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Die Scientology-Organisation hat vermutlich
mehr Prozesse in Deutschland geführt, als alle anderen Sekten zusammengenommen.
Hier eine Liste, die trotz Unvollständigkeit
einen Eindruck davon gibt:
"Zweck des Gerichtsverfahrens ist es eher, zu schikanieren und abzuschrecken, als zu gewinnen"Eine solche Menge von Prozessen erfordert eine gewaltigen Aufwand.
Die Scientology-Organisation bezeichnet
ihre Rechtsabteilung als "Rechtsamt".
Das ist eine Bezeichnung, die von Behörden
benutzt wird.
Offenbar soll damit Bedeutung vorgetäuscht
werden.
Das "Rechtsamt" ist Teil des Geheimdienstes
Die Rechtsabteilung der Scientology-Organisation
gehört zu deren Geheimdienst.
Einzelheiten:
Der Geheimdienst der Scientology-Organisation
- http://www.Ingo-Heinemann.de/Geheimdienst.htm
und insbesondere die Broschüre des
Hamburger Verfassungsschutzes http://www.Ingo-Heinemann.de/Geheimdienst-LFV-HH.pdf
| Aus: Bundestags-Drucksache 14/4541
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr.
Hans-Peter Uhl, Aribert Wolf, Klaus Holetschek, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der CDU/CSU – Drucksache 14/4358 –
Psychogruppen mit hohem Gefährdungspotenzial – Tätigkeiten, Auswirkungen, Gegenmaßnahmen http://www.Ingo-Heinemann.de/Bundestag14-4541.htm#15. 15. Trifft es nach Erkenntnissen der Bundesregierung zu, dass Mitglieder der OSA („Office of Special Affairs“; SO-Geheimdienst) und SeaOrg (paramilitärische Kaderorganisation für Sonderaufgaben) in Schikane-, Zersetzungs- und Psychofoltermethoden („fair game-policy“/sog. Freiwild-Doktrin; „harassment-techniques“) geschult werden, und welche Folgerungen zieht sie daraus für die Behandlung der SO in Deutschland?Die Scientology-Organisation stellt ihre deutschen Einrichtungen des „Office of Special Affairs“ (OSA) mit Sitz in München in der Öffentlichkeit als „Büro für öffentliche Angelegenheiten“ oder als „Presse- und Rechtsamt“ dar. Die handelnden Personen und die genutzten Objekte sind den Verfassungsschutzbehörden bekannt. Es gibt Anhaltspunkte, nach denen die Teilorganisation OSA in Deutschland im Wesentlichen drei Funktionen ausübt: – Aufgaben und Tätigkeiten eines klassischen
Nachrichtendienstes,
Es sind Schulungsunterlagen für Mitglieder der OSA bekannt geworden. Diese betreffen im Wesentlichen Beschreibungen über Art und Weise der Durchführung offener und verdeckter Ermittlungen und die sog. „Black-Propaganda“-Methoden zur Rufschädigung von Gegnerinnen und Kritikerinnen bzw. Gegnern und Kritikern der Scientology-Organisation. Unterlagen, die „Zersetzungs- und Psychofoltermethoden“ beschreiben, sind der Bundesregierung bislang nicht bekannt geworden. Die Schulungen von OSA-Mitgliedern finden – wie alle hochrangigen Kurse für Führungspersonal – nicht in Deutschland, sondern in der Europazentrale der Organisation in Kopenhagen, bzw. in Großbritannien und den USA statt. Niederlassungen der Sea-Org gibt es in Deutschland nicht. Es wurden jedoch verschiedentlich Einsätze uniformierter Sea-Org-Mitarbeiter bekannt, die aus dem Ausland – aus den USA oder Dänemark – einreisend, vorübergehend die Geschäfte der deutschen Niederlassungen übernahmen, deren Umsätze stark rückläufige Tendenz aufwiesen. |
Wilhelm Blümel - der Chefjurist der Scientology-Organisation
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Blümel ist zwar offiziell nie als
Chefjurist aufgetreten.
Er ist lediglich als Prozessbevollmächtigter
der Scientology-Organisation und zahlreicher einzelner Scientologen aufgetreten.
Andererseits hat es in der deutschen Scientology-Organisation nie einen Juristen gegeben, der das Format hatte, die zahllosen Prozesse zu bewältigen. 1979 habe ich als Vertreter des "Rechtsamts" erwähnt: Qualitativ hat sich seither nichts geändert.Blümel hat stets bestritten, Scientology-Mitglied zu sein.
| Die Abbildung rechts
zeigt Blümel bei der Entgegennahme einer Ehrung. Er wird dort als
Angehöriger des "legal team" der Scientology-Organisation bezeichnet.
Rechts unten Alexander Petz aus demselben Büro.
Die Abbildung rechts stammt aus der Nummer
100/2002 des Magazins "Impact" der IAS,
also der offiziellen Mitglieder-Organisation der Scientologen.
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Wo
ist “Scientology-Anwalt“ Blümel?
Wo ist “Scientology-Anwalt“ Blümel? Mit lachender Miene fand sich noch im Scientology-Magazin “Impact“ Nr. 100 aus dem Jah re 2002 ein Bild von Wilhelm Blümel, der viele Jahre über die Scientology-Organisation bei den unterschiedlichsten Gerichtsterminen vertreten hat. Der Grund: Scientology zeichnete den Münchner Rechtsanwalt an Bord des Scientology-eigenen Schiffes “Freewinds“ mit einer besonderen, ca. 40 cm x 40 cm großen Ehrenplakette aus. Wie bei einem Fahndungsfoto hält der Rechtsanwalt auf dem Bild von 2002 die Tafel vor seine Brust. Auch Blümels Kanzleikollege Alexander Petz wurde bei der gleichen Gelegenheit mit einer Scientology-Plakette bedacht. Seit Ende 2004 ist jedoch der Scientology-Anwalt Blümel nach rund 20-jähriger Tätigkeit für die Scientology-Organisation wie vom Erdboden verschwunden. Wer heute im Internet die Blümel-Kanzlei in der Bayerstraße in München anklickt, wird dort den Namen Wilhelm Blümel nicht mehr finden. Der Spekulation ist natürlich ein weites Feld gegeben: - Hat der für Scientology ungünstige Ausgang des Kölner Verfahrens gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz vom November 2004 den Kopf des Rechtsanwalts gekostet? - Gab es Differenzen in der gemeinsamen Kanzlei? - Oder ist Rechtsanwalt Blümel in den wohlverdienten Ruhestand getreten? Tatsache ist, dass über viele Jahre Wilhelm Blümel bei den verschiedensten Gerichtsver fahren die Scientology vertrat. Manche Prozessbeobachter hat er in diesen Jahren verblüfft, von manchen wurde er als “Diva" angesehen. In besonderer Weise beherrschte er die Prozesstaktik. Dazu gehörte es zuweilen offenbar auch, sich verspätet und von Journalisten “gehetzt“ in den Gerichtssaal zu begeben. Der Einsatz von Anwälten hat für die Scientology eine besondere Funktion. Das Landesamt für Verfassungsschutz der Freien und Hansestadt Hamburg weist in einer Dokumentation ("Der Geheimdienst der Scientology-Organisation“) Rechtsanwälten eine Schlüsselfunktion bei der Informationsbeschaffung für Scientology zu. Zumindest in den USA konzentriert sich danach der Großteil des brisanten Aktenmaterials von Scientology bei bestimmten Anwälten. Deren Akten sind gesetzlich besonders geschützt und können nicht ohne Weiteres beschlagnahmt werden. Der bekannte Scientology-Aussteiger Gerry Armstrong hat bereits 1997 festgestellt: “Die Scientology-Organisation ... gibt jedes Jahr viele Millionen Dollar für Anwälte und Privatdetektive aus, um Personen zu belästigen, die sie als ‘feindliche‘ Ziele bezeichnet. Sie überschüttet die Personen, auf die sie es abgesehen hat, mit aggressiven Rechtsstreitigkeiten ..„ (vgl. auch “Aktuelle Tipps“ 4/2001). Es wurde immer gemutmaßt - auch in der Presse - ob Rechtsanwalt Blümel mehr als nur Anwalt der Scientology wäre. Wilhelm Blümel hat immer wieder bestritten, auch Mitglied der Scientology zu sein. Man wird sehen, wie sich die Nachfolger von Wilhelm Blümel in dieser Frage positionieren werden. H.-W. C. |