Sekten nach der Geiselnahme in Beslan zugenommen hätten. Buchstäblich wenige Tage nach den tragischen Ereignissen erhielten die Rechtsschutzorgane Beschwerden von Psychologen sowie von Mitarbeitern des Gesundheits- und des Bildungsministeriums der Republik sowie von Einwohnern Beslans über Aktivitäten von Sektanten, in erster Linie von Scientologen. "Die Missionare nutzten den äußerst schweren Zustand der Menschen aus und betrieben eine Anwerbung in ihre Reihen, was sie als eine psychologische Hilfeleistung zu tarnen versuchten", so Lewizkaja. "Dies ist absolut unzulässig, was dadurch den Betroffenen, insbesondere Kindern, ein psychologischer Schaden zugefügt wird. Wir haben alle nur möglichen Maßnahmen getroffen, um die Verwandten und Angehörigen der Toten vor solchen Kontakten zu schützen. In erster Linie forderten wir die Scientologen auf, Beslan zu verlassen." Der Pressedienst des Innenministeriums Nordossetiens teilte mit, dass es für die Rechtsschutzorgane nach der Annahme des neuen Gesetzes leichter sein wird, die Aktivitäten auch anderer religiöser Sekten zu neutralisieren, die ebenfalls auf dem Territorium der Republik operieren. Es handle sich unter anderem um Jehovas Zeugen und Krishnaiten. |
Scientologen beim Amoklauf von Erfurt
Am 26.4.2002 hat 19-jährige
frühere Schüler Robert Steinhäuser im Gutenberg-Gymnasium
zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen
Polizisten erschossen. Danach
brachte er sich selbst um. Vgl. auch
http://www.Ingo-Heinemann.de/Ritalin.htm#Amok
Scientology
und der Amoklauf von Erfurt
| Tages-Anzeiger; 2002-05-13
Kehrseite Scientologen als Krisenhelfer Nach dem Massaker von Erfurt spielen sich Scientologen als Helfer und Berater auf. Eine neue Missionstaktik. Von Hugo Stamm Das Drama am Gutenberg-Gymnasium von Erfurt war der ideale Rahmen für Scientologen, ihre neue Missionsmasche zu erproben. Obwohl die Hubbard-Jünger sonst kaum in Thüringen aktiv sind, tauchten sie plötzlich an der Schule, beim Rathaus und am Domplatz von Erfurt auf, wie die «Thüringer Allgemeine» berichtete. Die Scientologen, die sich Volunteer Ministers nennen, versuchten, mit den trauernden Erfurtern ins Gespräch zu kommen. Ausserdem drückten sie ihnen die Broschüre «Leitfaden zum besseren Leben, der auf gesundem Menschenverstand beruht» in die Hand. Dieser enthält banale Lebensweisheiten des Scientology-Gründers, in denen die Anhänger den Schlüssel zur Bewältigung vieler Probleme sehen. Um den seelsorgerischen Charakter zu unterstreichen, treten die Katastrophenhelfer als «ehrenamtliche Geistliche» auf. Dies ist besonders pikant, weil Scientology sich offiziell nicht mit der Frage nach Gott befasst. Dass es sich bei den «Geistlichen» um Scientologen handelt, ist nur schwer ersichtlich. Einzig im klein Gedruckten erscheint der Name Hubbard. Die Präsenz der Scientologen in Erfurt überrascht Szenekenner nicht. In letzter Zeit tauchendie «ehrenamtlichen Geistlichen» nämlich überall dort auf, wo sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Medien konzentriert. So waren sie am «Ground Zero» zur Stelle, beim Massaker in Zug oder beim Crossair-Absturz bei Bassersdorf. Und selbst am 1.-Mai-Umzug in Zürich marschierten Volunteer Ministers in ihren gelben Shirts mit und verteilten die Hubbard-Broschüre «Der Weg zum Glücklichsein» und die Scientology-Zeitung «Freiheit». Bei der Nachdemo machten sich die Scientologen allerdings aus dem Staub. Dabei hätten sich die selbst ernannten Katastrophenhelfer bei der Strassenschlacht nützlich machen können, denn mehrere Polizisten und Demonstranten wurden verletzt und brauchten Hilfe. Die Scientologen propagieren nämlich so genannte Assists oder Beistände. Es handelt sich dabei um eine banale Art des Handauflegens, das wahre Wunder wirken soll. So kursiert in Scientology-Kreisen zurzeit die Geschichte der «ehrenamtlichen Geistlichen» Lorraine Baritz aus Boston. Der 13-jährige Sohn ihrer Freundin sei nach einem Motorradunfall im Koma gelegen. Nachdem Baritz dem Knaben mit einem Assist geholfen habe, sei er aus dem Koma erwacht. Das Gleiche soll wenige Tage später auch bei einem Säugling funktioniert haben. Baritz sagte dazu, sie wisse, dass sie die Fähigkeit habe, «allen zu helfen, egal, wie hoffnungslos die Situation erscheinen mag». |
| Thüringer Allgemeine
vom 7.5.02
Die Menschenfänger Von Eberhardt PFEIFFER Auf der Suche nach Trost wurde in der vergangenen Woche vielen Erfurtern eine Broschüre angeboten, die den "Weg zum Glücklichsein" versprach. Für den Laien kaum erkennbar: Hinter dem Büchlein steckt die Scientology-Sekte. Neben dem Blumenmeer am Erfurter Gutenberg-Gymnasium stand in der vergangenen Woche häufig ein netter junger Mann mit Rasta-Locken und einer Tasche. Unaufdringlich bot er Menschen in seiner Umgebung ein Gespräch an über die schwierige Situation. Auf dem Weg in die Zukunft könne vielleicht ein kleines Heftchen helfen, ein "Leitfaden zum besseren Leben, der auf gesundem Menschenverstand beruht", so der Titel. Verantwortlich für die Publikation zeichnet der Verein "Der Weg zum Glücklichsein". Angegeben ist eine dänische Adresse. Das Heft war nach der Katastrophe meist dort zu haben, wo sich viele Menschen versammelten. Offenbar schwärmten die Helfer generalstabsmäßig aus. Schule, Rathaus, Domplatz. Im Impressum wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass das Vertreiben des Buches "Regierungsbehörden und deren Angestellten gestattet" sei, "da es keine religiöse Aktivität ist." Über den Weg zum Glücklichsein wurden vor Monaten bereits andere Katastrophenopfer belehrt. Nach dem 11. September in New York, direkt am "Ground Zero", verteilten "ehrenamtliche Geistliche" das Büchlein an Feuerwehrleute. Die Organisatoren rühmten sich damals der Erlaubnis, neben Polizei, Feuerwehr und Mitarbeitern des Roten Kreuzes in den Bereich rund um das World Trade Center zu dürfen. Absender der Erklärung war die Scientology-Sekte. Für den Verfassungsschutz ist das Auftauchen von Scientologen weder in New York noch in Erfurt eine Überraschung. Ein Stuttgarter Experte kommentierte das New Yorker Engagement so: "Angst und Unsicherheit sind bevorzugte Angriffspunkte." Wolfgang Herbrand, Sprecher des Thüringer Innenministeriums, spricht von einem "Riesenmarkt", den sich natürlich auch selbsternannte Heilsbringer nach den Erfurter Ereignissen nicht entgehen lassen konnten. Dabei sind die Aktivitäten von Scientology in Thüringen nach Erkenntnissen des hiesigen Verfassungsschutzes gegenüber den alten Ländern bisher eher zurückhaltend. Sie gehen über den gelegentlichen Versand von Zeitschriften, Magazinen oder Büchern an Privatpersonen, Rathäuser oder Polizeidienststellen kaum hinaus. Niederlassungen soll es im Freistaat noch nicht geben. Ob sich das durch die jüngste Verteil-Aktion ändert, sei noch nicht klar, meint das Innenministerium. Aber auch die deutsche Broschüre lässt sich klar einer der Unterorganisationen von Scientology zuordnen, der "Association for better living and education". Ziel dieser 1988 gegründeten Vereinigung ist es, in "gesellschaftlichen und sozialen Bereichen Verbesserung der individuellen Lebenssituation herbeizuführen". Nach Scientology-Verständnis. Dazu zählen sowohl Nachhilfeunterricht als auch Anti-Drogen-Programme. Wer sich darauf einlässt, spürt früher oder später, was nach Aussage von Opfern Scientology wirklich von seinen Jüngern will: viel Geld und Gehorsam. Der Inhalt des kleinen Heftes gibt sich unverfänglich. Lebensregeln, an den zehn Geboten orientiert ("Du sollst nicht töten"), hygienische Fragen ("Sie sollten sich ihre Zähne machen lassen"). Dazu kleine Tipps, wie man Erfolg haben kann, ohne dabei die Menschlichkeit zu vernachlässigen. Nur: Der Text stammt aus der Feder des großen Scientology-Meisters L. Ron Hubbard. Die Publikation ist nicht im üblichen Sekten-Deutsch gehalten. Es handele sich mehr um eine "Einstiegsdroge", sagen Experten. Der Leser soll mit dem Verein "Der Weg zum Glücklichsein" etwas Positives in Verbindung bringen, damit beim nächsten Mal die Kontaktaufnahme leichter falle. Ob es ein nächstes Mal in Erfurt gibt, bleibt abzuwarten. Mit den Übertragungswagen und Touristenpulks verschwanden offenbar auch viele der so freundlichen Verteiler wieder aus der Landeshauptstadt. Nur eine sehr gut deutsch sprechende ältere Dame soll gestern noch mit ihren kleinen Büchern vor dem Erfurter Rathaus gesehen worden sein. |
Scientology nutzt Terror-Anschlag in New York vom 11.9.2001 zu Werbezwecken aus
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit weist die Scientology-Organisation darauf hin, dass ihre Helfer in New York aktiv waren. So zum Beispiel in einem Rundbrief an deutsche Pfarrer:
Scientology
beim Flugzeug-Absturz 2001
| Tages-Anzeiger Zürich
29.11.2001
Scientologen im Grosseinsatz Scientology baut ein Katastrophenkorps mit 400 Helfern auf. Beim Crossair-Absturz kamen sie aber zu spät. Von Hugo Stamm Scientology drängt immer wieder ins Rampenlicht. Die Serie von Katastrophen in den USA und der Schweiz animierte die Sekte, unter dem Namen "Volunteer Ministers" Einsatzkorps aufzubauen. Grosseinsätze hatten die "ehrenamtlichen Geistlichen" - so nennen sich die Helfer - nach dem Einsturz des World Trade Center und beim Flugzeugabsturz in New York. Da kam das Crossair-Unglück vom Samstag für die Schweizer Scientologen wie gerufen, um ihre Katastrophentauglichkeit zu beweisen. Doch sie kamen zu spät. Die Verletzten waren bereits im Spital und das Care-Team des Flughafens längst an der Arbeit. Selbst wenn sie rechtzeitig an der Absturzstelle erschienen wären, hätten sie tatenlos zusehen müssen. "Wir akzeptieren die Scientologen als Helfer nicht", erklärte Hans Baltensberger, Pressesprecher der Kantonspolizei kategorisch. Die Hubbard-Jünger waren nicht nur in Bassersdorf unerwünscht, sie werden auch in Zukunft weggewiesen. Die Einsatzleitung beim Crossair-Absturz hat das Care-Team sogar vor ungebetenen Helfern gewarnt, sagte Baltensberger. Denn schon beim Attentat von Zug seien unliebsame Erfahrungen mit selbst ernannten Hilfspersonen gemacht worden. Ob es sich dabei um Scientologen handelte, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Auch die Feuerwehr hat keine Freude an den freiwilligen Helfern. "Sie stören mehr, als dass sie helfen", sagte Willi Ehrbar, stellvertretender Kommandant der Berufsfeuerwehr Zürich. Die Rettungsteams seien aufeinander eingespielt, fremde Personen ohne bestimmte Aufgaben würden den Katastropheneinsatz hingegen behindern. Es sei schon vorgekommen, dass sich Helfer um Patienten gestritten hätten. Propaganda mit Inseraten Dies sind schlechte Nachrichten für die "ehrenamtlichen Geistlichen". Sie möchten nämlich bis in einem Monat ein Korps mit 400 "Volunteer Ministers" aufbauen und "Behörden und Institutionen kontaktieren, um zukünftige Aktionen zu koordinieren und die zuständigen Stellen über das geplante Korps zu informieren". Im Januar will Scientology auch Inserate schalten, um der Öffentlichkeit den neuen Service bekannt zu machen. Scientologen fühlen sich besonders befähigt, Katastrophenopfern zu helfen. Der Sektengründer Hubbard hat nämlich eine simple Hilfsmethode propagiert, den "Berührungsbeistand". Dabei handelt es sich um eine Art des Handauflegens, die Hubbard als wahres Wundermittel beschreibt. Die Methode soll Schmerzen lindern, die Heilung beschleunigen, Angst abbauen und Trauer überwinden helfen. Hilfe "in dieser schwierigen Zeit" wollen die Scientologen nicht nur den Katastrophenopfern zukommen lassen, sondern auch den Behörden, Wirtschaftsführern und der Bevölkerung. Die Hubbard-Jünger gründeten den Verein "Freunde von Ron" (Vorname des Sektengründers), der sich zum Ziel gesetzt hat, der Öffentlichkeit die "wirkungsvollen Lösungen" von Hubbard bekannt zu machen. Der Sektenführer strebt eine Welt ohne Krieg, Kriminalität und Wahnsinn an. Erreichbar wäre dies aber nur, wenn alle Menschen Scientology-Kurse besuchen würden. Deshalb drängt sich der Verdacht auf, dass auch die Katastrophenhilfe der Scientologen dazu dient, Scientology in die Medien zu bringen und die Opfer und Angehörigen in die Sektenzentren. Ein Mitarbeiter der amerikanischen Gesundheitsbehörden brachte es nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center auf den Punkt:"Die Scientologen nutzen die Tragödie, um Mitglieder zu werben." |
Scientology
beim Flugzeug-Absturz 2002 am Bodensee
| Südkurier vom 11.7.02
- Lokalteil Überlingen/Owingen
http://www.skol.de/aktuelles/flugzeug/index.phtml?file=scientology.phtml KATASTROPHE "Sie sollen abhauen" Scientology geht nach dem Unglück auf Menschenfang Überlingen/Owingen (car) Ganz schnell waren sie da. Aus Zürich haben sie sich aufgemacht um mit der Not der Menschen, die hautnah den Absturz der beiden Flugzeuge über Owingen und Taisersdorf miterlebt haben, einen Gewinn zu machen. In gelben T-Shirts sind sie in Owingen auf Menschenfang gegangen. Und für alle körperlichen und seelischen Schwierigkeiten zaubern die elf Männer und Frauen aus Zürich die rettende Lösung aus dem Hut. Es ist beinahe unerträglich, das Dauergrinsen in den Gesichtern der elf zu sehen, wenn sie verkünden, dass sie eine Lösung für alle Probleme parat haben. "Unsere Kinder haben die gekrallt", meldete eine Frau aufgebracht auf dem Owinger Rathaus. Zunächst seien sie "ins Rathaus geschlichen", erzählt Ferdinand Veit vom Owinger Hauptamt. Ganz deutlich und ohne Missverständnisse habe man den Scientologen von den kirchlichen, polizeilichen und notfalldienstlichen Seelsorgen mitgeteilt, dass ihre Anwesenheit weder erwünscht noch gebraucht wird. Die selbsternannten Heilsbringer ließen sich aber nicht so einfach abschrecken und wollten vor allem jungen Menschen ihre Hilfe aufzwingen. Das Owinger Bürgermeisteramt und der Krisenstab des Bodenseekreises warnt die gesamte Bevölkerung vor den elf Männern und Frauen in gelben Shirts. Nicht ganz klar ist, ob die Männer und Frauen sich inzwischen zurückgezogen haben, oder nur die Aufregung um ihre Personen vorübergehen lassen wollen. In jedem Fall ist Vorsicht geboten, meldet der Krisenstab. Und auch Ferdinand Veit findet deutliche Worte: "Wir haben den Leuten klar gesagt, dass sie abhauen sollen. Ihre Hilfe wird hier nicht gebraucht." Wer auffällige Beobachtungen in Verbindung mit den Scientologen macht, kann sich bei der Polizei unter 07551/8040 melden. |
| Aus: Süddeutsche Zeitung
4.7.2002
Trauerarbeit auf aufgewühlten Feldern Nach der Flugzeugkollision am Bodensee hat man sich in der Region darauf vorbereitet, den Angehörigen der 71 Absturzopfer zur Seite zu stehen Von Jan Bielicki Owingen/Überlingen – 71 Kerzen haben sie auf dem Acker angezündet. Eine für jedes Opfer. Dann haben sie ein bisschen Erde in ein Gefäß gefüllt, Brocken von diesem aufgewühlten Feld bei Owingen, auf dem ein geborstenes Rumpfteil der russischen Tupolew liegt. Zwei Nächte zuvor war es brennend hier heruntergestürzt. Jetzt trauert ein Mann aus Barcelona um seine Frau und zwei Töchter, fünf und 14 Jahre alt. Auch der zweite Trauernde, ein hoher Beamter aus Moskau, hat seine Tochter verloren, als der russische Jet zwölf Kilometer weiter oben in ein Frachtflugzeug raste. Ein Pilot aus dem russischen Ufa, der die Unglücksmaschine vor wenigen Tagen selber flog, gedenkt seiner toten Kollegen. ............................... Im Rathaus von Owingen stehen die Telefone nicht still. "Alle wollen helfen", sagt Ferdinand Veit, der sich sonst ums Grundbuch kümmert. Viele Bürger wollen die Angehörigen der Toten betreuen, wenn sie kommen, andere bringen riesige Torten in die Festhalle, einen Zweckbau aus Glasbausteinen, in den sich Polizisten, Feuerwehrleute und andere Helfer zurückziehen können. "Die Leute sind prima", sagt Pfarrer Reinhard Schacht. Einige Helfer sind unerwünscht: In grellgelben T-Shirts hat sich ein Trupp der Scientology-Sekte vor dem Feuerwehrhaus aufgebaut und bietet an, was sie Seelsorge nennen. „Das Dreckspack soll sich verziehen“, sagt eine Rathaus-Angestellte. |
| Innenministerium warnt
vor unseriösen Betreuern nach der Flut
Dresden (dpa) - Sachsens Innenministerium hat vor unseriöser "Betreuung" von Opfern und Helfern der Hochwasserkatastrophe gewarnt. Es gibt vereinzelt Personen
und Organisationen, die auch andere Zwecke als die Betreuung vom Hochwasser
Betroffener verfolgen und etwa Mitglieder werben, teilte das Ministerium
dpa 6.9.02 |
| Quelle: Süddeutsche
Zeitung vom 30.8.02
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/getArticleSZ.php?artikel=artikel7101.php Scientology belästigt Flut-Opfer Von Matthias Drobinski München -Es war, wenn sich der katholische Pfarrer Gerald Kluge recht erinnert, der 24.August: Das Wasser hatte das schlammverkrustete Pirna wieder frei gegeben, die Altenheim-Bewohner befanden sich aber noch in ihrer Notunterkunft - müde und verzweifelt. Da tauchten drei junge Leute auf: Sie würden gerne mit den Leuten reden. Warum nicht? "Erst als die Hallenleitung bemerkte, wie bedrängend diese Gespräche wurden, schaute sie näher hin", berichtet der Pfarrer - die drei Fröhlichen in ihren gelben Hemden waren Scientologen. Bis die Jünger des Science-Fiction-Autors Ron Hubbard aus der Halle komplimentiert waren, hatten sie einer alten Frau ein Buch verkauft, für zehn Euro-"alle anderen spenden, und die machen Geschäfte", empört sich Kluge. Pirna war nicht der einzige Ort, wo die "Volunteer Ministers" oder "Ehrenamtlichen Geistlichen" von Scientology ihre Dienste anboten. Am 21. und 22. August konnten sich Katastrophenhelfer auf dem Sportflugplatz Perleberg eine kostenlose Schnelltherapie oder eine Rückenmassage angedeihen lassen. Alles ganz uneigennützig, betont Scientology. Ein ehrenamtlicher Geistlicher wolle "Menschen aus dem Jammertal des Lebens" helfen, das "Verstehen der spirituellen Natur des Menschen " ermöglichen. Ganz allgemein "verkörpern ehrenamtliche Geistliche die Wahrheit, dass Scientology negative Zustände verbessern oder gar auflösen kann". Thomas Gandow, Weltanschauungsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg, sieht die Sache nüchterner: "Das ist ein eher verzweifelter Versuch, neue Anhänger zu finden", sagt er - mittlerweile gingen Hubbards Sinnverkäufer "in Deutschland auf dem Zahnfleisch". Auch nach der Bluttat an der Schule in Erfurt oder dem Flugzeugabsturz am Bodensee seien die "ehrenamtlichen Geistlichen" aufgetaucht. Vorbild ist offenbar der PR-Erfolg nach dem 11. September 2001. Damals gelang es den Gelbhemden, sich kamerawirksam unter Feuerwehrleute und Sanitäter zu mischen. "Die haben aber mehr die Leute belästigt als geholfen", sagt Gandow, "da gab es Beschwerden." Auch an der Elbe kommen die "ehrenamtlichen Geistlichen" schlecht an. Spiegel-online zitiert die 14-jährige Anna, die sich der Massage unterzog: "Ich hatte danach tierische Rückenschmerzen." |
| PRESSEMITTEILUNG Pfarrer
Thomas Gandow
================ Flutkatastrophe: Sektenbeauftragter warnt vor Scientologen als Krisengewinnlern - Scientologische "Minister" versuchen, Katastrophenhelfer anzuwerben. ------------------------------------------------------------- Nach ihrer störenden Einmischung in die Hilfsmaßnahmen am 11.9.2001 in New York, der Scientology-Werbung nach der Schulbluttat in Erfurt und dem Versuch, Betroffene und Helfer beim Absturz des russischen Flugzeuges am Bodensee anzuwerben, haben die "Volunteer Minister" bzw. "Ehrenamtliche Geistliche" der Scientology-Organisation jetzt versucht, freiwillige Helfer bei der Flutkatastrophe an der Elbe, darunter Schülerinnen und Schüler in Perleberg, anzusprechen. Am 23.Am 21. und 22. August boten die Scientology-Werber den Katastrophenhelfern auf dem Sportflughafen Perleberg eine "Touch-assist" genannte Pseudotherapie sowie "Rückenmassagen" an. Am 23.8. brachen sie von dort auf, neuen Einsatzorten entgegen. Mit weiteren Scientology-Auftritten im Hochwassergebiet entlang der Elbe, der Flutwelle folgend, ist zu rechnen. Der Versuch, Katastrophen für die Scientology-Werbung zu nutzen, steht im Zusammenhang mit der Bemühung der rabiaten Organisation, ihr Image zu ändern, aber auch mit der Bemühung, neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Nach erfurt und dem Bodensee
hatten die scientologischen Rekrutierer in Berlin ihr Zelt am Alexanderplatz
und in der Nähe der Technischjen Universität (TU) aufgeschlagen
- mit mäßigem Erfolg. Vgl.: Handauflegen gegen Ohnmacht und
Schmerzen - Die Scientologen werben wieder - um Nothelfer. Berliner
Zeitung vom 4.7.02 http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin/.html/156787.html
a) Perleberg
"In einer solchen Situation kommt selbst die Scientology-Kirche näher an die Jugendlichen ran, als es sonst möglich wäre. Mitglieder der Sekte bieten den gebeutelten Helfern Massagen an. "Mit Speck fängt eben man Mäuse", kommentiert Lehrerin Morling mit säuerlicher Miene. Bei den Waldorfschülern hatten die körperknetenden Scientologen ohnehin nur begrenzten Erfolg. "Ich hatte danach tierische Rückenschmerzen", meckert die 14-jährige Anna. "Die sollen mir ja nicht noch mal mit ihrer Massage kommen." (Die ganze Geschichte: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,210617,00.html) b)
Angebliche SO-Hilfe in New York - Interne Strategien enthüllt
Die eingeschlichenen Scientologen
mussten jeweils aus dem Sperrgebiet geleitet werden, das Amerikanische
Rote Kreuz musste eine Stellungnahme veröffentlichen, dass Scientology
nicht in seinem Auftrag handelte und sogar FEMA schloss sich dem Roten
Kreuz an mit der Herausgabe von Stellungnahmen über kriminelle Organisationen,
welche versuchten aus den Terroranschlägen finanziellen Vorteilen
zu erlangen.Genaue Einzelheiten darüber, was Scientology mit dem Versuch
der Behinderung der Hilfeleistungen erreichen wollte, wurde durch eine
Reihe geheimer E-Mails offenbar, welche sich Anhänger der berüchtigten
Organisation gegenseitig zuschickten. Diese sind gegenwärtig im Internet
verfügbar, insbesonders auf der Webseite <http://www.cosvm.info>.
Als dann Scientology realisierte, dass Menschenrechtsaktivisten in ihre
Maillist eingedrungen waren, schickte Scientology eine abschliessende E-Mail,
welche erklärte warum sie ihre 'Updates' darüber, was sie in
New York vorhatten, nicht mehr weiter über die Maillist senden konnten.
...
2. Verstärkte SO-Werbung
auf leisen Sohlen
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Bei Rückfragen nehmen
Sie bitte per e-mail oder telefonisch
Thomas Gandow, Pfarrer
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