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Scientology, Psychiatrie-Kritik und Anti-Psychiatrie
Warum diese Seite?
Zahlreiche Psychomarkt-Anbieter
behaupten, es gebe keine psychischen Krankheiten (dazu: http://www.AGPF.de/Heilung-durch-Wegdefinieren.htm)
und fordern die Abschaffung "der Psychiatrie".
Besonders lautstark fordert
das die Scientology-Organisation.
Scientology bekämpft die Psychiatrie und will diese abschaffen.In deren Kielwasser oder auf Parallelkurs hat die Gruppe der Ärzte- und Medikamenten-Hasser durch das Internet an Resonanz gewonnen.
Scientology behauptet, eine Alternative zu bieten.
Nach Alternativen suchen viele.
Deshalb geraten manche an Scientology und deren Sub-Organisationen.
Scientology versucht, die "Antipsychiatrie" für sich einzuspannen.
Aber keineswegs jeder, der hier unter diesem Stichwort genannt wird, hat deshalb etwas mit Scientology zu tun.
Peter Lehmann (>>)
liefert mit seinem "Antipsychiatrieverlag" seit 1986 die theoretischen
Grundlagen, so 1987 das "Patiententestament" des Scientology-Unterstützers
Thomas Szasz.
Seit etwa 1995 propagiert er die "neue
Antipsychiatrie" (vgl.
http://www.antipsychiatrieverlag.de/artikel/recht/antipsychiatrie.htm).
Der Begriff hat sich nicht durchgesetzt. Kein Wunder, die Grundlagen sind
dieselben, nur werden diese jetzt angeblich von den Betroffenen selbst
verteten und nicht mehr von den "Professionellen". Die Betroffenen-Vereine
propagieren den "Trialog", das Gespräch zwischen den professionellen
Betreuern (insbesondere den Ärzten), den Kranken und den Angehörigen.
Lehmann propagiert letztlich das Gegenteil, ist aber weiterhin in Vereinen
aktiv. So betreut er als Webmaster die Website des BPE - Bundesverband
Psychiatrie-Erfahrener e.V. (Stand 18.2.2005), in der auch eine Bücher
vorgestellt werden (http://www.bpe-online.de/infopool/trialog.htm).
Psychiatrie-Kritik ist nötig - Psychiatrie-Beschimpfung schadet den Betroffenen
Die Psychiatrie hat Aufgaben, die schwer vereinbar sind.
Die Psychiatrie soll Kranken helfen und vor sich selbst schützen.Aus diesen unterschiedlichen Zielvorgaben folgen Mißstände, die öffentliche Diskussion und Kritik erfordern.
Die Psychiatrie soll aber auch andere (die "Öffentlichkeit") vor gewalttätigen Kranken schützen.
Der Staat hat der Psychiatrie in den meisten Staaten die Aufgabe übertragen, solche Menschen wegzusperren, die eine Gefahr für andere sind, die aber nicht bestraft werden können, weil sie nicht schuldfähig sind.
Diese Aufgabe hat der Staat schon immer nur unzureichend finanziert.
Immer wieder, denn alle drei Komponenten wandeln sich ständig:
Das bedeutet aber selbstverständlich nicht, daß sie in jedem Falle berechtigt ist.Psychiatrie-Beschimpfung schadet den Betroffenen
Insbesondere muß unterschieden werden zwischen "der Psychiatrie" und etwaigen Fehlleistungen einzelner Mitarbeiter.
Die meisten Kranken sind auf Ärzte und Medikamente angewiesen. Nicht in allen Fällen und nicht überall steht eine medikamentenfreie Therapie zur Verfügung. Nicht alles, was sich als Alternative bezeichnet, ist wirklich hilfreich. Wer ohnehin geschwächt ist, kann vielleicht auch nicht alle Möglichkeiten prüfen. Die Krankheit verunsichert Patienten und oft auch die Angehörigen ohnehin zutiefst. Psychiatrie-Beschimpfung verursacht Angst und vergrössert die Verunsicherung. Das gilt auch für die Behauptung, die jeweilige Krankheit sei garkeine Krankheit, sondern eine Erfindung der Psychiatrie.Psychiatrie-Kritik muss offenlegen, welchem Zweck sie dient
Nicht jede Psychiatrie-Kritik dient automatisch auch den Patienten.
Psychiatrie-Kritik kann Patienten auch schaden.
Gesellschaftskritik unter dem Deckmantel der Psychiatrie-Kritik ist Etikettenschwindel.
Von der Psychiatrie-Kritik zur Anti-Psychiatrie
In den USA hat der Staat sich in den sechziger
Jahren von der Verwahrung psychisch Kranker weitgehend verabschiedet. Das
wurde als Befreiung deklariert und vielfach auch empfunden.
Wohin das geführt hat, ist nachzulesen
in einem Spiegel-Artikel von Rafaela von Bredow:
Irrfahrt in den Knast, unten.
Reformvorschläge orientieren sich
oft am Idealfall.
Hier am Menschen, der lediglich anders
ist, aber niemandem schadet, auch sich selbst nicht.
Der gutwillig Hilfe akzeptiert, damit
er weder verhungert, noch erfriert, vom Dach fällt oder überfahren
wird.
Die meisten Vorschläge blenden deshalb
das Schutzbedürfnis der Öffentlichkeit einfach aus.
Sie sagen nichts darüber, wie Dritte
vor gewalttätigen Kranken geschützt werden können.
Manche sagen auch wenig darüber,
wie Kranke zu behandeln sind, die der Sprache nicht zugänglich sind.
Oder die nicht "geschäftsfähig"
sind, die aber sehr wohl andere ruinieren können.
Wohl jeder ist dafür, daß man
psychisch kranke Gewalttäter davon abhält, weitere Gewalttaten
zu begehen.
Bei Kinderschändern dürfte sogar
Einigkeit bestehen.
Aber das reicht nicht aus.
Eine kleine Antipsychiatrie-Gruppe
versucht, "die Psychiatrie" mit allen Mitteln zu diskreditieren.
Sie knüpft an die Nazi-Verbrechen
an und erweckt den Eindruck, als seien diese als "Hungermorde" (>>)
nach dem Krieg fortgesetzt worden.
Diese Antipsychiatrie-Gruppe unter massgeblicher
Führung von Rene Talbot wendet somit dieselben Methoden an,
die auch von der Scientology-Organisation und der KVPM angewandt werden.
Das gilt zum Beispiel auch, wenn Scientology
und Talbot die "biologische Psychiatrie" und damit den Nationalen
Ethikrat (>>) in die Nähe der Nazi-Eugenik
rücken. Talbot: "Psychiatrische Genetik bezeichnen wir als
Psychiatriebetroffene zugespitzt als Neo-Nazi-Eugenik" (>>).
| Aus: Fortschr Neurol Psychiat 2004:
72: 516—522
Antipsychiatrie — eine vorläufige Bilanz T.R. Payk Zusammenfassung Die antipsychiatrische Bewegung während der 60er und 70er Jahre war gekennzeichnet durch ein Krankheitsmodell, das psy chische Störungen aus gesellschaftlichen Problemen zu erklären suchte. Den ideologischen Hintergrund lieferten neomarxisti sche Grundideen über Kapitalismus und soziale Ausbeutung. Obgleich diese Theorie nicht verifizierbar war und sich lähmend auf die empirische Forschung auswirkte, blieben antipsychiatri sche Elemente bis heute erhalten, weniger in der psychiatrischen Medizin als in den Gesellschaftswissenschaften. Protagonisten einer „neuen Antipsychiatrie“ kämpfen weiterhin gegen den Ein satz von Psychopharmaka, stationäre Behandlung und jegliche Art von Zwangsmaßnahmen. |
Antipsychiatry - A Provisional Inventory
T.R. Payk
Abstract The antipsychiatry movement during the 60‘s and 70‘s was cha racterized by ideas ofmental iliness as a result ofpolitical repres sion and social problems, supported by the philosophy of Neo marxism. Although their exponents failed because of uneffectiveness, until today some theoretical relicts remäined in sociological and ute rary niches or in small groups of „new antipsychiatry“, fighting against pharmacological treatment, hospitalization and any kind of guardianship. |
Der Psychiater Professor Thomas Szasz
Ein solcher Psychiatrie-Kritiker ist der Psychiater Thomas Szasz:
"Szasz ... erklärte konsequenterweise die Schizophrenie für einen Mythos und die Psychiatrie für eine überflüssige, durchwegs schädliche Disziplin. Nach seiner Überzeugung sind die Psychiater wesentlich an der Erzeugung und der Verwaltung der Krankheit im Auftrag der dominierenden Gesellschaftsordnung und im eigenen Interesse beteiligt.Szasz ist mit Mitbegründer der Scientology-Tarnorganisation KVPM/CCHR, dazu: Scientology als Anti-Psychiatrie und Marianne Kestlers Interview (unten).
Positionen dieser Art sind naiv."
(Heinz Häfner, zitiert nach Antispsychiatrie-Glossar, s.o.)
Die Scientology-Organisation bezeichnet
die Psychiater seit Jahrzehnten schlicht als Mörder.
Sie ist somit die radikalste Organisation
von Psychiatrie-Kritikern.
Ihr Einfluss auf den Antipsychiatrie-Zweig
der Betroffenen-Vereine scheint massiv zu wachsen.
Erkennbar ist dies insbesondere an
der Radikalisierung der Sprache.
Allerdings benutzt Scientology üblicherweise
nicht den Begriff Antipsychiatrie.
Scientology und Szasz: Unklar ist vorerst, wer da wen beeinflusst hat.
Allerdings: Ohne den Edelzeugen Szasz wäre
die Scientology-Kampagne gegen die Psychiatrie wohl wirkungslos geblieben.
Denn die meisten wissen sehr wohl, daß
Scientology ihnen nicht helfen kann und will.
Es ist hier nebensächlich, ob Szasz
Scientology-Anhänger ist oder nicht.
Er ist konsequenter Scientology-Unterstützer.
Auch die Tatsache, dass er für die
Legalisierung aller Drogen eintritt, ändert daran nichts.
Bei Scientology ist offen, ob deren Kampagnen
sich wirklich gegen Drogen richtet, oder ob diese lediglich die Kampagne
gegen die Psychiatrie unterstützen soll. Bisher sind die Beweise dafür,
dass Narconon überhaupt
Drogenabhängigen hilft, sehr dünn.
Und umgekehrt waren die Scientologen die
einzigen, die den antipsychiatrischen Ideen des Thomas Szasz weltweit Beachtung
verschafft haben.
Letztlich beruht die Antipsychiatrie des Thomas Szasz auf einer simplen Behauptung:
„Geisteskrankheit existiert nicht, sie kann gar nicht existieren, da der Verstand nicht Teil des Körpers oder eines Organs ist... "Dazu im einzelnen: http://www.Ingo-Heinemann.de/KVPM12.htm#Szasz1
Dass der Verstand nicht Teil des Körpers
ist, ist wiederum Grundannahme des Scientology-Gründers Hubbard. Bei
ihm heisst der Verstand mal Thetan, mal Mind. Diese Grundannahme ist Voraussetzung
für die von Scientologen als wissenschaftlich bewiesen angenommene
Behauptung, dass die Menschheit, die Thetanen, seit unvordenklichen Zeiten
leben, die Entstehung unseres Universums und damit den Urknall mehrfach
erlebt haben, allwissend, allmächtig und unsterblich sind und dass
Scientology diese Fähigkeiten lehren und somit verkaufen kann. Auf
dieser Grundannahme beruht also auch das finanzielle Imperium.
Marianne Kestler: Interview mit Prof. em. Thomas S. Szasz
Scientology und die Antipsychiatrie-Kampagne in Deutschland
Es gibt bisher keine Belege dafür,
daß diese Antipsychiatrie-Kampagne von Scientology oder Scientologen
gesteuert wird.
Aber der scientologische Einfluß
wächst.
Jahrzehntelang blieb der scientologische
Einfluß gering.
Zu absurd waren und sind die Scientology-Behauptungen,
etwa: "Psychiatrie tötet".
Allerdings könnte es sein, daß
die permanenten Angriffe auf die Psychiatrie die Experten davon abgehalten
hat, sich über Scientology zu äußern.
Die Staatsanwaltschaft München schrieb 1986 - Verfügung der Staatsanwaltschaft München 115 Js 4298/84
"Dem weltanschaulich neutralen Staat steht es grundsätzlich nicht zu, Weltanschauungen zu werten. Wird jedoch, wie hier, Weltanschauung als Konsumprodukt verkauft, hat der Staat diesen Geschäftsverkehr zu überwachen und einzuschreiten, wenn Gefahren und Schädigungen für die Mitmenschen von dem Unternehmen ausgehen (OVG Nordrhein-Westfalen 5 B 453/85)."Die Staatsanwalt nennt viele Beispiel für solche Gefahren, zum Beispiel im selben Kapitel:
"Die Erzeugung abnormer Wachbewußtseinszustände - Exteriorisation - kann auf die Dauer zur Destabilisierung der Persönlichkeit führen; sie gelten in der Psychiatrie als psychopathologisch" (S. 59/62).Die Staatsanwaltschaft hat auch gleich gesagt, wo der Sachverstand zu Beurteilung dieser Fragen zu finden ist:
"Es kommt daher nicht von ungefähr, daß die Organisation in den Psychiatern, die in der Lage sind, die kompetenteste Kritik zu formulieren, ihre ärgsten Feinde sieht. Hubbard hält den Berufsstand der Psychiater für entbehrlich, da er vorgibt, mit seinen Methoden selbst Geisteskrankheiten heilen zu können (HGOB 28.11.1970). Als eine ehemalige Münchner Spitzenfunktionärin 1984 ernsthaft geistig erkrankte, war die Organisation deshalb nicht in der Lage, ihr wirksam zu helfen. So unterließ man es bewußt, ihr die erforderliche psychiatrische Hilfe angedeihen zu lassen. Durch die scientologische Hilfestellung in den USA und in Dänemark verschlechterte sich erwiesenermaßen ihr Zustand (57). Die Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit gegenüber echter Geisteskrankheit zeigt sich nicht nur in diesem Fall (58)."Tatsächlich haben sich nur wenige deutschsprachige Psychiater über Scientology geäußert.
Bereits kurz nach Gründung der Scientology-Organisation in Deutschland wurde die "Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte" in der Scientology-Zeitschrift "Freiheit" groß herausgestellt, die sich selbst als "Unabhängige Zeitung für Menschenrechte" bezeichnete. In Nr. 1 dieser Zeitschrift vom August 1972 werden zunächst Vorgänge aus der Nazi-Herrschaft geschildert. Zwischenüberschrift: "Die Wahrheit ist, daß die Kinder kaltblütig von deutschen Psychiatern ermordet worden sind!". Schon hier war kaum auszumachen, ob die Nazi-Zeit oder die Gegenwart gemeint war. Dann wird es deutlicher:
"Die Psychiater haben offensichtlich ohne Unterbrechung ihre Lähmungen durch Elektroschocks, ihre Morde und das Gefangenhalten von unschuldigen, gesunden Menschen fortgesetzt. Sie haben ihre Methoden nicht geändert!"Vgl. dazu im einzelnen: Ingo Heinemann: Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen, 1979
Damals ist das im Artikel ausdrücklich benannte Max-Planck-Institut gegen die Behauptungen vorgegangen und hat den Prozeß gewonnen. Das Gericht rügte vor allem, daß keinerlei Versuche gemacht wurden, die Vorwürfe an die Adresse der Psychiatrie auch nur glaubhaft zu machen. Man habe auch nicht selbst recherchiert, sondern "sich insoweit nur auf eine Zeugin gestützt, die selbst keine entsprechenden Wahrnehmungen gemacht, sondern nur von dritten Personen von den behaupteten Tatsachen gehört haben will. Dies reicht aber nicht aus".
Genau das aber ist bis heute Scientology-Methode:
Behauptungen werden aufgegriffen und
als Tatsachen weiterverbreitet.
Scientology will die Psychiatrie abschaffen.
Wohin solche Bestrebungen führen
können, lässt sich in den USA studieren.
Die Psychiatrie muss nicht verboten werden,
um sie zu ruinieren.
Es genügt, ihr das Geld zu verknappen.
Der Spiegel berichtete Ende 1998: "Irrfahrt
in den Knast" (>>).
Knapp vier Jahre später berichtete
der Schweizer Bund (>>).
Rich Lowry schreibt
am 31.7.2003 über "Die Misshandlung der psychisch Kranken"
- deutsch unter: http://www.lichtblick-newsletter.de/aufsatz6.html
-:
"In den letzten Jahrzehnten haben wir psychisch schwer kranke Menschen buchstäblich auf unsere Straßen abgekippt, sie mit ihrer Erkrankung und ihren Wahnvorstellungen sich selbst überlassen. Das ist eine große nationale Schande, für jedermann sichtbar versteckt. Am 22. Juli hat die New Freedom Commission of Mental Health von Präsident George Bush einen Bericht herausgegeben, anhand dessen sich diese Vernachlässigung hätte thematisieren lassen können, doch die Chance wurde schmählich verpasst."Lowry nennt aktuelle Zahlen und die Ursache der Misere:
"Einflussreiche Mächte wenden sich entschieden gegen die unfreiwillige Behandlung psychisch Kranker: die American Civil Liberties Union, die sich vorwiegend dafür einsetzt, dass Schizophrene ein Recht darauf haben, jegliche Behandlung abzulehnen; die Scientologen, die den Hass auf die Psychiatrie zu ihrem Glaubensbekenntnis machen; und die "Psychiatrieüberlebenden", die ehemals unfreiwillig behandelten psychisch Kranken, die sich der Ideologie verschrieben haben, so etwas dürfe niemals wieder irgendwem passieren.""Die Kommission des Präsidenten äffte Ausdrucksweise und Befürchtungen dieses Anti-Zwangsbehandlungs-Blocks nach, bezeichnete psychisch Kranke als "Konsumenten" und forderte deren Beteiligung an ihrem "Heilungsplan". Das ist prima, so lange die betreffenden psychisch kranken Menschen wissen, dass sie krank sind.
...
Die meisten der psychisch Kranken, die durch die Straßen irren, sind zu krank zu merken, dass sie krank sind. Zirka 50 Prozent der Schizophrenen und Menschen mit bipolarer Störung wissen nicht, dass sie psychisch krank sind."
Rene
Talbot und Peter Lehmann:
Die Koordinatoren der
Antipsychiatrie in Deutschland.
Rene Talbot und Peter Lehmann muss man
wohl als die Koordinatoren der Antipsychiatrie in Deutschand ansehen.
Damit soll nicht etwa gesagt werden, dass
sie Scientologen sind.
Dafür gibt es keine nachprüfbaren
Anhaltspunkte.
Tatsache ist jedoch, dass Ziele und radikale
Wortwahl zumindest teilweise identisch sind.
Rene Talbot scheint die nicht organisierten
Psychiatrie-Betroffenen anzusprechen.
Peter Lehmann scheint eher den organisierten
Teil der Psychiatrie-Betroffenen anzusprechen.
Lehmann will - wie die Scientology-Organisation
- die Psychiatrie abschaffen (unten).
Lehmann hat im Mai 2005 eine Art Gegendarstellung gegen die Darstellung
auf dieser Internet-Seite in seine Website gestellt unter http://www.antipsychiatrieverlag.de/info/heinemanningo.htm
Die Anti-Psychiatrie und der "Trialog"
Die Antipsychiatrie verwechselt Ursache
und Wirkung. Nicht die Psychiatrie ist die Ursache der Probleme. Sondern
die Krankheit.
Mit "Trialog" ist der Austausch zwischen
den Kranken, ihren Angehörigen und den professionellen Helfern gemeint.
Viele Vereine befassen sich mit der Hilfe
für diejenigen, die von der Krankheit betroffen sind.
Für die grosse Mehrzahl dieser Vereine
steht der Trialog im Vordergrund und nicht die Antipsychiatrie.
Der Landesverband der Angehörigen
psychisch Kranker Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat das "Russel-Tribunal"
zum Anlass genommen und eine Dokumentation veröffentlicht, die das
verdeutlichen sollte:
"Trotz allen guten Willens im 'Trialog' die Psychiatrie im Sinne der Betroffenen weiter zu verbessern und wirkliche Alternativen zu entwickeln, haben es Psychiatrie und Selbsthilfe bislang versäumt, sich ernsthaft mit den antipsychiatrischen Verleumdungen der Scientology-Organisation auseinanderzusetzen. Selbst die psychosoziale und psychiatrische Literatur nimmt davon kaum Notiz."Hartig und der Verein wurden daraufhin mit Abmahnungen überzogen. Einige der dort als Unterstützer des Tribunals genannten Personen wollten nicht im Zusammenhang mit Scientology genannt werden. Der Verein veröffentlichte die Gegendarstellungen sowie eine Klarstellung aus Gründen
"Soweit der Kläger [also Talbot u.a.] im Rahmen seiner eigenen Gestaltungsfreiheit an Großereignissen teilnimmt, die auch von Organisationen unterstützt werden, mit denen er nicht in Verbindung gebracht werden möchte, ergibt sich daraus kein Anspruch gegenüber den Beklagten [also dem Verein und Roland Hartig], ausdrücklich namentlich ausgegrenzt zu werden."
Rene Talbot und Peter Lehmann waren oder
sind im Verein Irren-Offensive e.V. organisiert, gegründet
1982, eingetragen im Vereinsregister Berlin-Charlottenburg VR 7067 (siehe
unten),
"erste selbstbestimmte und antipsychiatrische Initiative
ehemaliger Psychiatrie-Insassen".
Dipl. Pädagoge Peter Karl Lehmann
war dort Gründungsmitglied und ab Gründung bis 1989 Vorstand.
Der Bootsbauer Rene Talbot war von Oktober
1991 bis August 1992 Vorstand. 1996 wurde er erneut gewählt, jetzt
wird er im Vereinsregister als Rentner bezeichnet. Zum Zeitpunkt der Auskunft
des Amtgerichts vom März 2002 war er noch Vorstand. Vorstandsvorsitzende
gibt es in diesem Verein nicht. Talbot ist als einziger aus der langen
Reihe der Vorstandsmitglieder durch die Bezeichnung "Kassenwart" hervorgehoben.
Der Verein betreibt das Werner-Fuss-Zentrum,
Scharnweberstrasse 29, 10247 Berlin, genannt nach einem Gründungsmitglied
und mehrmaligen Vorstand des Vereins. Ideologischer Kopf ist fraglos Rene
Talbot, auch wenn er hinter dem "Plenum des Werner-Fuss-Zentrum"
versteckt wird, welches angeblich die "Redaktion" der Internet-Seite www.antipsychiatrie.de.htm
darstellt. Inhaber der Domain (siehe unten): Rene
Talbot.
Dort ansässig
auch der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V.,
"im Sommer 1995 gegründet von einigen Mitgliedern des Bundesverbandes
Psychiatrie-Erfahrener, Mitgliedern der Irren-Offensive und bislang unorganisierten
Betroffenen".
Unter derselben
Adresse firmiert auch ein "Lehrstuhl für Wahnsinn an
der Freien Universität Berlin", vgl.
Das Werner-Fuss-Zentrum wird in einer höchst eigenwilligen Rechtsform betrieben.
Dies stellte sich heraus, nachdem das Zentrum
wieder einmal mit wüsten Beschimpfungen über die Psychiatrie
hergezogen war. In verschiedenen Newsgroups schrieb das Zentrum ohne Nennung
eines Verfassers dieses und ähnliche Mails (zu finden über http://groups.google.de
und dem Stichwort "teuflische Ärzte"):
| Von:Werner Fuss Zentrum (werner.fuss@berlin.de)
Betrifft:teuflische Ärzte Newsgroups:de.sci.theologie, de.soc.menschenrechte, de.alt.soc.antifa Datum:2002-06-13 00:58:02 PST Und wieder wollen die Ärzte mit den teuflischsten Methoden ihre zerrinnende Macht noch retten und werden wieder zwangsweise lobothomieren - zeitgleich zu den implantierten Chips (siehe: Alle Alpträume werden wahr - aus Psychiaterhand) in den USA geht die Metzgerei in Schottland los. Ein neues Blutbad im Krieg gegen die für "verrückt" Erklärten hat begonnen! WARNUNG: UNBEDINGT JEDEN SCHOTTLAND AUFENTHALT VERMEIDEN!!! .... Ein Posting des Werner-Fuß-Zentrum Scharnweberstr. 29 10237 Berlin |
Ein Leser: "Heute die Ärzte, gestern die Geheimdienste, morgen die Freimaurer und hinter allen stehen die Aliens. Weitere wertvolle Beiträge vom WFZ zu Themen sci.*?"
Ein anderer Leser: "Mir erschliesst sich das nicht als Angriff sondern als therapeutisches Handeln".
Die Antwort des Zentrums:
"Oh, phantastisch, Herr [Name] ist ein begeisterter Anhänger des zwangsweisen Lobothomierens!Leser Bernd Kassler: "Das hoert sich alles sehr scientologisch an. Hat jemand mehr ueber dieses putzige "Zentrum" und Verbindungen zu Sekten und sektenaehnlichen Gruppen?"
Wo können wir Sie denn abhholen, um Sie nach Schottland zu begleiten?
Dort werden Sie sicherlich deprimiert und verwirrt genug ankommen, daß nach der neuen gesetzlichen Lage auch jeder Richter dieser von Ihnen begrüßten Zwangsbehandlung durch Rumschnippeln an Ihrem Gehirn zustimmen wird."
Auch Bernd Kassler
wurde daraufhin die Begleitung nach Schottland angeboten, siehe oben.
Seine Antwort:
ein anonymer Schmierlappen aka"aka" ist keine der üblichen Internet-Abkürzungen und bedeutet "also known as", "auch bekannt als". Zugegeben, die Bezeichnung als "anonymer Schmierlappen" ist nicht gerade freundlich und soll hier auch nicht verteidigt werden. Das WFZ behauptet, deswegen Strafanzeige erstattet zu haben. Bleibt abzuwarten, ob das WFZ das Ergebnis oder wenigstens das staatsanwaltschaftliche Aktenzeichen veröffentlicht.
Werner Fuss Zentrum at werner.fuss@berlin.de wrote the
Donnerstag, 13. Juni 2002 18:52:
>
> Oh, phantastisch, Herr Kassler ist ein begeisterter Anhänger des zwangsweisen Lobothomierens!
> Wo können wir Sie denn abhholen, um Sie nach Schottland zu begleiten?Drohungen dieser Art - auch wenn sie als Frage verkleidet sind -
sind durchaus typisch fuer *totalitaere Sekten*.Insofern ist es durchaus angebracht bei dieser Gruppierung - die
zudem anonym im Usenet schreibt, wei sie wohl zu feige ist ihren
buergelrlichen Namen zu offenbaren - nach Zusammenhaengen zu
Scientology oder aehnlichen Sekten zu forschen.
Das WFZ tat dann so, als sei von Anfang an klar gewesen, wer das WFZ sei.
Ein Rechtsanwalt des WFZ schickte Bernd Kassler eine Abmahnung. Er solle sich verpflichten, die Bezeichnung "anonymer Schmierlappen" zu widerrufen und künftig zu unterlassen und für jeden Fall der Zuwiderhandlung "eine Vertragsstrafe in Höhe von 8.000,00 DM (in Worten: achttausend) = 4.090,34 Euro" zu zahlen. Ausserdem habe er die Kosten für die Abmahnung in Höhe von 260,71 Euro zu zahlen.
Mal abgesehen davon, dass ein Widerruf nur bei Tatsachenbehauptungen in Frage kommt und "anonymer Schmierlappen" wohl kaum als Tatsache angesehen werden kann:
Als Auftraggeber gab der Rechtsanwalt nicht etwa das Werner Fuss Zentrum an, sondern die Vereine Irrenoffensive e.V. und Landesverband Psychiatrie Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V. Von diesen Vereinen war bisher nicht die Rede. Bernd Kassler bat deshalb um Aufklärung, zumal die Vollmacht nicht beigefügt war.
Der WFZ-Anwalt mit Schreiben vom 20.8.2002:
"Bei dem erwähnten Werner-Fuß-Zentrum Berlin" handelt es sich um eine GbR, bestehend aus den Vereinen bürgerlichen Rechts als Gesellschafter, der Irrenoffensive e.V. sowie des Landesverbandes Psychiatrieerfahrener Berlin-Brandenburg. Die genannten Vereine sind durch einen Gesellschaftervertrag des Werner-Fuß-Zentrums verbunden und treten in dieser Form auch nach außen auf".
Eine GbR ist eine Gesellschaft bürgerlichen
Rechts, auch als BGB-Gesellschaft bekannt. Eine solche dient wirtschaftlichen
Zwecken. Für ideelle Zwecke steht bekanntlich die Rechtsform des eingetragenen
Vereins zur Verfügung. Man muss es wohl als Rarität bezeichnen,
dass zwei Vereine eine GbR gründen. Die beiden Vereine beanspruchen
vermutlich die Gemeinnützigkeit. Die GbR soll vermutlich eine Art
steuerunschädlicher Zweckbetrieb sein. Ebenso ungewöhnlich wie
die Rechtsform ist, dass die Existenz dieses Betriebes offenbar verheimlicht
wird.
Ein Leser der WFZ-Mails hatte offenbar
die richtige Ahnung, als er schrieb:
"Wenn man in anderen Postings rumtönt,
daß man eine juristische Person sei, so sollte man die Rechtsform
(e.V., GmbH, AG o.ä.) erwähnen.
Bernd Kassler hatte dem WFZ-Anwalt am 6.7.2002 zusätzlich mitgeteilt, dass er die "Äußerungen auch ohne Verpflichtungserklärung künftig nicht wiederholen werde". Die Erstattung der Anwaltkosten komme nicht in Betracht. Der WFZ-Anwalt interpretierte diese eindeutige Aussage in seinem Schreiben vom 20.8.2002 recht eigenwillig dahingehend, "es sei im Grund von einem Anerkenntnis auszugehen". Für den Fall, dass seine Rechnung nicht bezahlt werden, "kündige ich bereits an dieser Stelle gerichtliche Durchsetzung an". Die Vollmacht fehlte wiederum. Im Falle einer Klage wegen der Gebühren wird er nicht umhin kommen, diese vorzulegen. Eine solche Vollmacht beweist allerdings nicht die Existenz der GbR. Also wird er auch den GbR-Vertrag vorlegen müssen.
Wenn man sehr genau hingesehen hat, konnte
man schon vorher die "GbR" finden. Im Impressum der Website www.irrenoffensive.de
heisst es: "Impressum: Werner-Fuss-Zentrum GbR der Irren-Offensive e. V
und Landesverband Psychiatrie Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V., beide:
Scharnweberstr. 29, 10247 Berlin"
Rene Talbot und die Gruppe N in den Newsgroups
Am 2.2.2001 wurde innerhalb der Newsgroup
"de.sci.psychologie" die "Gründung" einer "Gruppe N" annonciert. Auf
die Frage eines Lesers "was bedeutet das "N"?" die Antwort: "Es darf gerätselt
werden".
Anlass der Gründung: Ein angeblicher
"Progromaufruf gegen René Talbot".
Ziel: "Durch die Bildung eines Teams, das als Gruppe postet, ist es unmöglich,
einzelne zu verleumden". Logisch klingt das nicht gerade, könnte aber
bedeuten, dass jeder, der sich der Bezeichnung "Gruppe N" bedient, nach
Bedarf eine angebliche Verleumdung auf sich beziehen (etwa wenn er Strafanzeige
erstatten will) oder von sich weisen kann.
Der Hauptzweck aber dürfte ein anderer
sein: Jeder, der sich der Bezeichnung "Gruppe N" bedient, kann behaupten,
dass er den fraglichen Text nicht gepostet hat.
Das kann einen Nebeneffekt haben, der
Talbot & Co nicht unwillkommen sein dürfte:
Talbot & Co beleidigen laufend "die
Psychiatrie" und folglich das dazugehörige Personal. Dadurch fühlen
sich auch Personen betroffen, welche die Psychiatrie in erster Linie als
notwendige Hilfe für sich und andere kennen. Es liegt nahe, dass diese
sich provoziert fühlen und in ähnlich drastischer Wortwahl antworten.
Das Strafgesetzbuch sieht in § 199 für "wechselseitig begangene
Beleidigungen" vor: "Wenn eine Beleidigung auf der Stelle erwidert wird,
so kann der Richter beide Beleidiger oder einen derselben für straffrei
erklären." Kann man aber den ersten Beleidiger nicht identifizieren,
dürfte es schwer sein, diese Vorschrift anzuwenden. Ähnlich sieht
es im Zivilrecht aus. Die Rechtsprechung zum Äusserungsrecht kennt
das Recht zum "Gegenschlag". Der oben geschilderte
Fall "anonymer Schmierlappen" könnt ein solcher Fall sein und zeigt
zugleich, dass Talbot & Co. bereit sind, zusätzlich zu drastischer
Wortwahl juristische Hilfe zu nutzen. Talbots WFZ hatte jemanden
als "begeisterter Anhänger des zwangsweisen Lobothomierens!" diffamiert.
Der antwortete umgehend und bezeichnet die Urheber als "anonymer Schmierlappen".
Folge: Rechtsanwalts-Abmahnung mit beigefügter Kostenrechnung in Höhe
von 260,71 Euro.
Die Charta wird seither in jedem Posting der Gruppe N verbreitet und sei dieses noch so kurz. Damit soll offenbar der eigentliche Zweck der Newsgroup de.sci.medizin.psychiatrie konterkariert werden. Deren Charta lautet:
"de.sci.medizin.psychiatrie dient als Informations- und Diskussionsforum für psychiatrische Themen. Ziel der Gruppe sind Aufklärung über die derzeitige Situation der Psychiatrie, Austausch über psychiatrische Erkrankungen zwischen Fachkräften (psychiatrisch Tätigen), Betroffenen (Psychiatrieerfahrenen) und Angehörigen und allen an diesem Themenkomplex Interessierten sowie Informationen über Behandlungsmöglichkeiten, Prognosen, psychosoziale Rehabilitation etc. ..."
Die "Forderung nach Freigabe aller
Drogen an Erwachsene" wurde im Zusammenhang mit Psychiatrie-Kritik
bisher wohl nur von Thomas Szasz (siehe oben) erhoben
(Thomas S. Szasz: Das Ritual der Drogen, 1978, Europa-Verlag Wien, Fischer
TB ISBN 3 596 26712 9), Gründungsmitglied, Galionsfigur und fachlicher
Kopf der Scientology-Tarnorganisation KVPM
- Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte
e.V. Szasz war wichtigster Mann des Russell-Tribunals,
welches von Talbot als "Sekretär" organisiert und von Scientology
mit Unterstützungs-Veranstaltungen begleitet wurde.
Nur scheinbar steht diese Forderung im
Widerspruch zu den vermeintlichen Anti-Drogen-Aktivitäten von Scientology.
Denn dabei dürfte es sich einerseits um die Scientology-übliche
Bekämpfung der Ärzte handeln, die im Notfall die letzte Rettung
der Drogenkranken sind und andererseits um den Versuch, die Drogenhilfe
in das angestrebte Scientology-Monopol für Psychotherapie zu übernehmen,
vgl. dazu Narconon.
Danach geht eine Flut von Posting in der
Newsgroup ein, in denen es überwiegend um die Bedeutung von Begriffen
ging.
Diese Methode wurde zuvor von der Scientology-Organisation
als "Redefinieren
von Worten" betrieben.
Scientology-Gründer Hubbard:
| Aus: Hubbard, HCO PL 5.10.1971 POLITIK
DURCH REDEFINITION VON WORTEN
Eine langfristige Technik der Propaganda, die von den Sozialisten (gleichermaßen Kommunisten und Nazis) benutzt wurde, ist für PR-Praktiker von Bedeutung (Anm.: PR - Öffentlichkeitsarbeit, auch Propaganda). Ich kenne keine Stelle der PR-Literatur, in der sie erwähnt wäre. Aber die Einzelheiten zirkulierten mündlich in Kreisen der Intelligenz und sie ist laufend in Gebrauch. Der Trick ist - Worte sind zu redefinieren, bis sie zum Vorteil des Propagandisten etwas anderes bedeuten. .... Es gibt viele solche Bespiele. Das sind keine »natürlichen« Änderungen der Sprache. Es sind Änderungen durch Propaganda, sorgfältig geplant und durch eine Werbekampagne durchgeführt mit dem Auftrag, bei der öffentlichen Meinung einen Vorteil für die Gruppe zu erlangen, welche die Propaganda durchführt. Wird die Redefinition oft genug wiederholt, kann die öffentliche Meinung dadurch geändert werden, daß die Bedeutung eines Wortes geändert wird. »Psychiatrie« und »Psychiater« ist leicht redefiniert in die Bedeutung »ein anti-sozialer Feind des Volkes«. Dadurch werden die verrückten und tötenden Psychiater von der Liste der bevorzugten Berufe verschwinden. Dies ist ein guter Gebrauch von dieser Technik, denn für ein Jahrhundert haben die Psychiater einen für alle Zeiten geltenden Rekord der Unmenschlichkeit an Menschen aufgestellt. Die Redefinition von Wörtern wird dadurch bewirkt, daß andere Gefühle und Symbole mit ihnen verbunden werden, als diejenigen, die man erwartet. |
Jeder Begriff wird sofort im Sinne der
Antipsychiatrie negativ besetzt.
Leicht erkennbar ist das im folgenden
Posting zum Begriff der Erwerbsunfähigkeitsrente.
| Von:Gruppe
N (Gruppe_N@gmx.net)
Betrifft:Re: Erwerbsunfähigkeit Newsgroups:de.sci.psychologie Datum:2001-02-21 13:32:08 PST >Ich hätte da mal eine Frage: seit einigen Monaten bekomme ich Erwerbsunfähigkeitsrente aufgrund einer psychischen Geschichte. Hi Psychologies, Hi Frauke, 1. Anwort - immer richtig - Du bezieh nicht eine Rente, sondern Wiedergutmachung für Mißhandlungen der Psychiatrie, Freiheitsberaubung als Zwangeinweisung und traumatisierende Körperverletzung in folterartig empfundener Zwangsbehandlung. |
Die Anfragerin hatte eine Frage gestellt, wie sie typischerweise in Selbsthilfegruppen gestellt werden. Sie hatte berichtet, dass und warum sie ihre Bekannten nicht über ihre Krankheit informiert hat und jetzt nicht weiss, was sie antworten soll, wenn sie gefragt wird, was sie arbeitet oder warum nicht und warum sie noch bei ihren Eltern wohnt: "Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben, was man auf derlei Fragen entgegnen kann, ohne ausfallend oder unhöflich zu werden ? Gibt es vielleicht jemanden, der ein ähnliches Problem hat? Freue mich auf Eure Antwort".
"Hi Psychologies": Dieser Begriff ist ungebräuchlich,
wenn nicht unbekannt.
Nur eine Organisation benutzt einen ähnlichen
Begriff: Scientology.
Scientology benutzt "Psychs" als Kürzel
für Psychiater, zum Beispiel in der Drohung "Psychs
are next", "Psychiater sind als nächste dran".
Oder als Bezeichnung für die Bösen
im Hubbard/Travolta-Film
Battlefield
Earth
Auch Michael
Kent alias Michael Hinz benutzt den Begriff.
Soweit bekannt, wurde bisher keine Übersetzung
ins Deutsche versucht.
Offenbar betreiben
Talbot & Co das Umdefinieren gewohntheitsmässig.
Anders ist es wohl kaum zu verstehen,
wenn zu Beginn von einem "Progromaufruf gegen René Talbot"
die Rede ist.
Mal abgesehen davon, dass das Wort nicht
Progrom
heisst, sondern Pogrom:
"Pogrom" ist eine "Bezeichnung für
staatlich initiierte, gelenkte oder geduldete Gewalttaten gegen Juden"
( Encarta 2002).
Ein Pogrom richtet sich also gegen eine
Gruppe, nicht gegen Einzelpersonen.
Das Ziel ist offenbar, Kritik an Einzelpersonen
mit der Judenverfolgung gleichzusetzen.
Auch das wurde stets von Scientology betrieben.
Dazu:
| Nicht untypisch
für deren gemeinsamens Vorgehen:
Die Verunglimpfung von Prof. Peter Propping, Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Bonn als "Erbhygieniker" anlässlich von dessen Berufung in den Nationalen Ethikrat. Das Photo rechts stammt aus der Website www.psychiatrie-erfahrene.de über eine Demonstration anlässlich der konstituirenden Sitzung dieses Rates mit Bundeskanzler Schröder. Ein Artikel zum Thema: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/11859/1.html "Erbhygieniker´" ist ein Begriff aus der Nazi-Zeit und beinhaltet den Begriff der "Rassenhygiene". Scientologen unterstellen, dass die biologische Psychiatrie in Wahrheit dieselben Ziele verfolgt. Vor Gericht erklärte Talbot, es ginge mit dieser Bezeichnung um die "längst überfällige Aufarbeitung der NS-Psychiatrie". Den Ethikrat insgesamt verunglimpft das Plakat als "Ekelrat".
|
![]() |
"Elektroschocker-Lehrstuhl"
dazu unten: Professorin
mit Nazi-Mörder Mengele verglichen
"Elektroschocker-Lehrstuhl" ?
Derartige Töne hat man zuvor nur
von der Scientology-Organisation gehört.
Die
Irrenoffensive im Scientologen-Buch von 1987
| Der Verein Irren-Offensive wurde bereits 1987 in dem Buch der Scientology-Anhänger Keppler und Mehler "Der sanfte Schrei" (Heyne-Verlag, Buchbesprechung: http://www.AGPF.de/akt88-1.htm#Seite 11 ) als erste Anlaufandresse genannt, neben einem Feministischen Frauen-Therapiezentrum, der SSK Sozialistische Selbsthilfe Köln, einem Arbeitkreis gegen Menschenrechtsverletzungen in München, KVPM und Narconon. Das Titelbild rechts stammt übrigens von dem Scientologen Gottfried Helnwein. Das Buch zitiert vielfach Scientology-Quellen sowie den Hochstapler und Betrüger Gerd Postel, dem Rene Talbot 2002 eine eigene Website widmet. Schon in diesem Buch ist die Rede von einem " 'Chemischen Krieg' gegen Kinder" (Seite 55). Zitiert wird der KVPM-Text "Werden Schüler unter Drogen gesetzt, um Gehorsam zu erreichen", 1978, (Fussnote II, 27 Seite 237) von Georg Stoffel , damals als Strassenwerber für Scientology und als Autor für die KVPM tätig (Heinemann 1979), heute für das scientology-eigene "Menschenrechtsbüro". | ![]() |
Das Bild von Talbot ist ein Ausschnitt
aus "Kurzbericht von der Demonstration gegen die Konstituierung des "nationalen
Ethikrat" am 8.6.2001"
Text:: http://www.psychiatrie-erfahrene.de/PsyNetzLinksSeiten/Nachrichten.htm
Bild: http://www.psychiatrie-erfahrene.de/PsyNetzLinksSeiten/ekelrat_bilder_fuer_presse/bild2.htm
Die
Internet-Domains des Rene Talbot
Rene Talbot ist Inhaber folgender Internet-Domains:
Talbots Adresse Sitz von Briefkastenfirmen
Eine Briefkastenfirma besitzt unter der
angegebenen Adresse nur einen Briefkasten.
Die Adresse von Rene Talbot scheint der
Sitz etlicher solcher Firmen zu sein.
Talbots Adresse ist Vorbergstr. 9a in Berlin.
Die Telefon-CD von KlickTel vom Januar
2002 enthält für Rene Talbot keine Eintragung.
Wohl aber zwei Nummern auf den Namen Talbot
ohne weitere Angaben: 030-7828947 und 7874334.
Allerdings sind diese Nummer eindeutig
Rene Talbot zuzuordnen:
Die Nummer 7828947 ist eindeutig Rene Talbot zuzuordnen, sie wurde vom Freedom of Thought Office benutzt (Quelle siehe unten).
Die Zahl 7828947 taucht ausserdem auf in der Website www.BPE-online.de (Webmaster: Peter Lehmann) des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener und zwar in der Liste der Landesorganisationen: Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V., Scharnweberstraße 29, 10247 Berlin, Tel. 030 – 2911001, Fax 030 – 17828947, E-mail: werner.fuss@berlin.de . Zufall? Vermutlich so wahrscheinlich, wie ein Sechser im Lotto.
Die zweite Telefonnummer findet sich zum Beispiel in der Intenet-Seite http://www.graswurzel.net/229/psychiatrie.shtml
als Kontaktadresse für das "Haus des Eigensinns", Vorbergstr. 9a, 10823 Berlin, Tel: 030/7874334, Fax: 030/7828947
und unter http://www.szasz.com/SymposiumProgram.html las Telephonnumer von Rene Talbot als eines Sprechers des Symposiums "Liberty and/or Psychiatry? 40 Years After the Myth of Mental Illness" zum 80. Geburtstag von Thoams Szasz am 15. April 2000.
Für diese Adresse ist in der Telefon-CD
vom Januar 2002 auch angegeben: Firma Talbot Yachthandel & Charter
GmbH, Vorbergstr. 9A, 10823 Berlin, 030-78702400.
Dieselbe Nummer ist im aktuellen www.Telefonbuch.de
für Rene Talbot eingetragen.
Ausserdem ist dort das Sekretariat des
neu gegründeten IAAPA ansässig, wie Talbot in der Newsgroup <de.sci.medizin.psychiatrie>
öffentlich
mitgeteilt hat, unten.
Zumindest zeitweilig befand sich dort
auch das Sekretariat des Freedom of Thought Office, zuständig
für das Russell-Tribunal - Geist gegen Gene, vgl. http://www.Ingo-Heinemann.de/KVPM+Russell-Tribunal.htm
Initiative Selbstbestimmung, Uwe
Pankow, Vorbergstr. 9a, 10823 Berlin. Die Domain www.initiative-selbstbestimmung.de
gehört Talbot. Pankow ist Vorstand der Irren-Offensive e.V., (siehe
dort)
und Gründungsmitglied der IAAPA in der Schweiz (siehe dort).
Die IS wirkt an der Kommerzialisierung der Vorsorgevollmacht mit, nennt
sich "Die Vorsorge Company". Der Begriff "Zentralregister Vorsorgevollmacht"
ist angeblich bereits geschützt, eine GMBH soll sich in Gründung
befinden. Die Webseite verweist auf www.Vo-Vo.de (gehört ebenfalls
Talbot), wo seit langem Propaganda für die Vorsorgevollmacht als Rettung
vor der Psychiatrie gemacht wird. Klickt man das Link an, landet man auf
einer seite mit der Überschrift "Initiative Selbstbestimmung" und
erst von dort auf der Website vo-vo.de, die jetzt laut Impressum
von Pankow betrieben wird. Für Auskünfte wird man an das Werner-Fuss-Zentrum
(siehe dort) verwiesen.
Abschaffung der Zwangsbehandlung meint Abschaffung der Psychiatrie
Das "Foucault-Tribunal" von 1998 ("Initiator":
Talbot, laut www.irrenoffensive.de/Frank/Frame530375.htm) befasste sich
noch ganz allgemein mit der "Lage der Psychiatrie".
Seither stehen Angriffe auf die Psychiatrie
und einzelne Psychiater im Vordergrund.
Das Russell-Tribunal
stand bereits ganz im Zeichen der Antipsychiatrie.
Scientologen haben hier nicht nur Protest-Demos
durchgeführt, sondern eine unterstützende Veranstaltung.
Einer der wichtigsten Organisatoren des
Russell-Tribunals war Rene Talbot.
Umstritten an der Psychiatrie ist in erster
Linie die "Zwangsbehandlung".
Deren Abschaffung wird deshalb gefordert.
Unausgesprochen eingeschlossen ist offenbar
die Einweisung durch Angehörige oder Betreuer nach vorheriger Entmündigung
oder Anordnung der Betreuung.
Es wird nur schwammig gesagt, was mit
psychisch Kranken zu geschehen hat, die für sich selbst oder andere
gefährlich sind.
Das können Gewalttäter sein,
aber auch Betrüger, die andere ruinieren können.
Daraus kann gefolgert werden:
Abschaffung der Zwangsbehandlung meint
Abschaffung der Psychiatrie.
Derzeit können die Gerichte anstatt
der Freiheitsstrafe eine Zwangseinweisung anordnen.
Würde diese abgeschafft, bliebe nur
ein Verhängung von Freiheitstrafen, denn kein Staat kann dulden, dass
Bürger andere Bürger voraussehbar schädigen. Das gilt auch
für psychisch Kranke. Zu den entsprechenden Erfahrungen in den
USA siehe Irrfahrt in den Knast.
Zur Durchsetzung dieser Forderung geht
Talbot denselben Weg, den die Scientology-Suborganisation KVPM bereits
seit den Siebzigern eingeschlagen hatte:
Die Verunglimpfung der Psychiatrie als
Nazi-Einrichtung.
Exkurs: Scientology und die Nazi-Psychiatrie
Tatsache ist, dass es unter den Psychiatern zahlreiche Nazis gab, genau wie unter zahlreichen (wenn nicht allen) anderen Berufsgruppen, wie zum Beispiel den Juristen. In den meisten Berufsgruppen waren viele dieser Nazis auch nach Kriegsende, also nach 1945 in staatlichen und halbstaatlichen Funktionen weiter tätig. Das wurde auch damals vielfach öffentlich auf vielen Ebenen kritisiert. Zum Beispiel auch durch Thetaerstücke, etwa "Juristen", 1979, von Rolf Hochhuth.Der KVPM behauptete allerdings von Anfang an, die Nazi-Psychiatrie sei auch nach dem Krieg fortgeführt worden.
Zum Beleg dienten meist Biographien von Psychiatern.
Diese wurden angereichert mit Schreckensgschichten aller Art rund um die Psychiatrie.
Für den Leser ohne fachliche Vorbildung war meist nicht erkennbar, dass Biographien und Schreckensgeschichten erstens meist eine Mischung aus Fakten und Fiktion enthielten und dass zweitens kein nachprüfbarer Zusammenhang zwischen beiden Themen bestand. "Psychiatrie tötet" war das Schlagwort. Wichtigster Angriffspunkt: Die Elektroschock-Therapie.1994 wurden diese Beschuldigungen dann in dem Buch "Die Männer hinter Hitler" zusammengefasst. Untertitel: "Wer die geheimen Drahtzieher hinter Hitler wirklich waren ... und unter welchem Deckmantel sie noch immer unter uns weilen."
Spätestens jetzt wurde die Behauptung von der Fortdauer der Nazi-Psychiatrie verbunden mit der damals aufkommenden Psychiatrie-Kritik. Diese bestand aus zwei sehr unterschiedlichen Zweigen:
Vielfach wurden Kranke in Anstalten ("stationär") behandelt, weil zu Hause ("ambulant") keine Möglichkeit der Behandlung bestand. In den Anstalten mußten Kranke oft noch gefesselt werden, um sie von Gewalt gegen sich selbst und andere abzuhalten. Manche rennen buchstäblich mit dem Kopf gegen die Wand. Deshalb gab es gepolsterte Räume, die sog. Gummizellen.
- der fachlichen Kritik an Diagnosen und Behandlungsmethoden
und- der Kritik an den Zuständen in den Anstalten.
Mit Ausbau der gemeindenahen Psychiatrie und Einführung der Psychopharmaka verringerten sich diese Probleme.
Scientology übertrug umgehend die Kritik von den Psychiatern auf die Psychopharmaka.
Bis heute werden fachliche Probleme - etwa der Dauermedikation - mit Misständen in einzelnen Einrichtungen oder Fehlleistungen Einzelner vermischt.Neuestes Ziel der Scientology-Kritik ist die Biologische Psychiatrie. Diese befasst sich mit möglichen biologischen Ursachen seelischer Störungen, also etwa vererbten Ursachen oder biochemischen Störungen. Scientologen unterstellen der biologische Psychiatrie die Ziele der nationalsozialistischen "Rassenhygiene", etwa in dem Buch "Die Männer hinter Hitler", Seite 270.
Dazu auch:
- Dr. Rudolf Sponsel in: Antipsychiatrie - Glossar
- KVPM gegen Biologische Psychiatrie
Talbot macht die Psychiatrie für Holcaust verantwortlich
In einem Interview wurde Talbot nach dem Russell-Tribunal gefragt. Das sei doch auch als Gegenpol zu einem Psychiatrie-Kongress gedacht gewesen. Ist das gelungen?
Talbots Antwort:
Shoa ist ein anderer Begriff für den Holocaust, den Massenmord der Nazis an den Juden in Europa, von den Nazis als "Endlösung" bezeichnet. "Nach neuesten Schätzungen beträgt die Gesamtzahl der Opfer des Holocaust zwischen 5,3 und knapp über sechs Millionen Menschen" (Encarta 99 Enzyklopädie)."Ja. Diese 7. Weltkonferenz, die die entscheidende Funktion der deutschen Psychiatrie für die Shoah vergessen machen sollte" (Artikel unten).
Talbot weist also der Psychiatrie
"die entscheidende Funktion" und damit die Verantwortung für
den Holcaust zu.
Dies ist exakt die Scientologen-These,
vertreten u.a. in dem Buch "Die
Männer hinter Hitler".
| Junge Welt vom
10.7.2001
http://www.jungewelt.de/frameit.php?/2001/07-10/016.shtml Kann das Russell-Tribunal etwas bewirken? jW sprach mit René Talbot vom Bundesverband der Psychiatrieerfahrenen Berlin-Brandenburg, Mitorganisator der Konferenz »Freedom of Thought« F; Vor kurzem fand in Berlin die psychiatrie- und gentechnologiekritische Konferenz »Freedom of Thought« statt. Was passierte dort inhaltlich? »Freedom of Thought« war eine internationale Konferenz über Menschenrechte, biologistische Diskriminierung und psychiatrischen Zwang. Um den Titel zu erklären: die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen garantiert in Artikel 18 das Recht auf Freiheit der Gedanken.F: Beim Russell-Tribunal, dessen Urteil in der jungen Welt vom Wochenende abgedruckt war, ging es um das zentrale Wort der Psychiatrie Geisteskrankheit, deren Existenz von der Anklage als Mythos bezeichnet wurde, sowie um Zwangseinweisung und -behandlung in psychiatrischen Institutionen vor dem Hintergrund der Verletzung von Grundrechten. »Geist gegen Gene« war als ein Forum jenseits des konventionellen Paradigmas zweckgebundener Produktion biotechnologischen Wissens und der Ideologie der »Verbesserung« des Menschen geplant. Mit voranschreitender Kommerzialisierung der Biowissenschaften steigt die Gefahr, daß der Wert des Menschen an der »Qualität« seines Erbgutes gemessen wird: Eine Aufwertung des »Gesunden« geht mit der Abwertung des »Kranken« einher. Einem Rassismus ohne Rasse wird auf der Basis von genetischen Profilen das Feld bereitet. Die Kriterien der Zuordnung bleiben im dunkeln und spiegeln lediglich neueste biologische und medizinische Erkenntnisse wider.F: Das Urteil des Russell-Tribunal ist rechtlich nicht bindend. Kann es an der Situation in der Psychiatrie überhaupt etwas ändern? Ganz sicher. Denn es ist von einer moralischen Instanz gefaßt worden. Das »Vietnam War Crime Tribunal« war genausowenig rechtlich bindend, hat aber dem darauffolgenden Protest maßgeblich den Rücken gestärkt. Ohne Moral läßt sich nun mal keine Auseinandersetzung erfolgreich durchstehen, sowieso nicht aus einer Minderheitenposition heraus. Ganz wesentlich war auch die weltweite Live-Übertragung via Internet. In vielen Ländern der Erde wurde das Tribunal verfolgt. Seit Sonntag ist von der Homepage freedom-of-thought.de über ein Audioarchiv das gesamte Konferenzgeschehen in Deutsch und Englisch abrufbar.F: »Freedom of Thougth« sollte auch ein Gegenpol zur im ICC Berlin tagenden 7. Weltkonferenz der Biologischen Psychiatrie sein. Ist das gelungen? Ja. Diese 7. Weltkonferenz, die die entscheidende Funktion der deutschen Psychiatrie für die Shoah vergessen machen sollte, hat sich tatsächlich zu einer Presseerklärung provoziert gefühlt, die von Verleumdungen nur so geschäumt hat. Wir haben offensichtlich mit unseren äußerst bescheidenen Mitteln gegen alle Widerstände bei dieser Weltkonferenz ins Schwarze getroffen.F: Wie soll weiter zum Thema Psychiatrie und Gentechnologie gearbeitet werden? Psychiatrische Genetik bezeichnen wir als Psychiatriebetroffene zugespitzt als Neo-Nazi-Eugenik. Mit pränataler Gleichschaltung werden die alten Ziele weiterverfolgt. Es kommt darauf an, politisch dagegen zu mobilisieren, in den Universitäten Widerstand zu organisieren. Gegen die psychiatrische Gewalt gibt es in der BRD weltweit einmalig ein rechtswirksames Mittel: die Vorsorgevollmacht. Diese Vollmacht kann jeder Mensch abschließen. Sie kostet nichts und jede Vollmacht mehr ist ein Grabstein mehr für die Zwangspsychiatrie. Näheres dazu gibt es im Internet unter www.vo-vo.deInterview: Peter Nowak |
Vorsorgevollmacht gegen Psychiatrie
Wichtigstes Instrument beider Vereine (also der Irren-Offensive e.V., des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V. und deren "Werner-Fuß-Zentrum") ist die Vorsorgevollmacht. Dazu:
Die Vorsorgevollmacht dient hier dazu,
"der psychiatrischen Gewalt die Stirn zu bieten"
, so und ähnlich in zahlreichen Internet-Seiten, insbesondere solchen,
deren Inhaber Talbot ist.
Nur Vordergründig geht es auch hier darum, gegen die Zwangseinweisung vorzugehen. Dazu siehe oben.
Eine Vollmacht als Instrument gegen die Psychiatrie ist eine Erfindung der Scientology-Suborganisation KVPM - Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V.
Eine solche wurde 1994 als "Schutzbrief" in dem Buch "Die Männer hinter Hitler" vorgestellt.
Seither wird er bei alle denkbaren Gelegenhiten verbreitet, auch auf der Strasse, vgl.
Die "Vorsorgevollmacht" ist eine sprachlich verharmloste Variante des "Psychiatrischen Testaments", das seit etwa 1985 von der Irren-Offensive und deren damaligem Vorstand Peter Lehmann propagiert wurde. Dazu mehr unten.Talbots Versuch der feindlichen Übernahme der Prinzhorn-Sammlung
Einzelheiten: http://prinzhorn.uni-hd.de/aktuelles/1999/11/stellungnahme.shtml
Talbots Versuch der feindlichen Übernahme der Prinzhorn-Sammlung wäre nicht mehr als eine Groteske. Wenn Talbot hier nicht - wie sonst nur Scientology - versucht hätte, den Holocaust zu instrumentalisieren. Und wenn es Talbot nicht gelungen wäre, zeitweilig eine Reihe von Personen des öffentlichen Lebens dafür einzuspannen, den Ruf der Psychiatrie weiter zu schädigen und damit das Vertrauen von Patienten zu schädigen.
Die "Prinzhorn-Sammlung" besteht aus Bildern, die von Psychiatrie-Patienten gemalt wurden. Zunächst gab es eine kleine Sammlung an der Heidelberger Universitätsklinik, die ab etwa 1900 entstanden war. 1919 und 1921 hat der Kunsthistoriker und Arzt Hans Prinzhorn diese erheblich erweitert. Prinzhorn hat sich auch wissenschaftlich mit den Werken befasst und darüber ein Buch geschrieben: "Bildnerei der Geisteskranken", 1922. Durch dieses Buch gewannen die Werke Einfluss auf avantgardistischen Künstlerkreise. Als er die Klinik 1921 verliess, waren es mehr als 5000 Objekte. Zu Beginn der Nazi-Zeit 1933 wurde das Sammeln eingestellt.
1996 wurde in Heidelberg ein neues Gebäude
für die Sammlung geplant. In diesem Stadium forderte Rene Talbot im
Namen des BPE - Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener, ihm die Prinzhorn-Sammlung
zu übereignen.
Die grotesken und skandalösen Einzelheiten
lassen sich in der Website der Prinzhorn-Sammlung nachlesen. Dort heisst
es:
Name des Museums-Projekts: Haus des Eigensinn - Museum der wahnsinnigen Schönheit"In einem Gespräch erklärte der Leiter der Berliner Gruppe des BPE, René Talbot, Initiator und Wortführer dieses Vorhabens, daß geplant sei, eine Gedenkstätte für die Euthanasieopfer des Nationalsozialismus in Berlin zu errichten, deren Kernstück die Prinzhorn-Sammlung sein solle. Hierfür gab es bereits einen architektonischen Entwurf. Den Bau wolle ein anonymer Geldgeber in Form einer Stiftung finanzieren, wobei er seine Schenkung allerdings an die Präsenz der Prinzhorn-Sammlung koppele."
Wenn ein eher unsolide erscheinendes Vereinskonglomerat absurde Forderungen erhebt und wegen der Finanzierung auf einen angeblichen anonyme Geldgeber verweist, dann ist das wenig glaubhaft.
Vermutlich um die fehlende Reputation aufzubessern
wurde der
Bund der "Euthanasie"-Geschädigten
und Zwangssterilisierten e.V.
zur Unterstützung gewonnen, insbesondere
Elvira
Manthey.
Später erst erfuhr der Bund, dass
diese eng mit der Scientology-Tarnorganisation
KVPM
Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte
kooperierte.
Der Bund sich aus dem Projekt zurück.
Elvira Manthey wurde ausgeschlossen, nachdem
sie nicht bereit war, sich von Scientology zu distanzieren.
Vermutlich um Verbündete zu gewinnen,
stellt Talbot Prinzhorn als Nazi-Ideologen dar.
Das ist an den Haaren herbeigezogen.
Dazu Dr. Rudolf Sponsel http://www.sgipt.org/medppp/araf/paris-t.htm
Als Kürzel für das Projekt wird
"T 4" benutzt, für die Adresse Tiergartenstasse 4 in Berlin.
Dort soll entweder das Museum oder eine
Gedenkstätte gebaut werden.
Dort war der Sitz der Bürokratie
zur Durchführung der Nazi-Euthanasie.
Das Scientologen-Buch "Die Männer
hinter Hitler" (Seite 81 ff) benutzt dieses Kürzel für ihren
Kampf gegen die Psychiatrie.
Inzwischen scheint das Projekt gescheitert
zu sein.
In der Newsgroup de.sci.medizin.psychiatrie
wurde am 17.5.2002 ein Rundschreiben des Werner Fuss Zentrums veröffentlicht,
gezeichnet u.a. von Rene Talbot. Hier der Anfang:
"Subject: Die zynische RepublikDer Brief schliesst:
From: Werner Fuss Zentrum <werner.fuss@berlin.de>
Newsgroups: de.sci.medizin.psychiatrie
Date: Fri, 17 May 2002 17:44:23 +0200
Donnerstag, 16. Mai 2002
Offener Brief an den Vorsitzenden und die Mitglieder des Ältestenrat des Bundestags
11011 Berlin
Sehr geehrter Herr Thierse,
Sehr geehrte Mitglieder des Ältestenrats.
DIE ZYNISCHE REPUBLIK
Große Koalition verhindert "Haus des Eigensinns".
Die Opfer des ärztlichen Massenmords sind auch in dieser Republik nur eine Fleischmasse.
Als Initiatoren des "Haus des Eigensinns" müssen wir leider bekannt geben, daß dieses Projekt einer Gedenkstätte für die Opfer des systematischen ärztlichen Massenmords von 1939 bis 1949 und Museums derWahnsinnigen Schönheit inzwischen gescheitert ist."
"Ebenfalls danken möchten wir dem Stifter, dem wir nurmehr empfehlen können, seine Vermögenswerte außerhalb der zynischen Republik anzulegen, damit dieser Staat nicht auch noch zur weiteren "Enttabuisierung des Militärischen" Steuern aus seinen Einkünften ziehen kann."Der Name des angeblichen Spenders wurde nie genannt.
Peter Lehmann verschweigt seine Rolle in der Irren-Offensive
Peter Lehmann ist Inhaber des Antipsychiatrie-Verlages. In dessen Website befindet sich unter http://www.antipsychiatrie.berlinet.de/verlag/sonstiges/lehmann.htm sein Lebenslauf. Von dort stammt auch die Abbildung.
Der Lebenslauf des Peter Lehmann beginnt:
"Geboren 1950 in Calw (Schwarzwald). Diplompädagoge. Heute Autor und Verleger in Berlin. Mitgliedschaft bei VG Wort seit 1988. 1989 Gründungsmitglied des Vereins zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. (Trägerverein des Weglaufhauses Berlin), 1990 von PSYCHEX e.V. (Schweiz), 1991 des Europäischen Netzwerks von Psychiatriebetroffenen. ..."
Lehmann erwähnt als erstes die Mitgliedschaft
in der VG Wort, der Verwertungsgesellschaft Wort, die bei der finanziellen
Verwertung von Texten hilft. Als Inhaber des Antipsychiatrie-Verlages verwertet
er heute insbesondere die Antipsychiatrie, deren ideologischen Inhalt er
weitgehend mit bestimmt.
Lehmann vergisst zu erwähnen, dass
er 1982 Gründungsmitglied und bis 1989 Vorstand des Vereins Irren-Offensive
e.V. (siehe oben) war. Deshalb unten
der Registerauszug des Vereinsregisters Berlin-Charlottenburg VR 7067 Nz,
Seite 1 vom 1.3.2002.
Wegen der Behauptung "Peter Lehmann
verschweigt seine Rolle in der Irren-Offensive" hat er am 19.6.2002 eine
Abmahnung geschickt. Hier der Schriftwechsel dazu:
| Peter Lehmann an Ingo Heinemann per E-Mail
vom 19.6.2002
Sie schreiben in Ihrem Kapitel "Peter Lehmann verschweigt seine Rolle in der Irren-Offensive": "Lehmann vergisst zu erwähnen, dass er 1982 Gründungsmitglied und bis 1989 Vorstand des Vereins Irren-Offensive e.V. (siehe oben) war. "Diese Aussage ist unwahr. Wahr ist, dass ich an dieser Stelle bewußt auf auf die Nennung der Gründung der Irren-Offensive verzichtet habe. Ihre Aussage beinhaltet eine unausgesprochene Unterstellung, wonach ich entweder unter Gedächtnisschwund leide oder etwas zu verbergen habe. In dem Buch "Flucht in die Wirklichkeit", hg. von Kerstin Kempker, beschreibe ich auf den Seiten 30 bis 37 ausgiebig meine Erfahrungen in der Irren-Offensive. Ich fordere Sie auf, bis 31.6.2002 Ihre wahrheitswidrige Behauptung aus Ihrem Text zu entfernen. |
| Ingo Heinemann an Peter Lehmann per E-Mail
vom 2.7.2002
Sie beanstanden den Satz "Peter Lehmann verschweigt seine Rolle in der Irren-Offensive". Sie schreiben dazu: "Diese Aussage ist unwahr. Wahr ist, dass ich an dieser Stelle bewußt auf auf die Nennung der Gründung der Irren-Offensive verzichtet habe." Genau das ist mit Verschweigen gemeint: Der bewusste Verzicht auf eine Information. |
In Lehmanns Zeit als Vorstand der Irrenoffensive
fällt die Erfindung des Begriffes "Das Psychiatrische Testament".
Der Verein Irren-Offensive hat ein Buch
mit diesem Titel herausgegeben und zwar 1987 in Peter Lehmanns Antipsychiatrie-Verlag
unter der ISBN 3-925931-02-3.
Aus diesem Anlass wurde eine Pressekonferenz
veranstaltet und eine Presseerklärung herausgegeben, handschriftlich
unterzeichnet von Peter Lehmann.
Darin heisst es:
"Erika von Reil-Klier, eine Sprecherin der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte e.V. (Sitz München), deren Ehrenvorsitzender Professor Szasz ist, begrüßte die Initiative der Irren-Offensive ausdrücklich ... ".Die KVPM - Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. war und ist die Kampftruppe der Scientology-Organisation gegen die Psychiatrie.
Hier zunächst die Pressemitteilung:
| IRREN-OFFENSIVE e.V.
Pallasstraße 12 1000 Berlin 30 Telefon 215 16 38 Presseerklärung zum Thema "Schutz
vor psychiatrischer Zwangsbehandlung"
"Das Psychiatrische Testament", eine zentrale
Schrift des bekannten amerikanischen Psychiaters und Psychiatrie-Kritikers
Thomas S. Szasz, wurde heute in Berlin auf einer Pressekonferenz vorgestellt.
In Zusammenarbeit mit Szasz veröffentlichte die Irren-Offensive e.V.,
eine gemeinnützige Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrie-Betroffenen,
den Text als 72-seitiges Buch. Im Anhang finden sich Musterschreiben, die
der Berliner Rechtsanwalt Hubertus Rolshoven entwarf. Diese berücksichtigen
bundesdeutsches Recht; damit kann sich jeder Mensch frühzeitig - im
Zustand der nicht angezweifelten Vernunft - und rechtswirksam gegen so
zweifelhafte Maßnahmen wie Elektroschocks und Neuroleptika ("antipsychotische
Medikamente") schützen, die routinemäßig gegen den Willen
der Betroffenen verabreicht werden. Erika von Reil-Klier, eine Sprecherin
der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte
e.V. (Sitz München), deren Ehrenvorsitzender Professor Szasz ist,
begrüßte die Initiative der Irren-Offensive ausdrücklich:
"Es ist doch absurd, wenn durch ein Testament alles nach dem Ableben geregelt
werden kann, aber nicht zu Lebzeiten Zwangsbehandlung und persönlichkeitszerstörende
psychiatrische Praktiken abgelehnt werden können." Das Buch ist erschienen
im Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag, kostet 5 DM und ist in jeder Buchhandlung
erhältlich. Es kann aber auch direkt bestellt werden durch Überweisung
von DM 5,80 auf das Konto der Irren-Offensive e.V. Nr. 457065-103 beim
Postgiroamt Berlin. Hinweis für die Medien: Kostenfreie Rezensionsexemplare
können angefordert werden bei der Irren-Offensive e.V., Pallasstr.
12, 1000 Berlin 30.
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| Erika von Reil-Klier war nicht nur
Sprecherin der KVPM, sondern auch Scientologin.
In einer Scientology-Website wird über die Feierlichkeiten von 1995 zum 25-jährigen Bestehen der Organisation in Deutschland berichtet: "Eines der Gründungsmitglieder der ersten deutschen Scienlology Kirche war Erika von Klier-Reil. Wie so viele andere deutsche Scientologen vor 1970 konnte sie die Werke des Scientology Stifters L. Ron Hubbard nur in Kopenhagen, dem Sitz der europäischen Scienlology Kirche, studieren.Die Scientology-Website (Abbildung rechts) wurde zuletzt im Dezember 2002 geladen unter der URL http://www.freedom.de/vol0000/25jds01.htm Lesbare Version der Abbildung: http://www.Ingo-Heinemann.de/Klier+Scientology95-gross.jpg |
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Der Begriff "Das Psychiatrische Testament" ist ein Propaganda-Begriff
Das Buch "Das Psychiatrische Testament" enthält im wesentlichen die Übersetzung eines Textes von Thomas Szasz, der in der Presseerklärung ausdrücklich als "Ehrenvorsitzender" des KVPM bezeichnet wird.
Der Text von Szasz hatte den Titel "The Psychiatric Will". Zuständig für die ebenso merkwürdige wie prägnante Übersetzung: Ein "Übersetzer-Kollektiv der Irren-Offensive e.V.", bestehend aus: "Ralf Beyer, Peter Lehmann, Hannelore Pietsch, Gabi S., Heike Schlüchtermann, Tina Stöckle, Martin Wiedmann und Hartmut Zülch". Diese Informationen sind enthalten in einer Script-Version, die von Peter Lehmanns Antipsychiatrie-Verlag noch 2002 verbreitet wurde und in der auch die Presseerklärung enthalten ist. Sowie ein Vermerk: "Viele der antipsychiatrischen Aktivisten (z.B. Fritz Hasper, Peter Lehmann, Christa Schwarz-Accar) haben der Irren-Offensive e.V. bereits Ende 1989 den Rücken gekehrt".
Ein Testament ist eine Willenserklärung für den Fall des Todes. Warum diese freie Übersetzung gewählt wurde, erklärt das Kollektiv ausführlich. Es sei die "unzweideutigste und auch einprägsamste Bezeichnung für den deutschen Sprachgebrauch", die sich im Kollektiv nach langer Diskussion durchgesetzt habe. Demnach will also niemand für diesen Begriff verantwortlich sein. Umgekehrt sind alle Übersetzer dafür verantwortlich. Also auch Lehmann, der zudem die propagandistische Umsetzung besorgt hat.
Der Begriff "Das Psychiatrische Testament"
suggeriert die Vorstellung, dass Psychiatrie-Patienten Todeskandidaten
sind.
Genau das verbreitet die deutsche Antipsychiatrie
unterschwellig in zahllosen Artikeln und E-Mails.
Vertreten wird diese deutsche Antipsychiatrie
hauptsächlich durch durch Lehmann, Talbot und Scientology.
Die propagandistische Intention des Begriffes
ergibt sich auch aus einem weiteren Umstand. Der Begriff wurde bereits
1985 als Titel eines Artikels benutzt, den Helga Wullweber in der Zeitschrift
Recht
und Psychiatrie veröffentlich hat (Nr. 1 aus 1985, Seiten 15 - 18).
Also zwei Jahre, bevor Lehmann den Szasz-Artikel veröffentlicht hat
und zwei Jahre vor der oben wiedergegebenen Presseerklärung.
Helga Wullweber Artikel enthält überwiegend
juristische Ausführungen. Sie beruft sich für die Übersetzung
des Begriffs "Psychiatric will" bereits auf das "Übersetzerkollektiv".
Der Artikel und ihr heutiger Beruf als Rechtsanwältin ist dem Script
zu entnehmen mit der Bemerkung, dass ihre damalige Anschrift nicht mehr
stimmt. Im übrigen gibt der Artikel keinen Hinweis auf Verbindungen
zu dem Verein, Peter Lehmann oder gar Scientology.
Marianne Kestler hat die Übersetzung
von Lehmann & Co mit dem Szasz-Original verglichen. Danach drängt
sich der Verdacht auf, dass die Übersetzung den Szasz-Text absichtlich
radikalisiert hat. Insbesondere wurden neutrale Begriffe in eine Propaganda-Sprache
umgesetzt.
So wurde der Begriff "involuntary" (unfreiwillig)
mal mit "zwangsweise" übersetzt, mal mit "gewaltsam". Aus "involuntary
mental patients" wurden so "gewaltsam zu Psychiatriepatienten Gemachte",
aus "involuntarily hospitalizing" (unfreiwillige Hospitalisierung) wurde
"zwangsweise Anstaltspsychiatrisierung", aus "involontary mental hospitalisation"
wurde "zwangsweise Anstaltsunterbringung", aus "involuntary mind control"
wurde "gewaltsame Kontrolle des Geistes".
Die KVPM - Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. war zum Zeitpunkt der Pressekonferenz längst als Scientology-Ableger enttarnt. Darüber war in Büchern und zahlreichen Presseartikeln berichtet worden. Es erscheint so gut wie ausgeschlossen, dass dies jemandem entgangen sein könnte, der sich damals schon - wie Lehmann - kritisch mit der Psychiatrie befasst hat. Schon 1978 hat Ernst Klee in seinem Buch "Psychiatrie-Report" beschrieben, wie leicht man in die Nähe von Scientology geraten kann oder gestellt wird.
Ich habe Lehmann per E-Mail gefragt, ob ihm damals bekannt war, dass es sich bei dieser Kommission um einen Ableger der Scientology-Organisation gehandelt hat und dass Erika von Reil-Klier Scientologin war. Lehmanns Antwort: "Ich habe die Irren-Offensive 1989 verlassen und besitze keine Unterlagen mehr. Bitte lassen Sie mir eine Kopie jener Presseerklärung zukommen. Vielleicht hilt mir dies mich zu erinnern, was ich vor 15 Jahren wußte und was nicht." Mit solcher Mischung aus vermeintlicher Unwissenheit und Schlitzohrigkeit ist es Lehmann bisher offenbar gelungen, seine Position in Betroffenen-Vereinen zu behaupten und zugleich seine gewerblichen Interessen mit Buchverkäufen bei Tagungen vertreten zu dürfen.
Der Begriff "Psychiatrisches Testament"
wird auch vom KVPM und damit von Scientology benutzt.
Vgl. dazu auch http://www.Ingo-Heinemann.de/Kent-Depesche.htm#Testament
Allerdings nicht in allen Fällen,
vgl. http://www.Ingo-Heinemann.de/kvpm10.htm
und http://www.Ingo-Heinemann.de/Hitler-Buch.htm
Registerauszug
des Vereinsregisters
Berlin-Charlottenburg VR 7067 Nz, Seite
1 vom 1.3.2002.
Vorstände waren zu diesem Zeitpunkt:
Rentner Rene Talbot, Berlin, Kassenwart (seit 1996)
Rentner Hartmut Schulte, Berlin (seit 1997)
Schlosser Uwe Pankow, Berlin (seit 1998)
Hier noch zweimal Lehmann, diesmal auf
ein und derselben Seite der Website der ENUSP European Network of (ex-)Users
and Survivors of Psychiatry
(www.enusp.org/board.htm).
Links als zuständig für die
"Region: Austria, Belgium, Germany, Liechtenstein, Luxembourg, Switzerland",
rechts als "ENUSP-Coordinator: Desk /
Newsletter Edition".
Lehmann
will die Psychiatrie abschaffen
| Aus: Interview mit Peter Lehmann
http://www.antipsychiatrie.berlinet.de/artikel/interview.htm
Die Abschaffung der Psychiatrie wird zu einer großen Entängstigung in der Gesellschaft führen, von dem nicht nur wir Verrückte profitieren, die schon in der Psychiatrie waren, sondern alle Menschen. Es gäbe ein Repressionsinstrument weniger. Alle Gruppen, die ernsthaft gegen Unterdrückung von Menschen arbeiten, sind unsere potentielle Unterstützer. Da sich in sehr vielen Organisationen Psychiater und deren HelferInnen eingeschlichen haben, wirken diese als Bremsklötze – sei es bei Amnesty International, sei es bei den Grünen oder bei anderen Verbänden. Die Forderung nach Abschaffung der Psychiatrie beinhaltet zudem noch die Forderung nach echter menschlicher Hilfeleistung in (als Krisen erfahrenen oder sonstwie schwierigen) Veränderungs- und Wachstumsprozessen des Menschen – soweit Hilfe gewünscht wird. Welche Unterstützungsformen dabei möglich und nötig sind, ist im Anhang des »Chemischen Knebels« nachzulesen. Wir sind davon überzeugt, dass wir Betroffenen am besten selbst wissen, was wir brauchen. Klar ist, dass für Psychiater (als Berufsgruppe) kein Platz mehr sein wird: Die Vorstellung, mit medizinischen oder pseudo-medizinischen Methoden psychische Probleme sozialer Natur zu beheben, ist nun mal Quatsch und bringt nur unermessliches Leid über die Menschen. |
BPE-Lehmann-Leserbrief
zum Spiegel-Artikel "Irrfahrt in den Knast" (oben):
Lehmann war oder ist also Vorstand im BPE.
Lehmann ist auch "Webmaster" der Website
des BPE, betreut also diese Website.
Dem Vernehmen nach wird diese Tätigkeit
vom Bundesministerium für Arbeit gefördert.
Deshalb war und ist es durchaus von Interesse,
dass von dieser Website aus ein Link auf die Website des Scientologen Helmut
Kaeding www.Ritalin-Kritik.de gelegt war. Zu dieser Website: Scientology
gegen Ritalin
Darauf hat Roland Hartig (www.lichtblick-newsletter.de,
vgl. auch die "Lichtblick"-Dokumentation)
aufmerksam gemacht.
Lehmann mit E-Mail vom 26.7.2001: "Ich
habe die Seite geprüft, selbstverständlich werde ich die Links
heute noch entfernen. ... Rechtliche Schritte wegen möglicher Rufschädigung
behalte ich mir vor".
Soweit ersichtlich, ist dieses Link inzwischen
verschwunden und Lehmann distanziert sich von Scientology.
Dasselbe gilt für de BPE.
In dem Scientologen-Buch "Die Männer hinter Hitler" wird ein Lehmann-Buch empfohlen (Seite 288 Fussnote1):
"Wir empfehlen hierzu das höchst bemerkenswerte Buch «Der chemische Knebel» von Peter Lehmann. Lehmann untergliedert die Behandlungsmittel nach physikalischen, chemischen, biologischen, psychologischen und medizinischen Methoden, Berlin 1990 ..."Untere "Danksagung" wird folgerichtig auch Peter Lehmann aufgeführt, gleich neben den Scientologen Keppler und Mehler, den Autoren des Buches "Der sanfte Schrei" (siehe oben). Das bedeutet aber nicht, dass Lehmann Scientology-Anhänger ist. Die Danksagungs-Liste enthält auch Namen von nicht-Scientologen.
Hagai Aviel und IAAPA: "Neo-Nazi-Eugenik" auch in Israel
Aviel ist Vertreter einer Organisation
namens IAAPA Israeli Association Against Psychiatric Assault, also "Israelische
Vereinigung gegen psychiatrische Übergriffe" mit Postfach-Adresse
in Tel Aviv.
Das Foto zeigt links Talbot, in der Mitte
Aviel und rechts Dr. Ellis Huber und stammt aus der Seite
http://www.foucault.de/documentation/rene+hagai+huber.htm
über das Foucault-Tribunal. Laut
Bildunterschrift waren René Talbot and Hagai Aviel (Israel) dort
"Juroren".
Aus unerfindlichen Gründen wünscht Aviel sich an dieser Stell ein anderes Bild, wie der durch E-Mail vom 17.6.2002 mitgeteilt hat:
Aviels Rolle scheint es zu sein, der Behauptung
von Fortdauer der Nazi-Psychiatrie Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Dabei beschränkt er sich nicht auf
deutsche Psychiater.
Einem der grössten Krankenhäuser
Jerusalems, dem Sarah Herzog Hospital (www.herzoghospital.org) wirft
er vor, es betreibe Neo-Nazi-Eugenik.
IAAPA in der Schweiz gegründet
Am 24. Oktober hat Uwe Pankow die Gründung
einer IAAPA in der Schweiz bekannt gegeben.
Pankow ist laut Registerauszug
Vorstand des Vereins Irren-Offensive e.V.
Die bisherige IAAPA heisst Israeli
Association
Against Psychiatric Assault.
Die jetzt gegründete IAAPA heisst
demgegenüber International Association Against Psychiatric
Assault.
Ohne Erwähnung dessen, dass es bereits
einen Verein diesen Namens gibt. Pankow ist Vorstand des Vereins Irren-Offensive
e.V. (siehe
oben).
Kurz darauf teilte Rene Talbot ebenfalls
in einer Newsgroup mit, dass er der IAAPA Sekretär ist:
| Subject: IAAPA
gegründet!
From: Uwe Pankow <uwe.pankow@berlin.de> Newsgroups: de.sci.medizin.psychiatrie de.soc.menschenrechte de.sci.psychologie Date: Thu, 24 Oct 2002 00:13:09 +0200 Hi Freunde der Menschenrechte, die diese
ernst nehmen!
IAAPA hat Mitgliedern aus der Schweiz,
Deutschland, Russland, USA, Irland, Great Britain und Israel. IAPPA
hat nicht nur "revolutionäre" Funktion, sondern auch eine "revolutionäre"
Form: Mitgliederversammlungen finden via Internet rechtswirksam statt,
und somit können die Reisekosten ersatzlos gespart werden, Mitglieder
aus armen Ländern und Arme aus reichen Ländern können mitmachen
ohne wegen Reisekostenzuschüssen in die Abhängigkeit von irgendwelchen
Ärzte- oder Pharmasponsoren oder dem Staat in Kauf nehmen zu müssen.
Internetcafes gibt es ja inzwischen überall.
|
Subject: Re: IAAPA
gegründet!
From: Rene Talbot <r.talbot@berlin.de> Newsgroups: de.sci.medizin.psychiatrie de.soc.menschenrechte de.sci.psychologie Date: Sat, 26 Oct 2002 12:07:30 +0200 Peter Veith wrote: > Hallo Tilmann,
nur, dass Herr Hausherr mal wieder schreibt ohne gelesen zu haben: wie der IAAPA Homepage: http://www.iaapa.ch schon in der dritten Zeile zu entnehmen ist, ist der Sitz von der International Association Against Psychiatric Assault: Aeschenvorstadt 57 4051 Basel Switzerland Herr Hausherr kann offenbar den Sitz eines internationalen Verbandes nicht von dessen Sekretariat unterscheiden, dessen gewählter Sekretär ich bin und das z.Zt. die Adresse Vorbergstr. 9a in Berlin hat, wie dem "Application Form" einfach zu entnehmen ist: http://iaapa.ch/application.htm René Talbot
|
In der Website der israelischen IAAPA sind heute nur noch Seiten mit hebräischem Text zu sehen.
Allerdings tritt auch der Israelische IAAPA
noch in Deutschland auf:
Zum Begriff "Hungermord": http://www.Ingo-Heinemann.de/Hitler-Buch.htm#Klee
Professorin
mit Nazi-Mörder Mengele verglichen
dazu siehe oben: "Elektroschocker-Lehrstuhl"
Eine Professorin verteidigt den Ruf der Universität und ihres Instituts gegen die Antipsychiatrie und wird daraufhin mit einem Nazi-Mörder gleichgestellt.
In einer der zahlreichen
der Talbot-Websites findet sich unter dem Titel "Die Irren-Offensive Nr.
10" auf der Internet-Seite
http://www.antipsychiatrie.de/io_nr10/iaapa_flugblatt.htm
ein Flugblatt. Abgebildet ein Brief der
Freien Universität Berlin. Aufgedruckt ein Bild des Nazi-Mörders
Mengele.
Überschrift: "Wissenschaft damals".
Ein Pfeil zeigt auf Mengele. Zweite Überschrift: "Wissenschaft heute".
Ein Pfeil zeigt auf den FU-Brief.
Der Brief vom Mai 2001 stammte von der Professorin Isabella Heuser aus der Universitätsklinik, Abteilung für Klinische Psychiatrie und war gerichtet an den Präsidenten der Universität. Die Professorin gibt dem Präsidenten das Programm "Freedom of Thought - Russell Tribunal - Berlin 2001" zur Kenntnis und bringt ihre Bestürzung zum Ausdruck, daß diese Veranstaltung "als Veranstaltung der Freien Universität auf dem Campus der FU ... stattfinden wird":
"In einer Zeit, in der die Psychietrie auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau rasch weitere Fortschritte in der Erkennung und Heilung psychischer Erkrankungen macht, ist diese in finsterer, antipsychiatrischer Ideologie verhaftete Veranstaltung nicht nur schädigend für das Ansehen der Freien Universität als eine auf hohem wissenschaftlichen Standard bedachte internationale Universität, sondern auch für eine neurowissenschaftliche, moderne Psychiatrie.Der untere Teil desFlugblattes:
Ihre Aufmerksamkeit möchte ich unter anderem auf die ... Seite "Unterstützer der Freddom of Thought" lenken, auf der ein "Lehrstuhl FUER Wahnsinn an der Freien Universität Berlin" geenannt wird. Ich bin mir nicht sicher, ob es der FU Berlin gut tut, sich auf diese Weise "vorführen" zu lassen".
Beispiel:
Via Scientology um die Welt
Die nachfolgende Pressemitteilung stammt
aus der englischsprachigen Website, die fraglos der Antipsychiatrie
zuzuordnen ist.
Name: www.mentalhealthfacts.com, also
Fakten über geistige Gesundheit.
Man findet dort zwar etliche links zu
Scientologen-Websites.
Aber kein Impressum.
Verfasser der Pressemitteilung ist ein
Bernd Trepping.
Erst bei sehr genauer Lektüre liest
man die Kürzel CCHR, KVPM und sogar Scientology.
Trepping ist Präsident der KVPM -
Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte
e.V. , vgl.
Einladung
an Bundestagsabgeordnete
| Aus: http://www.mentalhealthfacts.com/blackribbon/pressrelease2.html
PRESS RELEASE FOR FURTHER INFORMATION CONTACT BERND TREPPING (040) 249 887 or (O171) 835 0982 011 49 40 249 887 or 011 49 171 835 0982 (USA)
HOLOCAUST "PSYCHIATRIC" VICTIM DEMANDS JUSTICE
Mrs. Elvira Manthey, the last Holocaust survivor of Uchtspringe psychiatric institution today slammed the German Society of Psychiatrists, Psychotherapists and Neurologists (DGPPN) for its condescending and trite apology to the hundreds of thousands of people Nazi psychiatrists labeled as mentally ill and killed before and during WWII. She has demanded Professor Wolfgang Gaebel, the former president of the DGPPN and the host of the World Psychiatric Congress currently being held in Hamburg, to meet her on Wednesday, the 1lth August outside the congress and to publicly and personally guarantee that the false diagnosis she has lived with for four decades will be removed from her medical and all other records. "I have been refused permission to be given my original Nazi psychiatric records. In 1999, I am still left stigmatized from the Nazi era. Nothing has changed," Mrs. Manthey stated, in 1938, the then 7-year-old Elvira Hampel (now Manthey) was diagnosed under the Hereditary Act as "debilitated" because her father was considered a "lazy worker." She and her 3-year-old sister, Lisa, were incarcerated in Uchtspringe but a year later, Elyira was told that her sister was "going away." Elvira gave Lisa a hair clip to remember her by and hugged her for the last time. On August 27, 1940, Lisa was murdered in the gas chamber of the former jail, Brandenberg-Havei. In Uchtspringe, Elvira witnessed children being given lethal injections by psychiatrists and she is convinced that psychiatrists also tried to sterilize her and other children using x-rays. In 1990, Mrs. Manthey returned to Brandenberg-Havel to visit the memorial to those killed at the institution during the war. A picture on the memorial shows a handicapped person. in her book, Die Hempelsche, Elyira says, "I disagree with the picture. I know that most of the people who were gassed were not handicapped. I consider this picture a lie and slanderous." Since 1991, she has written to federal government officials and individual psychiatrists requesting that the false diagnosis she was given be removed; this has never been granted and she is still stigmatized today. On Saturday, the 7th August, Mrs. Manthey addressed a 2,000 strong protest in Hamburg, organized by the Citizens Commission on Human Rights (CCHR) against the DGPPN whitewashing psychiatry's role in the Holocaust. The DGPPN claims that because the WPA agreed to hold its international congress in Hamburg that this is a "clear signal" that the "systematic abuse of psychiatry during the Nazi era" is forgiven. Mrs. Manthey disagrees, quoting Ernst Klee who said that "German psychiatry was not abused by the Nazis, but they needed the Nazis." CCHR is not alone nor unique in its stand
against German psychiatry's past. Members of the Association for
Psychiatric Experienced People and the Israeli Association Against Psychiatric
Assault, together with renowned historian Ernst Klee, also held events
and issued a public statement that German psychiatry was guilty of
systematic mass murder for which there has been
Mrs. Manthey will be joined on Wednesday at the WPA congress by CCHR (KVPM in Germany) members. Spokesperson for KVPM, Mr. Bernd Trepping, said if the DGPPN were serious about their "apology," why are former Nazi psychiatrists also not stripped of their honor status. For example, former Nazi psychiatrist Werner
Villioger, who was an expert with the euthanasia program known as
"T4" became the
"The DGPPN is giving lip service to the Holocaust psychiatric victims solely in an effort to try and salvage its reputation. Their 'memorial' to the victims has no legitimacy," Mr. Trepping stated." We support Mrs. Manthey in her demand to the DGPPN, because to continue to deny her request is a violation of Article 1 of the German Basis Law which guarantees 'the dignity of man is not to be touched.' She was stripped of her dignity in 1938 and German psychiatry have yet to restore it to her." CCHR was established by the Church of Scientology
in 1969 to investigate and expose psychiatric violations of human
rights.
ADDITIONALLY, KVPM (CCHR) WILL ALSO DEMAND
THAT MRS. MANTHEY BE COMPENSATED.
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