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Der Scientologe Rainer
Pagel instrumentalisiert Kinder
für den Kampf der
Scientology-Organisation
gegen die Psychiatrie
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| Der Lehrer Rainer Pagel
ist Scientologe.
Das Bild rechts stammt aus dem Scientology-Magazin "Freiheit" von 1997. Vergrösserung durch Anklicken des Fotos. Die Original-Seiten sind unten abgebildet. Der Lehrer Rainer Pagel hat einen Artikel in der Zeitschrift "Pädagogik" veröffentlicht: "Droht eine Psychiatrisierung der Pädagogik?Vordergündig geht es darin um hyperaktive Kinder, die Diagnose und die Behandlung. Tatsächlich aber geht es um den Kampf der Scientology-Organisation gegen "die Psychiatrie". |
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| Die Zeitschrift "Pädagogik"
erscheint im Beltz-Verlag.
Dem Verlag erschien der Artikel wichtig genug, um ihn in die Ankündigung in seiner Website aufzunehmen. |
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Entgegnung der Zeitschrift "Pädagogik" auf Kritik am Pagel-Artikel
Pagels Artikel wurde in Briefen an die
Zeitschrift massiv kritisiert.
Die Kritik galt insbesondere der Tatsache,
dass der Verlag es einem Scientologen ermöglicht hatte, die Behauptungen
der Scientology-Organisation ohne jeden Hinweis auf deren tatsächliche
Quelle vorzutragen.
Vor derartiger Täuschung hat gerade
erst der Europarat gewarnt:
http://www.Ingo-Heinemann.de/Europarat+ADS.htm
Prof. Dr. Johannes Bastian antwortete
als Leiter der wissenschaftlichen Redaktion in der Ausgabe 7-8/03
"Die Zugehörigkeit zu dieser Vereinigung wurde von Herrn Pagel auf unsere nachträgliche Anfrage hin nicht bestritten Sein Engagement im Zusammenhang mit der Behandlung von ADHS wird von ihm aber ausdrücklich auf seine Erfahrungen als Realschullehrer bezogen Ob seine Zugehörigkeit zu Scientology bei der Beurteilung des Beitrags eine Rolle spielen soll, sollen die Leser(innen) selbst entscheiden".Bastian versucht damit trickreich, die Kritik an dem Artikel und dem Verlag in eine allgemeine ADS-Diskussion umzuleiten.
Die Kritiker bürstet Bastian mit der Behauptung ab, diese hätten "z.T. hoch emotionale Argumentation" vorgebracht. Was er damit meint, schreibt Bastian nicht. Das wäre aber durchaus wichtig gewesen, denn dieses Argument dient als Begründung für die Verweigerung: "Wir wollen diese Kontroverse in dieser Form nicht in PÄDAGOGIK aufnehmen".
Besonders unsinnig ist Bastians Vorschlag,
die Leser sollten selbst entscheiden, ob es "bei der Beurteilung des Beitrages
eine Rolle spielen soll", dass Pagel Scientology-Anhänger ist.
Beurteilen kann man nur dann, wenn man
weiss, um was es geht. Genau das wird den Lesern aber vorenthalten.
Pagels Artikel
Pagel geht scheinbar gründlich vor
und beginnt mit Heinrich Hofmann, der 1847 den "Struwwelpeter" geschrieben
hat.
Als nächsten Namen nennt Pagel Dr.
Thoams Szasz: "Autoren wie Dr. Thomas Szasz lehnen es sogar ab, den Krankheitsbegriff
auf die im DSM-IV genannten psychischen Störungen auszudehnen." Thomas
Szasz ist Mitbegründer der Scientology-Tarnorganisation CCHR, die
in Deutschland KVPM - Kommission für Verstösse der Psychiatrie
gegen Menschenrechte e.V. heisst. Szasz ist Gründungsmitglied,
Galionsfigur und fachlicher Kopf der KVPM. Er wird im Briefpapier
der KVPM geführt. Sein Standpunkt ist einfach (siehe Artikel in der
Scientology-Zeitschrift "Freiheitsspiegel"
Nr. 42 von 1989): „Geisteskrankheit existiert nicht, sie kann gar
nicht existieren, da der Verstand nicht Teil des Körpers oder eines
Organs ist... ". Dass der Verstand nicht Teil des Körpers ist,
ist wiederum Grundannahme des Scientology-Gründers Hubbard, den Scientology
(ebenso wie Pagel, siehe dessen Leserbrief unten)
bei Bedarf auch als "amerikanischen Philosophen" bezeichnet oder als "amerikanischen
Humanisten", Künstler, Schriftsteller, Musiker, Photograph, Filmemacher,
Menschenfreund, Pädagoge, Manager.
Zu Szasz:
Pagel schreibt dazu lediglich, Lehrer und
Erzieher sollten "pädagogische Lösungen anstreben":
"Konsequentes pädagogisches Handeln
ist erforderlich".
Das sind nichtssagende Floskeln.
Die Frage ist ja gerade, worin dieses
Handeln bestehen soll.
Damit wird bestätigt, dass der Artikel
letztlich nicht als Hilfe für Lehrer gedacht ist.
Kinder gegen Psychiatrie instumentalisiert
ADS oder ADHS ist die Hyperaktivität von Kindern. Dazu:
Scientology gegen Ritalin - http://www.Ingo-Heinemann.de/Ritalin.htm#PagelWichtigstes Medikament ist Ritalin.
Hyperaktivität ist allerdings nur
der Aufhänger für einen Artikel gegen die "die Psychiatrie".
Pagel referiert im Wesentlichen die Kritik
der Scientology-Organisation an "der Psychiatrie".
Pagel warnt davor, das Problem ADS an
"die Psychiatrie" abzugeben, "da sie wenig oder nichts zu bieten hat, um
dieses Problem zu lösen".
Über eine Qualifikation für
eine solche Warnung ist dem Artikel nichts zu entnehmen.
Im Gegenteil: Die Formulierung "an die
Psychiatrie abgeben" deutet auf Verkennung der Tatsachen und somit fehlende
Qualifikation hin, da ADS üblicherweise nicht von der "Psychiatrie"
behandelt wird, sondern von Fachärzten, insbesondere Kinder- und Jugendärzten.
Unter "der Psychiatrie" versteht die Allgemeinheit
in erster Linie psychiatrische Krankenhäuser.
Rainer
Pagel über Scientology
Aus dem Scientology-Magazin "Freiheit",
wie üblich ohne Nummer und ohne Datum, Copyright 1997
Zum Thema Ethik: Ethik
ist Strafe
Zum "Woher und Wohin des Menschen": Die
Thetan-Story
Pagel
und die Scientologen-Musiker
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In der Zeitschrift "Pädagogik" ist unter dem Pagel-Artikel auch seine Adresse in 26676 Barssel (Schreibweise auch 26676 Barßel) angegeben. Dort ist Pagel auch als kultureller "Veranstalter" tätig. Anlässlich eines Panflöten-Konzerts im Sommer 2000 berichtete die presse mit Pagel-Foto, aus dem dieser Ausschnitt stammt. Pagel trägt dort ein T-Shirt mit dem Aufdruck: "Golden Bough 20 Year Annyversary 1980 - 2000". "Golden Bough" wird von der Scientology-Organisation des öfteren als Beispiel für die angebliche Diskriminierung von scientologischen Künstlern genannt. So hat Scientology in einem Internet-Text im Zusammenhang mit dem Musiker Chick Corea und dem Maler Gottfried Helnwein behauptet, "Golden Bough" sei von einem Folklore-Magazin auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Mitglieder der CDU-Jugendorganisation hätten die Bühne gestürmt und ein Konzert unterbrochen. Auf einer Internet-Seite von Scientology - Abbildung rechts - heisst es eindeutig: "Golden Bough is an American folk music group whose members are Scientologists": Die Mitglieder von golden Bough sind Scientologen. Demnach wird die Golden Bough Musik von der Scientologen-Firma ARC Music herausgegeben. |
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| Kurier am Sonntag 6.7.2003
Aussteiger unseriös Zum Artikel "Aussteiger stellen Scientology an den Pranger" vom 20. juni 2003: Aussteiger stellen nie eine Grundlage für eine seriöse Berichterstattung über Religionsgemeinschaften dar, was auch bei den anerkannten Fachwissenschaftler unumstritten ist. Wäre es zum Beispiel fair, die katholische
Kirche auf der Grundlage von Personen zu beschreiben, die einen katholischen
Mönchsorden verließen? Dieser Grundsatz, der für die großen
Kirchen unseres Landes gilt, muss auch Anwendnung auf Scientology und andere
Minderheitsreligonen finden, wenn man das Ziel einer unabhängigen
und überparteilichen Berichterstattung nicht aus den Augen verlieren
will.
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Anmerkung zu obigem Leserbrief:
Der Artikel "Aussteiger stellen Scientology
an den Pranger" berichtet nicht etwa über die Aussagen von Aussteigern,
sondern über ein Gutachten, vgl. http://www.Ingo-Heinemann.de/Kuefner-Nedopil-Schoech.htm
| Aus: Stern Nr. 45/2002
Leserbrief zum Stern-Titel Nr. 43/2002: "Die neuen Psychosekten" Ein Artikel, der sich im Wesentlichen auf die Aussagen von sogenannten Aussteigern und Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche gründet, ist einseitig. Zu durchsichtig ist die Absicht, die verlorenen Schäfchen wieder in die Arme der Amtskirche und insbesondere der evangelischen Kirche zu führen. Rainer Pagel, Barßel |
Leserbrief zu Pagels Leserbrief:
| Aus: http://www.ga-online.de/inhalt/2001-11-03/ostemsol/t-51120001_30501.html
Zum Leserbrief von Rainer Pagel aus Barßel (GA vom 30. Oktober 2001) schreibt der Pressesprecher des ev. luth. Kirchenkreises Rhauderfehn, Pastor Heinrich Wienbeuker: Wenn von Menschen, die sich religiös
nennen, Gewalt ausgeht, dann ist etwas verkehrt. Und die Attentäter
des 11. September, andere fanatische Muslime, gewalttätige Protestanten
und Katholiken in Irland sind auf der verkehrten Seite. Religionen leisten
einen Beitrag zum Frieden, schreibt Herr Pagel, und ich bin ihm dankbar,
dass er Jesus Christus zitiert und auf die Bergpredigt hinweist. Jesus
Christus verpflichtet uns Christen, uns für den Frieden einzusetzen
und darum zu beten, dass es friedlicher auf unserer Welt zugeht. Es sei
mir nun der kurze Hinweis erlaubt, dass ich es unglücklich finde,
wenn Rainer Pagel Jesus Christus und Hubbard als den Gründer der Scientology-Church
in einem Zusammenhang bringt. Nicht nur die christlichen Kirchen bezeichnen
die Scientologen als eine Sekte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz
beobachtet die Scientologen, weil sie als Gruppe eingestuft werden, deren
demokratische Überzeugung nicht gewährleistet ist und man unterstellt
ihnen, dass sie mit teilweise kriminellen Methoden versuchen, an das Geld
wohlhabender Menschen heranzukommen und man hat Grund zu der Vermutung,
dass innerhalb dieser Gruppe Druck auf Mitglieder ausgeübt und sie
ihrer Freiheit beraubt werden. Diese Vermutungen stützen sich auf
Aussagen ehemaliger Scientologen.
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| http://www.ga-online.de/inhalt/2001-08-01/ostemsol/t-20000000_21201.html
Zum GA-Artikel "Immer mehr Kinder nehmen Drogen" schreibt Rainer Pagel: Die in dem Leitartikel genannten Zahlen und Fakten belegen eindrucksvoll und zweifelsfrei die Zunahme des Drogenproblems auch in Ostfriesland. "Drogen sind das zerstörerischste Element unserer gegenwärtigen Kultur", hatte einst der amerikanische Philosoph Hubbart gesagt. Und wenn man sich heute anschaut, wie in der Bundesrepublik ganze Stadtteile der Großstädte im Drogensumpf versinken, kann man ihm nur Recht geben. Gewiss, Präventionsprogramme und Aufklärung sind notwendig. Wer jedoch Methadonprogramme befürwortet, der gibt damit letztlich zu erkennen, dass er im Grunde genommen resigniert hat, völlig hilflos ist und keinen Weg mehr kennt, das Drogenproblem wirklich zu lösen. Wie auf dem Beipackzettel von Methadon zu lesen ist, hat diese sogenannte (Ersatz-) Droge selbst ein primäres Abhängigkeitspotential. Nur noch wenige wissen, dass diese heute von Teilen der sozial-psychiatrischen Wissenschaft gepriesene Droge ursprünglich von der Firma I.G. Farben während des Zweiten Weltkrieges entwickelt wurde. Dabei ist es wirklich eine Gradwanderung, welche Droge nun noch als legal und welche als illegal einzustufen ist. Dies kann am Beispiel von Heroin verdeutlicht werden, das 1898 von Heinrich Dreser bei der Firma Beyer entdeckt wurde. Der Pharma-Konzern Bayer versuchte diese Droge zunächst als Beruhigungsmittel bei Husten auf den Markt zu bringen. Heute wissen wir, wie problematisch diese Droge ist. Dass dennoch heute die Stadt Hannover plant, Heroin auf Staatskosten an Schwerstabhängige abzugeben, ist nur schwer mit dem gesunden Menschenverstand zu vereinbaren und zeigt einmal mehr die Hilflosigkeit der staatlichen Stellen. Ritalin ist eine weitere heute noch legale Droge mit einem hohen Missbrauchspotential, die zur Zeit von vielen Psychiatern und Kinderärzten bei so genannter Hyperaktivität verschrieben wird. Zu Recht hat das US-Justizministerium diese Droge in eine Kategorie eingeordnet, in der auch Kokain zu finden ist. Zur Überschrift des Leitartikels "Immer mehr Kinder nehmen Drogen" hätte es auch gepasst, Ritalin zu erwähnen. Von Laotse stammt der Satz: "Gibst du einem
Menschen einen Fisch, nährt er sich einmal. Lehrst du ihn das Fischen,
nährt er sich das ganze Leben." Diese Worte, die vor etwa 2500 Jahren
niedergeschrieben wurden, machen deutlich, was unter Hilfe verstanden werden
kann: Im ersten Fall führt "Hilfe" zur Abhängigkeit, im zweiten
zur Selbständigkeit und dazu, allein im Leben zurechtzukommen. - Methadonprogramme
sind keine Lösung, erst recht nicht die legale Abgabe von Heroin an
Schwerst abhängige. Bei so genannter Hyperaktivität bei Kindern
sollte nicht die Droge Ritalin gegeben werden, sondern sanfte Alternativen
bevorzugt werden. - Wir müssen wieder lernen, nach solchen Rehabilitationsmaßnahmen
Ausschau zu halten, die effektiv sind und die es den Teilnehmern ermöglichen,
später das Legen allein zu meistern. Dass es dafür höchste
Zeit ist, belegen die im Artikel genannten Zahlen über die Zunahme
des Drogenproblems in Ostfriesland anschaulich.
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| Aus: http://www.ga-online.de/inhalt/2002-05-03/satbar/t-31041002_12002.html
Zum Artikel "Regierung gegen Missbrauch von Ritalin" (GA vom 22. April 2002) schreibt Rainer Pagel: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, verdient große Anerkennung, weil sie hartnäckig und entschieden daran arbeitet, den schädlichen Missbrauch von Ritalin bekannt zu machen und zurückzudrängen. Es ist auch höchste Zeit, denn die Verbrauchsentwicklung dieses umstrittenen Medikaments nimmt inzwischen inflationäre Ausmaße an. Nach Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit stieg der Verbrauch von Methylphenidat (das ist der im Ritalin enthaltene Wirkstoff) von 1993 bis 2001 auf das 20-fache. Auf der Internetseite des US-Justizministeriums wird darauf hingewiesen, dass Ritalin pharmakologische Effekte produziert, die denen von Kokain ähneln. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die US-Armee Bewerber ablehnt, wenn sie nach dem 12. Lebensjahr Ritalin erhalten haben, weil es sich dabei um eine "mind-altering-drug" - eine bewusstseinsverändernde Droge - handelt. Dass Ritalin darüber hinaus inzwischen als "Koks für Kinder" Eingang in der Partyszene gefunden hat, passt nur allzu gut in dieses Bild. Eine Verschreibung von Ritalin wird in der Regel durch eine ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung)-Diagnose begründet. Diese so genannte Krankheit beruht auf den umstrittenen Kriterien der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA: American Psychiatric Association) aus dem Jahre 1987. Im Grunde genommen handelt es sich dabei lediglich um eine Liste von unerwünschten Verhaltensweisen, die durch Abstimmung der US-Psychiater zu einer Krankheit gemacht wurden. Autoren wie Dr. Thomas Szasz lehnen es sogar ab, den Krankheitsbegriff auf so beschriebene psychiatrische Störungen auszudehnen. Nicht unerwähnt bleiben darf auch der Umstand, dass die Ursache von ADHS noch nicht einmal bekannt ist, wie es im arznei-telegramm Nr. 1, 2002 beschrieben wird. Nach alledem erscheint es mehr als ratsam, nach sinnvollen Alternativen für eine Therapie zu suchen, die offensichtlich erhebliche Risiken in sich birgt. Rainer Pagel
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