Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 29.1.2009  
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Werbung mit allen Methoden:
Persönliche handschriftliche Werbebriefe
 
 
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1982 habe ich geschrieben (unten):

"Der Interessent wird mit persönlichen, meist handschriftlichen Briefen geradezu überschüttet."
Daran hat sich offenbar nichts geändert.
Aber nicht nur Interessenten bekommen Werbebriefe.
Sondern auch Adressaten, die nicht wissen, wie sie auf den Scientology-Verteiler geraten sind.
Vermutlich haben die irgendwann einmal auf der Strasse ein Buch gekauft, http://www.Ingo-Heinemann.de/Strassenwerbung.htm
Dabei wird dann um die Adresse gebeten, angeblich um eine Quittung für den Kaufpreis des Buches auszustellen.
Der Verkäufer behält allerdings eine Durchschrift.
 
 
 
Werbebrief vom 5.1.2006 
von Scietology Mission Ulm e.V.: 

"Es gibt wieder ein neues Jahr, das vor Ihnen liegt. Sie wissen nicht, was es bringt, wir auch nicht. Aber was auch immer stattfindet, wir müssen es lösen. 

Am besten geht das mit den Daten von Scientology. Wenn Sie es anwenden, machen Sie Fortschritte, allerdings müssen wir es richtig anwenden, wie es geschrieben ist. Aber das  kann man sich doch vornehmen. Probieren Sie es. Komme Sie zu dem Zweck doch einmal herein, um zu sehen, was wir für Sie haben. 
Herzliche Grüsse 
Hedwig Tress"

 
 
In dem rechts abgebildeten Brief vom 6.12.2004 an einen Adressaten in Deutschland heisst es: 
 
"Schöne Grüße aus Kopenhagen. Ich bin Auditor und würde gern von dir wissen, wo genau du auf der Brücke bist und ob du mit deinem Fortschritt zufrieden bist. 
Hast du Aufmerkamkeit auf dein Auditing? 
Brauchst du irgendwelche Unterstützung? 
Bitte antworte. 
Herzlichst 
Irino Knauer Auditor"

Der Empfänger kennt den Verfasser nicht. 
Er kennt überhaupt keine Scientologen. 

Bei diesem Brief befand sich ein Hochglanzprospekt für "Die Entdeckung der Gesamtzeitspur": "Zerschlagen Sie die Lüge, dass es nur 'Ein einziges Leben' gibt". 
Dazu mehr unter 
http://www.Ingo-Heinemann.de/Unsterblich.htm

 
 
In dem rechts abgebildeten Brief vom 18.7.2002 heisst es: 
"Vor einiger Zeit kauften Sie das Buch "Dianetik".
Das ist falsch.  
Die Empfängerin des Briefes hat niemals das Buch gekauft.  
Es handelt sich vermutlich um die übliche Schutzbehauptung, falls mal jemand nachfragen sollte, woher die Adresse stammt.

 
 

Eine derartige irreführende Werbung verstösst gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Dazu:

Computer sind inzwischen so billig, dass handschriftliche Briefe wirtschaftlich sogar dann Unsinn sind, wenn Scientologen für 250 Euro im Monat arbeiten. Also kann das zwei Gründe haben:

 
 
Aus: Die Scientoloqy-"Kirche" ist ein weltweiter Konzern zur Vermarktung des Copyrights des Gründers,.1982 

Scientology bietet persönliches Wohlbefinden an. 

Das gilt zumindest für die unteren "Stufen". Später wird dann auch noch der Erwerb übersinnlicher Kräfte und die Beherrschung sog. PSI-Phänomene angeboten. 
Persönliches Wohlbefinden kann durch Aufmerksamkeit erzeugt werden. 
Persönliche Briefe sind eine persönliche Aufmerksamkeit. 
Deshalb wird der Interessent mit persönlichen, meist handschriftlichen Briefen geradezu überschüttet. 
Dokument 22 
Die sonstige werbetreibende Wirtschaft kann sich ein derart kostenträchtiges Verfahren nicht leisten und täuscht persönliche Schreiben durch Computerbriefe und geschickten Druck vor. 
Es kann vorkommen, daß ein Interessent sogar unter demselben Datum zwei handgeschriebene Briefe bekommt. In diesen Briefen erkundigt sich der Schreiber zunächst nach dem Befinden des Adressaten und betont danach, wie gut es ihm selbst geht. 
Dokument 23 
 
Es handelt sich somit um persönliche Referenzschreiben. 
Der Scientology-Konzern kann sich ein derartiges Verfahren u.a. deshalb leisten, weil beispielsweise Stundenhonoraren von etwa 400.- DM (1980 - vgl. Preislisten) Monatsgehälter in gleicher Höhe gegenüberstehen, für die 6 Tage in der Woche 12 Stunden gearbeitet wird. 
Interessenten empfinden derartige Schreiben als Interesse an der eigenen Person.

 



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