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in Schulen: 500 Briefe an Berliner Schulleiter
| Aus: BZ Berlin 4.8.2009
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/scientology-koeder-briefe-an-schulen-article538435.html
Sekten-Offensive Scientology: Köder-Briefe an Schulen Scientology wirbt verstärkt um Jugendliche. Dazu wurden 500 Briefe an Berliner Schulleiter verschickt. Scientology drängt massiv
in Berlins Schulen. In einer neuen Offensive hat die Sekte systematisch
Rektoren angeschrieben. Über Unterorganisationen versucht sie sogar,
an sensible Schülerdaten zu gelangen.
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| Ursula
Caberta: Kindheit bei Scientology. Verboten!
Bestellen bei Amazon Text Buch-Rückseite:
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Die
Scientology-Schule in Bjerndrup in Dänemark
20 Kilometer nördlich von Flensburg
wird eine Scientology-Schule betrieben.
Die Website www.si-schule.com gibt an,
es handele sich um eine "private deutschsprachige Schule mit angeschlossenem
Internat".
Wer der Inhaber der Schule ist, ist nicht
angegeben.
Stattdessen heisst es:
Erstmals berichtete ein Fernsehfilm
im RBB am 29.12.2007 ausführlich über die Scientology-Schule
in Bjerndrup: Scientology neue Fassade, alte Strategien?:
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| Das Eingangsschild verschweigt, dass es
sich um eine Scientology-Schule handelt.
Bjerndrup liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Flensburg. |
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| Aus: RBB am 29.12.2007 Scientology
neue Fassade, alte Strategien?
"Wir wollen wissen, wie Scientology Kinder erzieht. Wochenlang haben wir mit Scientology verhandelt, jetzt dürfen wir die Schule besuchen. Aber man gewährt uns nur einen oberflächlichen Einblick. Mit den Kindern dürfen nicht sprechen. Reden dürfen wir nur mit der Direktorin Sabine Röhrig. 1992, erzählt sie, wurde die Schule gegründet, von scientologischen Eltern aus Hamburg. In Deutschland scheiterten sie mit dem Versuch, eine eigene Schule zu gründen." Sabine Röhrig:
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| "Im Unterricht: Scientology-Methoden.
Kinder definieren den Begriff „clear“. Ein zentrales Wort in der scientologischen
Sprache. Überall hängen Statistiken. Leistungsdruck. Wie in der
„erwachsenen“ Scientology-Welt werden die Statistiken zum Ende einer Woche
ausgewertet."
Rechts eine Aufnahme von den Statistiken.
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| "In den Klassenräumen stehen dutzende
Wörterbücher zum sogenannten „Wortklären“. Scientologen
geben bestimmten Wörtern so eine neue Bedeutung. Es ist eine Art eigener
Sprache, die sich Sektengründer L. Ron Hubbard ausgedacht hat. Diese
Sprache führt in eigene abgeschlossene Welt, in der Menschen leicht
zu manipulieren sind. Psychiater etwa sind dann „unerwünschte antisoziale
Elemente“.
In Bjerndrup werden schon die Kleinsten auf diese Weise scientologisch auf Linie gebracht." Rechts eine Aufnahme aus dem Bücherregal: "Grundlegender Studierleitfaden" von Scientology-Gründer Hubbard. Zum "Wortklären": http://www.Ingo-Heinemann.de/Redefinieren.htm |
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| Ursula Caberta, Scientology-Beauftragte
Hamburg:
„Die übernehmen die Sprache, die Inhalte, die Aussenwelt ist böse. Sie leben in einer Parallelwelt, denken und handeln in Scientology-Werten und die sind nun mal ausserhalb nichts Wert im wahrsten Sinne des Wortes. Und deswegen ist das gerade für Kinder ne ganz schlimme Geschichte, eine ganz furchtbare Geschichte.“ In ihrem Buch "Kindheit bei Scientology Verboten!" schreibt Caberta von einer "Beruhigungspille Dänemark" |
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Züricher Tagesanzeiger 01.10.99
Scientologen ohne Schulbewilligung
Der Luzerner Regierungsrat hat einer
Privatschule in Littau die Bewilligung entzogen.
Sie wurde von Scientologen geführt.
Von Hugo Stamm
Nach den Sommerferien nahm die Freie Privatschule Littau LU ihren Betrieb auf. Gemeindeammann Josef Schärli war froh, dass das leer stehende Schulhaus Berg wieder benutzt wurde. Verschiedene Firmen hätten es gern gemietet, sogar eine Sekte, wie Schärli sagte. Er freute sich deshalb, dass er das Schulhaus der Privatschule anvertrauen durfte.
Die Freude war kurz. Es stellte sich bald heraus, dass die Lehrerin Sandra Planzer und andere Vertreter der Schule Scientologen sind. Der Regierungsrat des Kantons Luzern reagierte rasch und entzog der Lehrerin die Bewilligung wieder, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Als Grund gab der Regierungsrat die mangelnde Vertrauenswürdigkeit der Trägerschaft der Schule an.
Inquisition und Scheiterhaufen
Sandra Planzer ist empört. Sie gibt zwar zu, dass sie Scientologin ist und im Unterricht unter anderem die Studiermethode des Sektengründers Ron Hubbard anwendet, doch die Schule habe nichts mit Scientology zu tun. In einer Stellungnahme schrieb sie: "Diese Angelegenheit ist skandalös, menschenrechtswidrig, und ich empfinde es als inquisitorisch. Zum Glück gibt es keine Scheiterhaufen mehr, sonst würde ich wohl schon dort brennen."
Zwei erfolglose Versuche
Ob ihre Schule wirklich unabhängig von Scientology ist, lässt sich nicht prüfen. Tatsache ist aber, dass Scientologen schon zweimal erfolglos versucht haben, eine Schulbewilligung zu erhalten. Im Kanton Zürich bemühte sich die Ziel-Schule (Zentrum für individuelles und effektives Lernen), ein Ableger von Scientology, Anfang der 90er-Jahre um eine Bewilligung. Nach dem Nein der Schulbehörden versuchten es andere Scientologen im Kanton Aargau.
Da der Erziehungsrat nicht wusste, wer hinter der Ziel-Schule steckt, gab er seinen Segen. Als die Zusammenhänge bekannt und öffentliche Proteste laut wurden, wies der Regierungsrat die Erziehungsbehörde an, die Bewilligung nochmals zu prüfen. Dies führte zum Entzug, weshalb die Scientologen bis vor Bundesgericht erfolglos rekurrierten. Die Richter stützten sich beim Entscheid auf das Verwaltungsgericht, das erklärt hatte, eine aus Scientologen zusammengesetzte Trägerschaft einer Schule sei keineswegs vertrauenswürdig. An die Träger einer Privatschule müssten hohe Anforderungen bezüglich der Integrität gestellt werden, entschied das Bundesgericht in Lausanne.
Die Geschichte dürfte sich wiederholen, denn die Littauer Lehrerin will den Entscheid des Luzerner Regierungsrates nicht akzeptieren und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen.
Der Luzerner Regierungsrat entzieht der
24-jährigen Lehrerin Sandra Planzer
die Bewilligung zur Führung der "Freien
Primarschule" im Schulhaus Berg
Littau. Grund: "Fehlendes Vertrauen in
die Trägerschaft". Lehrerin Planzer
gehört der Scientology-Sekte an und
führt seit gut einem Jahr eine eigene
Volksschule, erst in Rain, seit Beginn
des neuen Schuljahres in Littau. Dort
wurden seit August sieben Schülerinnen
und Schüler unterrichtet. Sie sollen
an die öffentlichen Schulen zurückkehren.
Sandra Planzer findet, ihre Zugehörigkeit
zu Scientology habe nichts mit
ihrer Schule zu tun. Planzer will denn
auch für die Weiterführung kämpfen.
Schon mehrfach haben Behörden Schulprojekte
von Scientologen nicht
zugelassen. So hatte 1995 das Bundesgericht
dem Kanton Aargau Recht gegeben,
als dieser einer Scientology-Schule in
Wattenschwil die Bewilligung entzog.
Quelle: Webmaster am 1.10.99
Littau - Die von einer Scientologin geleitete
Privatschule in Littau LU kann
vorläufig weitergeführt werden.
Das Luzerner Verwaltungsgericht gewährte
ihrer Beschwerde gegen den Schliessungsentscheid
der Regierung aufschiebende
Wirkung. Wegen mangelnder Vertrauenswürdigkeit
hatte die Regierung Ende
September die von Sandra Planzer geführte
Freie Primarschule geschlossen. Sie
begründete dies mit der Mitgliedschaft
der Lehrerin bei der
Scientology-Bewegung.
Da das Verwaltungsgericht der Beschwerde
Planzers aufschiebende Wirkung
zugestand, kann die Privatschule am Montag
nach den Herbstferien wieder den
Betrieb aufnehmen. Laut Planzer hat das
Gericht ihr überwiegende Interessen
an der Fortführung des Schulbetriebs
zuerkannt. Eine Schliessung der Schule
würde die Existenzgrundlage der Lehrerin
zerstören. (SDA)
Quelle: Zürcher Tages-Anzeiger vom 18.10.99
Schweizerisches Bundesgericht II. Öffentlichrechtliche
Abteilung 2P.95/1993/szu vom 14.12.94 - Stiftung Ziel-Schule ./. Regierungsrat
des Kantons Aargau
Privatschule in Waltenschwil abgelehnt,
gegen diese Ablehnung und das ebenfalls ablehnende Urteil 1. Instanz
richtet sich die "staatsrechtliche Beschwerde". Diese wurde abgelehnt.
Als Träger war die "Ziel-Stiftung" vorgesehen: "Die Beschwerdeführerin
bestreitet nicht, daß sie ... mit dieser (Scientology-)Organisation
eng verflochten sind.
Es ist verfassungsrechtlich nicht
zu beanstanden, daß mangels Vertrauenswürdigkeit die Bewilligung
zur Führung einer Privatschule ... verweigert wurde .... weil sie
von einer Organisation beherrscht wird, die in ihrer Tätigkeit verwerfliche,
ja strafbare Methoden verwendet.
Schweizerisches Bundesgericht 2P.322/1996/zus
v. II. öffentlichrechtliche Abteilung vom 27.6.97
1. Verein Ziel, Badenerstrasse
294, Zürich, 2. Stiftung Ziel, Wohlen, 3. bis 5.
gegen Kanton Zürich betreffend
Bewilligung zur Führung einer Privatschule
Parallel-Sache zur Aargau-Entscheidung