Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 4.7.2012
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Scientology und Nachhilfe für Schüler
Eine kritische Broschüre von 1981:
ZIEL - Zentrum für individuelles und effektives Lernen
Aus der Schule in die Sekte
Wie die Scientology-Sekte mit Hilfe einer Tarnorganisation um Nachwuchs wirbt
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
 
 
ZIEL Zentrum für individuelles und effektives Lernen e.V.  
Vereinsregister München VR 9500 Ersteintrag 23.2.1979  
Vorstand laut Registerauszug vom 29.6.2009: Wilhelm Koopmann, Lehrer, München
 

Der Text auf dieser Seite ist 1981 als Broschüre erschienen.
Diese Broschüre enthielt einen Fehler:
Das Thetan-Beispiel ist nicht dem ZIEL-Verein zuzurechnen.
Sondern einem anderen Scientology-Verein.
Dazu das Urteil Landgericht München I, 9 0 10102/81 vom 22.7.81

Ein Artikel, der den unten wiedergegebenen sehr ähnlich ist, erschien später im "Schulanzeiger - Magazin für Lehren und Lernen" des Herder-Verlages (4/82):
ZIEL - eine pädagogische Alternative von Wilhelm Koopmann.


 
 


Ingo Heinemann:
 

Aus der Schule in die Sekte

Wie die Scientology-Sekte mit Hilfe einer Tarnorganisation um Nachwuchs wirbt

Beschreibung und Dokumentation des Vereins
Ziel Zentrum für individuelles und effektives Lernen

Herausgeber: ABI - Aktion Bildungsinformation e.V. 1981

Inhaltsverzeichnis
Vorwort Seite 3
Wer ist L. Ron Hubbard ? Seite 5
Was Ziel verschweigt: Hubbard ist Sektengründer  Seite 6
Ziel - Gründer gutgläubig ? Seite 7
Die Ziel-Gründer: Anhänger der Scientology-Sekte Seite 7
Ziel-Kurse auf Scientology- Basis Seite 9

Das ZIEL-Patentrezept: "Lernen, wie man lernt".
Ein "Thetan" für 8-jährige Seite 11
Engramme auf der Zeitspur Seite 14
Ziel und Scientology: "Lernerfolg nach Punkten meßbar" Seite 16
Fragebogen für Kriminelle Seite 17
Wortklären mit Demokit Seite 19
Ziel - Werbung für die Scientology-Sekte Seite 20
Dokumentarischer Anhang: Inhalt Seite 21

Vorwort

Die ABl befaßt sich bundesweit mit Verbraucherschutz in Bildungsfragen. Sie befaßt sich deshalb mit allen solchen Organisationen und Firmen, die Bildung in Form von Unterricht und Kursen oder Büchern oder Schriften gegen Bezahlung verkaufen. Für ihre Tätigkeit auf dem Gebiet Des Fernunterrichts wurde die ABl mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet, einige Jahre, bevor der frühere Bundespräsident Walter Scheel und der Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel den Theodor-Heuss-Preis verliehen bekamen. Die Verleihungsurkunde wurde von Staatsministerin Frau Dr. Hildegard Hamm-Brücher unterzeichnet und auf der Medaille heißt es über die ABl:
"Für vorbildliches demokratisches Verhalten".

Dieser Ehrung fühlen sich die Mitarbeiter der ABI verpflichtet, auch nachdem der Markt des Fernunterrichts durch ein Gesetz geregelt wurde, welches die Vorstellungen der ABl im wesentlichen enthält.

Seit 1975 befaßt sich die ABl mit den neuen Sekten, soweit sie als Anbieter von Unterricht und Kursen und schriftlichem Lehrmaterial auftreten. "Marktführer" auf diesem Gebiet ist die "Scientology-Kirche", wie sie sich selber nennt. Ihre Werbung stellte sich nach einer Reihe von Prozessen als sittenwidrig heraus. Sittenwidrig und wucherisch ist auch ihre Preisgestaltung und ihr Verhältnis zu ihren Arbeitnehmern widerspricht der Mehrzahl aller Sozialgesetze.

Die ABl hat die Tätigkeit dieser Sekte in einem 1979 herausgegebenen Buch als Gefahr für die Demokratie bezeichnet. Denn diese Sekte gibt sich gesellschaftskonform, unterwandert diese Gesellschaft jedoch an zahlreichen Stellen.

Diese Broschüre enthält ein Beispiel für diesen Vorgang, der täglich an zahlreichen anderen Stellen mit ausgebeuteten Arbeitskräften und zum finanziellen Nutzen einer kleinen Gruppe fortgesetzt wird.

Stuttgart, Mitte Dezember 1980

Dipl. Ing. Eberhard Kleinmann
ABI-Vorsitzender



 

Z.I.E.L. - Zentrum für Individuelles und Effektives Lernen

Seit rund zwei Jahren dient sich dieser Verein Eltern, Kindern und der Öffentlichkeit an, sein Patentrezept zur Lösung aller - oder fast aller - Schulprobleme:
"Lernen, wie man lernt".
Zahlreiche Artikel in Zeitschriften und Tageszeitungen schilderten sein Wirken als außerordentlich positiv. Als Beispiel für viele derartige Artikel im dokumentarischen Anhang als Dokument Nr. 1 ein Artikel aus dem Bonner "Generalanzeiger".

Stets wird beklagt, die Schüler würden unvorbereitet auf den Schulbetrieb losgelassen, niemand bringe ihnen zuvor bei, wie man den Schulstoff bewältigt, also wie man lernt. Folge: Schulstress, Übersättigung, Langeweile, Resignation. Die Ziel-Werbezettel schildern die Schulmisere recht drastisch und bieten auch gleich eine Lösung an: die Teilnahme an Kursen, die auf ,"den Werken L. Ron Hubbards" beruhen, der als "amerikanischer Humanist und Erzieher" vorgestellt wird. die Folge der Teilnahme:

"Der Erfolg ist verblüffend. Die Schüler gehen plötzlich wieder gerne zur Schule und der Lernerfolg wird gefestigt. In Testklassen in der Schweiz ergab sich nach zweimonatiger Anwendung dieser Studiertechnologie eine durchschnittliche Intelligenzquotientverbesserung von 16 %".

"Nach dem Training sind zeit- und kostenaufwenige Nachhilfe-Stunden nicht mehr nötig. Der Schüler erreicht künftig das Lernziel bei jedem Stoff in jedem Fach“.
 

Haben die zuständigen Behörden wieder einmal geschlafen und den Anschluß an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verpaßt ?
Es sieht ganz danach aus, denn auch ein Gymnasialprofessor R.P. [Name bekannt, 1991 ausgetreten]  berichtet in den renommierten "Südwestdeutschen Schulblättern":

"Zur Zeit unterrichten in der Schweiz ca. 40 Lehrer aller Stufen ganz oder teilweise mit der Studiertechnologie L. Ron Hubbards. In England und in den USA ist die Methode schon stark verbreitet. Private und öffentliche Schulen wenden die Studiertechnologie in vollem Umfang an. In Mexiko werden zur Zeit 4.500 Lehrer offiziell in dieser Methode ausgebildet“.
 

Die Bundesrepublik Deutschland als bildungspolitisches Schlußlicht hinter USA, England und sogar dem fernen Mexiko ?
 

Wer ist L.Ron Hubbard ?

Geht man der Sache nach, kann man sich zunächst nur an den Namen des "amerikanischen Erziehers und Humanisten" L. Ron Hubbard halten. Dieser aber erscheint in keinem allgemein verbreiteten Lexikon. Also ein verkanntes Genie?

Seit ZIEL in der Bundesrepublik Deutschland an eine breite Öffentlichkeit trat, gibt es immerhin eine Adresse in München und einen weiteren Hinweis: es handelt sich um einen eingetragenen Verein. Seit Februar 1979 ist dieser Verein auch tatsächlich als juristische Person beim Amtsgericht München unter der Nr. VR 9500 im Vereins-Register eingetragen. Geben Gründungsprotokoll -Dokument 2 -
und Satzung - Dokument 3 - weiteren Aufschluß ?

Leider Fehlanzeige. Der Satzung ist lediglich zu entnehmen, daß der Zweck des Vereins "auschließlich mit Hilfe der Studier- und Lerntechnik, welche von L. Ron Hubbard entwickelt wurde“ verwirklicht werden soll.

Wer aber ist L. Ron Hubbard?
 

Was ZIEL verschweigt: L. Ron Hubbard ist Sektengründer

Mit einiger Mühe ist es durchaus herauszubekommen: L. Ron Hubbard ist der Gründer der berüchtigten Scientology-Sekte, die sich selbst als "Kirche" bezeichnet. Die Scientology-Sekte tritt in der Bundesrepublik seit ca. 1970 in Erscheinung und wird durch zahlreiche Tarnorganisationen unterstützt.

Hubbard ist aber keineswegs "nur" der Gründer dieser Sekte, dessen Name möglicherweise hinter den der Organisation zurückgetreten und deshalb unbekannt geblieben sein könnte.

Vielmehr ist der Name Hubbard untrennbar mit der Scientology-Sekte verbunden. Er ist Eigentümer des Warenzeichens für die Kunstworte "Scientology" und "Dianetic". Er besitzt das Copyright für sämtliche Bücher und Schriften der Sekte, bis hin zu den Einladungskarten für einen "kostenlosen Persönlichkeitstest", den Scientologen vorwiegend in den Fußgängerzonen verteilen.

Es kann deshalb keinem vernünftigen Zweifel unterliegen, daß der ZIEL-Verein absichtlich verschweigt, wodurch Hubbard weltweit bekannt geworden ist.

Weil diese Verbindung verschwiegen wird und weil sich - wie sich noch zeigen wird - zahlreiche Berührungspunkte zwischen dem ZIEL-Verein und der Sekte ergeben, kann der ZIEL- Verein als eine Tarnorganisation der Scientology-Sekte angesehen werden.
 

ZIEL-Gründer gutgläubig ?

Haben die ZIEL-Gründer möglicherweise nichts vom Hauptberuf des "amerikanischen Humanisten und Erziehers" gewußt ?

Hat der Sektengründer möglicherweise im "Nebenberuf" tatsächlich eine Lernmethode entwickelt, die Schülern das Lernen erleichtert?

Im Folgenden soll bewiesen werden, daß es sich bei den ZIEL-Gründern überwiegend oder ausschließlich um Sektenangehörige oder Sektenfunktionäre handelt;

daß das ZIEL-"Lernsystem" nicht viel mehr ist, als eine Einführung in das abstruse Denkgebäude der Scientology-Sekte;

daß ZIEL-Schüler zum Teil ohne ihr Wissen und ohne Wissen der Eltern systematisch indoktriniert und auf eine Sekten-Laufbahn vorbereitet werden;

daß ZIEL-Schüler dazu mißbraucht werden, bei ihren Eltern Werbung für die Scientology-Sekte zu machen.
 

Die ZIEL-Gründer: Anhänger der Scientology-Sekte

"Eine Gruppe Schweizer Lehrer" - so heißt es in R.P.s [Name bekannt, 1991 ausgetreten]  bereits erwähntem Aufsatz in den "Südwestdeutschen Schulblättern", habe sich vor geraumer Zeit "zusammengefunden, um eine neuartige Lehr- und Lerntechnologie zu prüfen und in der Schule auszuprobieren". Der Anfang dieses Aufsatzes wird als Dokument Nr. 4 abgedruckt. Kleiner Schönheitsfehler: Dieser Aufsatz wurde fast gleichlautend schon am 27.4.1978 in der "Schweizerischen Lehrerzeitung" abgedruckt - Dokument Nr. 5. Allerdings nicht unter dem Namen P. Als Autor zeichnet vielmehr ein Hanspeter Tschupp. Solchermaßen in den Verdacht des Plagiators geraten, schob Lehrer P. als Persilschein ein Schreiben des Herrn Tschupp vom 21.10.1979 nach:
Betrifft: Aufsatz in der Schweizerischen Lehrerzeitung vom 27. April 1976 Nr. 17
Ich bestätige hiermit, daß ich Herrn R.P. [Name bekannt, 1991 ausgetreten]  die Erlaubnis erteilt habe, den Aufsatz "Präzisionstechnologie des Lehrens und Lernens anderweitig unter seinem Namen zu veröffentlichen.
Der Autor des genannten Artikel
Hanspeter Tschupp
Dieses undurchsichtige Manöver wird nur wenig verständlicher, wenn man erfährt, daß P. in Deutschland einer der Scientologen der ersten Stunde und daß auch Tschupp ein Scientology-Anhänger ist. Denn Lehrer P. sollte wohl in der Lage sein, selbst einen Artikel zu formulieren.

Dieser Vorgang deutet vielmehr darauf hin, daß die ZIEL-Gründungen von langer Hand vorbereitet waren, nach Art einer Public-Relation-Aktion.

Vergleichbare Organisationen, die der Scientology-Sekte zuzurechnen sind, gibt es im Ausland schon seit langem. So eine Organisation namens "EA - Education Alive" in Südafrika, eine namens "Applied Scholastics" in Kalifornien. An deren Anschriften gerichtete Referenzschreiben datieren zurück bis zum jahr 1972 und wurden vom deutschen ZIEL-Verein verbreitet.

Die Scientology-Sekte selbst bestreitet neuerdings ihre Verbindung zu ZIEL nicht mehr. Im Gegenteil: die ZIEL-Aktivitäten dienen der Sekte seit einiger Zeit zum Beweis für ihre "sozialen Programme", so in dem vom "Guardian-Büro" der Sekte herausgegebenen "Leitfaden" - Dokument Nr.6.

Auch die meisten ZIEL-Gründer sind als Scientologen zu identifizieren:

Elfriede Ahles wird in der Scientologen-Zeitschrift "Ursprung" vom Februar 79 als "Dianetik Clear" vorgestellt, Elke Eckes ist "Clear Nr. 18005", Krista Stock-Thies ist "Dianetic-Clear Nr. 7933" und schreibt Leserbriefe für den "Ursprung".
Dr. Hans Werner Holub ist "Clear Nr. 14631" und X.Y. ist stellvertretende Vorsitzende der wohl agressivsten Scientology- Tarnorganisation, der "Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V." mit Sitz in der Münchner Scientologen-Zentrale. Das Vereinsregister weist als ihren Beruf "Auditorin" aus, eine Bezeichnung, die es außerhalb der Scientology-Sekte nicht gibt. X.Y. passierte schließlich als einem der letzen Scientologen das Mißgeschick, an der englischen Grenze aufgrund des Einreiseverbots für ausländische Scientologen zurückgewiesen zu werden. Hier half ihr auch die Teilnahme am "PTS-SP-Seminar" nicht, in dem der Umgang mit "Potential Trouble Sources", also mit möglichen Unruhestiftern und mit "Suppressive Persons", also mit unterdrückerischen Personen gelehrt wird, also der Umgang mit etwaigen Scientology-Kritikern. Dieser Kurs umfaßt ca. 200 DIN-A-4 Seiten, dauert rund einen Monat bei intensiver Arbeit und kostet etliches über 2.000.- DM.
 
 

ZIEL-Kurse auf Scientology-Basis

ZIEL legt seinem "Lernsystem" eine Binsenweisheit zu Grunde: man sollte niemals Worte verwenden, deren Inhalt man nicht versteht. ZIEL unterstellt jedoch - ohne den geringsten  Versuch eines Beweises - daß die Schule bei der Erklärung unbekannter Worte versagt. Und ZIEL behauptet, die Ursache für alle Schulschwierigkeiten liege darin, daß Schüler Worte nicht verstanden haben.
 

Das ZIEL-Patentrezept: "Lernen, wie man lernt".
 

Über den eindeutigen Sekten-Hintergrund könnte man möglicherweise noch hinwegsehen, wenn der Inhalt dieses "Lernsystems" wertneutral wäre.

Davon kann jedoch keine Rede sein. Im Gegenteil: in den ZIEL-Kursen werden die Grundlagen des abstrusen Sekten- Denkgebäudes vermittelt. Noch schlimmer: Eltern und Kinder ahnen möglicherweise davon nichts.

In den ZIEL-Kursen werden 8-Jährige als "Studenten" bezeichnet und der Lernvorgang als "studieren". Man hüte sich davor, dies als schlechten Stil oder schlechte Übersetzung abzutun. Denn dies ist der erste Schritt zur Indoktrination durch die Scientology-Methoden "Wortklären" und "Re-Definieren von Worten": nach bisherigem deutschen Sprachgebrauch befassen sich Studenten mit einer Berufsausbildung und sie studieren eine Wissenschaft. Als Wissenschaft aber bezeichnet auch die Sekte ihre abstrusen Inhalte, ihre Anhänger bezeichnen sich als Studenten und es wird vorgetäuscht, dies alles entspreche einer herkömmlichen Berufsausbildung. Schließlich läßt sich ZIEL-Gründungsmitglied Y. sogar im Vereinsregister als "Auditorin" eintragen.

Das ZIEL-"Lernsystem" ist vordergründig einfach:
Jeder nicht verstandene Ausdruck wird in einem Wörterbuch nachgeschlagen. Hier ein Beispiel für ZIEL-Anfänger:

"Benutze ein Wörterbuch und stelle fest, was das Wort bedeutet:
TOMATE - eine meist rote Frucht, wird roh, als Salat, oder auch gekocht gegessen; wird zu Ketchup verarbeitet“.
Es stellt sich natürlich die Frage, ob das Wort Tomate für irgend ein Kind erklärungsbedürftig ist und wenn ja, ob es nicht sinnvoller wäre, eine Tomate in die Hand zu nehmen, an ihr zu riechen und sie schließlich zu essen, anstatt nach ihr im Wörterbuch zu suchen.

Dahinter steckt ein Teil des Scientology-Systems: nicht selbermachen, ausprobieren oder hinterfragen, sondern nachschlagen. Bei der Scientology-Sekte heißt eben dies "Wortklären" und dort ist dies auch dringend nötig, denn die Sekte benutzt eine von Hubbard entwickelte Kunstsprache, die jeder Teilnehmer erst einmal erlernen muß. Ca. die Hälfte seiner teuer bezahlten Zeit widmet ein Scientologe dem "Wortklären". Als Dokument Nr. 7 Auszüge aus einer scientology-eigenen "Fachwortsammlung".

Die Tomate ist der harmlose Anfang, für die Scientologen allenfalls deshalb von Interesse, weil Hubbard mit seinem E-Meter bereits Tomaten "auditiert" hat, sich dabei photographieren und das Photo einer eher belustigten Öffentlichkeit vorstellen ließ. Unmerklich aber werden dann Wörter untergeschoben, die nur bei der Scientology-Sekte eine Bedeutung haben. In keinem Fall wird den Schüler-"Studenten“ gesagt, ob es sich um ein Wort der Umgangssprache handelt.
 
 

Ein "Thetan" für 8-Jährige

Ebensowenig wie im Gründungsprotokoll und der Satzung des ZIEL e.V. ist in dessen üblichen Lehrmaterialien von der Scientology-Sekte die Rede.

Tatsächlich aber wird durch diese Materialien der Inhalt dessen vermittelt, was die Scientologen als Religion ausgeben: eine Zeichnung zeigt ein Kind, über dessen
Kopf das Wort "Thetan" schwebt - Dokument 8 . Hier versagt die Suche in dem zu Beginn des Ziel-Kurses noch empfohlenen deutschen Wörterbuch "Wahrig", denn
der "Thetan" ist eine Erfindung des Sektengründers Hubbard.

Dieser "Thetan", so die Scientology-Werbung, hat "Fähigkeiten, um die sie sogar die Götter beneiden würden“. Nach Scientologen-Meinung ist der "Thetan" unsterblich, allwissend, unabhängig von einem Körper und lebt seit "Billionen von Billionen von Billionen von Jahren“. In diesen Zeiträumen hat er mehrfach das Entstehen und den Untergang galaktischer Systeme erlebt und den Urknall überlebt. Für Science-Fiction-Autor und Sektengründer Hubbard scheint es dabei eine Selbstverständlichkeit zu sein, daß in früheren, längst untergegangenen Raumzeitaltern Raumfahrt bereits alltäglich war.

Bei all diesen Eigenschaften wäre es wohl verständlich, wenn Scientologen diesen "Thetan" als Gott verehren und an ihn glauben würden. Denn der "Thetan" beherrscht "Stufen von Bewußtsein und Fähigkeit, nach denen sogar die Götter streben würden“, so wiederum Scientology-Werbung.

Der "Thetan" kann aber kein Gott sein und an den "Thetan" braucht man nicht nur zu glauben. Denn ein "Thetan" steckt nach Meinung der Scientologen in jedem von uns und seine Existenz wird jeden Tag vielfach bewiesen.

Bewiesen mit Hilfe eines elektrischen Meßgerätes, dem E-Meter der Scientologen.

Hier nun noch einige Eigenschaften des "Thetan", zitiert aus Sektengründer Hubbards Werken, aus denen auch ZIEL seine Lehren schöpft:
 

"Gewöhnlich nimmt der Thetan den Raum innerhalb des Kopfes ein, oder er befindet sich in der Nähe des Körpers“
"Tatsache ist, daß der Thetan fähig ist, Raum, Energie, Masse und Zeit zu erschaffen“
"Tatsache ist, daß sich der Thetan vom Körper trennen kann, ohne daß dadurch das Phänomen des Sterbens eintritt“
"Tatsache ist, daß ein exteriorisierter Thetan gewöhnlich zu einem Planeten zurückkehrt und sich einen anderen Körper von der gleichen Rasse und demselben Typ wie vorher verschafft“
"Man kann tatsächlich demonstrieren, daß ein Thetan durch Wände gehen, große Hindernisse überwinden, Raum verschwinden lassen, beliebig in Erscheinung treten sowie andere erstaunliche Dinge tun kann“
"Es ist eindeutig erwiesen, daß der Thetan unsterblich ist und den Tod nicht wirklich erleben kann. Er täuscht ihn durch Vergessen vor... Daraus ergibt sich auch die Besorgnis um Sex. Für das nächste Leben sollen genügend Körper da sein"
"Ein übereifriges Bemühen um Sex entsteht dann, wenn der Mensch zu glauben beginnt, daß für ihn im nächsten Leben kein Körper da sein wird“
Wie ZIEL Kindern die Existenz dieses Zombie-Thetans vermittelt, flimmerte sogar schon sonntags nachmittags über bundesdeutsche Fernsehschirme - Dokument 9 -.
Scientologen-Funktionär Uwe Klähn hatte offenbar angenommen, das Fernsehen werde die ZIEL-Werbung ebenso unkontrolliert übernehmen, wie so manche Zeitung vorher.

Hier die wörtliche Wiedergabe des Frage- und Antwort-Spiels zwischen ZIEL-Lehrerin und Schüler, wie es vom Fernsehen gesendet wurde:
 

Lehrerin: Könntest Du mal erklären, was ein Thetan ist, was das bedeutet ?
Schüler : Der Thetan, der bestimmt das, was man macht.
Lehrerin: Mmhm, ja, und wer wäre das ?
Schüler : Der Thetan, das bin ich.
Lehrerin: Ah... gut!
Schüler : Und,... äh, der Thetan sagt, ich soll das Bein lupfen und das wird dann zum Gedächtnis nübergetan und das Gedächtnis tut ausführn, das Geistige...
Lehrerin: Ah,... gut, so wenn Du jetzt zum Beispiel Fahrrad fahren willst, wer entscheidet denn das?
Schüler : Der Thetan.
Lehrerin: Okay
Nicht der Vater, nicht die Mutter entscheiden, ob Fahrrad gefahren wird, sondern der "Thetan", "das bin ich“.

"Tatsache ist“, "bewiesen ist“, das sind die Lieblingsausdrücke des Sektengründers Hubbard über den "Thetan".

Wie aber will er die Existenz des "Thetans" bewiesen haben?
Da gibt es die "OT-Phänomene“, irrwitzige Geschichten, welche die "Ots" erlebt haben wollen, die "Operating Thetans", also sozusagen reaktivierte "Thetans" in Aktion. Einer will dadurch verhindert haben, daß ein Kind von einem Auto überfahren wurde, daß er das Auto mit Geistes kraft auf der Stelle stoppte. Das alles sind schlichte Märchen, niemals wurde irgend ein Beweis angetreten.

Bliebe der indirekte Beweis mit Hilfe des E-Meters. Die Scientologen behaupten, mit seiner Hilfe "Engramme" aufspüren zu können, negative Prägungen, die der "Thetan" im Laufe der Jahrmilliarden erlitten hat.
 
 

Engramme auf der Zeitspur

Kein "Thetan" ohne "Engramme" und keine "Engramme" ohne "Thetan". Und weil der "Thetan" bei ZIEL eine Rolle spielt, ist hier auch die ganze Scharlatanerie der Engramme, des E-Meters und der Zeitspur von Bedeutung. Zeitspur, das ist ein Begriff aus der Science-Fiction-Literatur, mit der sich Sektengründer Hubbard. vor Erfindung der Scientology-Sekte sein Geld verdient hat. Science-Fiction-Autoren lassen ihre Helden auf der Zeitspur - englisch time track - beliebig in Vergangenheit und Zukunft wandern und eröffnen so neue Möglichkeiten technischer oder blutrünstiger Abenteuer.

Sektengründer Hubbard bediente sich noch 1939 des guten alten Geistes aus der Flasche:

"Versklavte Seelen" heißt einer seiner zahlreichen Romane dieses Genres, der erst 1978 beim Ullstein-Verlag in deutscher Sprache erschienen ist. Ein Erbe von Antiquitäten erhält Besuch eines Professors, der sich auffallend für einen alten Krug interessiert und um Überlassung bittet. Der Erbe lehnt ab, der Professor bricht ein und öffnet den Krug. Der Erbe erblickt Fürchterliches:
 

"Der Rauch wurde immer dichter, quoll unter den Deckenbalken entlang und verdunkelte die auf den Schreibtisch brennende Lampe.Die Wolke begann zu pulsieren und zog sich zu immer klarer sichtbar werdenden Umrissen zusammen.

Oben an der Spitze blitzte etwas auf. Zwei Hörner wurden sichtbar, dann zwei teuflisch glühende Augen. Es waren riesenhafte, tellergroße Augen von unheimlicher, böser Eindringlichkeit. Zwei scharfe Hauer bildeten sich, dann ein gähnender Mund. Der Bauch verwandelte sich in einen monströsen Körper mit einem glänzenden Gürtel um den Leib; Arme bildeten sich mit klauenartigen, entsetzlich bewehrten Händen. Die Beine, haarig und gewaltig, wirkten wie massive Baumstämme; die Füße waren Spalthufe. Das ganze Ungeheuer war mit einem dichten Pelz bewachsen, nur das finstere, teuflisch aussehende Gesicht nicht“

Den Professor, der den uralten Flaschengeist namens "Zongri, König der Ifriten von den Barbarossi-Inseln" befreit hat, ereilte ein ungerechtes Schicksal: Der Erbe
 
"sah mit entsetzt aufgerissenen Augen, wie Zongri den Professor mit einem gewaltigen Schlag vom Kopf bis zu den Hüften zerteilte. Der entseelte Körper stürzte zu Boden, Blut tränkte den Teppich“.
Damals benutzte Hubbard also noch die traditionelle Flaschengeist-Methode für seine imaginäre Reise in die Vergangenheit. Doch Hubbard verfolgte offenbar große Pläne: er begann Science-Fiction-Geschichten zu schreiben, also eine Art Zukunftsmärchen, in denen der Flaschengeist durch Technik und Wissenschaft ersetzt wurde und zehn Jahre später tat Hubbard schließlich anläßlich eines Schriftsteller-Kongresses einen bemerkenswerten Ausspruch:
 
"Es ist lachhaft, für einen Hungerlohn Zeilen zu schinden. Wer Millionen scheffeln will, gründet am besten seine eigene Religion“.
Ein Jahr später veröffentlichte Hubbard das Buch "Dianetics - die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit“. Der "Geburtstag“ dieses Buches wird von den Scientologen seither Jahr für Jahr mit großem Pomp gefeiert und auch die Scientology-Zeitrechnung richtet sich danach: 1980 ist das Jahr 30 ad, das 30. Jahr nach erscheinen dieses Buches. Darin wird der "Clear" als menschliches Produkt Hubbardscher Psycho-Techniken vorgestellt:
 
"Clears bekommen keinen Schnupfen“
"Clears haben ganz selten Unfälle“
Dies reichte Hubbard bald nicht mehr aus, er erfand den OT, den "Operating Thetan", den es in mittlerweile 8 Stufen gibt, weitere sind zu erwarten. "OT III" zu werden kostete Mitte 1980 rund 100.000.- DM.
 
 

ZIEL und Scientology: "Lernfortschritt nach Punkten meßbar"

ZIEL läßt nicht nur Worte "klären", ZIEL mißt auch die Geschwindigkeit, mit der dies durchgeführt wird. Dabei läßt ZIEL einen Grundsatz nie außer Acht, der auch bei Scientology eine besondere Rolle spielt und der im Grunde völlig richtig ist. Fragt sich nur, was damit angefangen wird: der Schüler muß für eine bewältigte Aufgabe gelobt werden, auch wenn die Lösung nicht unbedingt richtig ist.

Scientologen benutzen dabei einen völlig richtigen Grundsatz: man soll sein Gegenüber nicht ins Leere sprechen lassen, sondern ihm zeigen, daß man ihm zuhört. Erste Übung der Scientologen im "Kommunikationskurs" ist deshalb, dem Zuhörer dadurch zu zeigen, daß man ihm zuhört, daß man ihn anschaut. Völlig richtig. Aber bei den Scientology-üblichen Übertreibungen gerät das ins Groteske: "TR 0" heißt diese Übung. Teils stundenlang müssen die Teilnehmer sich anstarren. Bei  "TR 0 mit Reizen" sogar unter verschärften Bedingungen: auch Anschreien und Drohen mit der Faust darf nicht stören. So lernen Scientologen, sowohl grobe Beschimpfungen als auch berechtigte Kritik unbewegt über sich ergehen zu lassen.

Nächster Schritt: jede "Kommunikation" muß "bestätigt" werden. Völlig richtig: ruft man einem Kellner eine Bestellung zu und dieser gibt nicht zu erkennen, daß er sie verstanden hat, so sind weitere, unnötige Nachfragen erforderlich. Jeder gute Kellner weiß das. Scientology aber übertreibt wieder einmal: so gut wie jeder Satz muß "bestätigt" werden. Meist durch "gut" oder durch "ok". Dabei gilt ein weiterer Scientologen-Grundsatz: niemanden abwerten. Vorsichtshalber: niemanden bewerten. Denn eine Abwertung würde Abwehr hervorrufen und die Kommunikation stören. Wenn also ein Fehler gemacht wurde, heißt es nicht etwa "falsch", sondern "flunk". Wer mit der deutschen Sprache aufgewachsen ist, versteht dies ohnehin nicht. Für Amerikaner bedeutet dies allerdings so etwas wie "durchgefallen". "Flunk" - das soll also keine Bewertung sein, nur eine Feststellung.
 

Fragebogen für Kriminelle

Scientologen behaupten also, weder abwerten noch bewerten zu wollen. Die Praxis sieht anders aus. Hier ein Auszug aus einem Fragebogen, der unter Zuhilfenahme des E-Meters bei all denen abgefragt wird, die den Scientologen als Sicherheitsrisiko erscheinen mögen:
 
"Sind Sie vorbestraft ?
Haben Sie je jemanden vergewaltigt ?
Hatten Sie je Geschlechtsverkehr mit einem Mitglied Ihrer Familie ?
Haben Sie je Mord begangen ?
Haben Sie je jemanden entführt
Haben Sie je für Geschlechtsverkehr Geld angenommen
Haben Sie je für die Polizei spioniert ?"
Allein dieser Fragebogen - und davon gibt es eine ganze Menge - enthält 86 derartiger Fragen, zuletzt "autorisiert" 1977. Die Scientology- Sekte besitzt vermutlich die Antworten von Millionen von Scientologen auf diesen Fragebogen. Diese Scientologen glauben zweifellos daran, das das "E-Meter alles weiß" - gottgleich. Nicht zuletzt deshalb wird vermutet, daß diese Fragebogen eine Basis für Erpressung sein könnte.

Einen Ausdruck sollte man besonders beachten: "Für die Polizei spioniert". Das heißt ja wohl: für den Gegner. Dieser Gegner aber ist gesetzlich verpflichtet, strafbare Handlungen aufzuspüren und zu verfolgen.

Zurück zu ZIEL: ZIEL und Scientology messen also den Lernfortschritt - angeblich ohne zu bewerten - nach Punkten. Dazu Dokument Nr. 10: die ZIEL-Punkte-Liste.
 

Lernerfolg meßbar ?

Diese Frage interessiert Pädagogen verständlicherweise seit Generationen. Denn der meßbare Lernerfolg der Schüler ist schließlich das meßbare Arbeitsergebnis des Lehrers.

Bevor weiter auf die ZIEL-eigene Meßmethode eingegangen wird, einige Worte zur Messung von Arbeitsleistung:

Eine ganze Branche ("Refa") befaßt sich mit der Messung von Arbeit. alle Tarifverträge sind danach ausgerichtet, alle Fließbänder richten sich in ihrer Geschwindigkeit danach. genauer: sie werden danach gerichtet.

Auch andere Leistungen sind exakt meßbar, häufig auf Kosten der Arbeitnehmer: bei Autoren und Übersetzern wird die Leistung nach Zeilen bemessen, beim Maschinenschreiben nach Anschlägen und bei Stenographie nach Silben.

Allen gemeinsam: hier handelt es sich um Messungen zum Zweck leistungsgerechter Bezahlung eines erlernten Berufes. Der Schwierigkeitsgrad wird dabei in Form eines bestimmten Faktors berücksichtigt.

Warum unterwirft ZIEL jetzt schon Schulkinder den Zwängen der Leistungsgesellschaft ? Ganz einfach, weil‘s Scientology genauso macht. Dort sieht die Punkte-Liste so aus:
 

Pro Aufsatz, Karte, Diagramm, Zeichnung = 10 Punkte
Pro Demo = 10 Punkte
Pro Knetdemo = 50 Punkte
Demo Checkouts = 5 Punkte
unabhängig davon, ob er geflunkt oder bestanden wurde
Auswendiglernen-Drill
pro auswendig gelernte Zeile = 5 Punkte
Bei der Scientology-Sekte hat dieses Punkte-System zwei Gründe: der erste Grund ist der Verwaltungs- und Statistikfimmel der Sekte, der oft genug groteske Züge annimmt, der zweite Grund hängt eng mit dem "Bestätigen" zusammen:
dem Teilnehmer werden laufend kleine Erfolgserlebnisse verschafft. Der Statistik-Fimmel der Sekte hat im übrigen voll auf ziel durchgeschlagen, wie Dokument 10 - "Die Statistik des Studenten" - zeigt.
 

Wortklären mit Demokit

Dokument 11 enthält Beispiele dafür, welche Worte außer "Thetan" bei ZIEL noch zu klären sind und Dokument 12 enthält die entsprechenden Definitionen aus der Scientology-"Fachwortsammlung".

Beispiel "Demokit": kein Wort davon, daß das Wort Kitt in der deutschen Sprache noch eine andere Bedeutung hat, wenn auch mit leicht veränderter Schreibweise. Eine Erklärung wäre umso mehr von Bedeutung, als auch Knetmasse als "Demo- kit" verwendet wird, dem Kitt durchaus vergleichbar.

Beispiel "Anti-soziale Person", in der Umgangssprache nicht gerade geläufig: auch die Scientology- Definition verschweigt die Praxis, denn als anti-soziale Personen sehen Scientologen unter anderen alle ihre Kritiker an (die darüberhinaus auch noch mindestens Verbrecher und Kommunisten sind).

In einer Hubbard- Anweisung zum "Re-Definieren von Worten" heißt es:
 

"Die Redefinition von Worten wird dadurch bewirkt, daß andere Gefühle und Worte mit ihnen verbunden werden, als diejenigen, die man erwartet...

Wird die Redefinition oft genug wiederholt, kann die öffentliche Meinung dadurch geändert werden, daß die Bedeutung des Wortes geändert wird ...

*  "Psychiatrie" und "Psychiater" ist leicht redefiniert
*  in die Bedeutung "ein anti-sozialer Feind des Volkes". Dadurch werden die verrückten und tötenden Psychiater von der Liste der bevorzugten Berufe verschwinden ...

* Die Scientologen redefinieren "Arzt", "Psychiatrie",
* und "Psychologie" in die Bedeutung "unerwünschte anti-soziale Elemente" und sie versuchen, die gegenwärtige Bedeutung von "Scientology" zu stabilisieren“

Dadurch legitimiert, verbreiten Scientologen tagtäglich offensichtliche Lügen in der Öffentlichkeit. Die Folgen für ein 8-jähriges Kind sind kaum auszudenken, dessen Wertsystem ja erst im Entstehen begriffen ist.
 

ZIEL-Werbung für die Scientology- Sekte

ZIEL macht Kinder mit dem Scientology-Jargon und dem Scientology-Denkgebäude vertraut. Zudem besteht Anlaß zu der Annahme, daß die Kinder im ZIEL-Kurs veranlaßt werden, bei ihren Eltern Werbung für Scientology zu machen und diese zu Scientology-Kursen zu schicken.

Zwar ist in den Ziel-eigenen Materialien von Scientology keine Rede oder nur versteckt die Rede, wohl aber in den Broschüren des "Verlages für angewandte Philosophie" in Wiesbaden, der Bücher und Schriften herausgibt, die auf Scientology-Fundamenten basieren, ausnahmsweise ohne "Copyright L. Ron Hubbard". Aus der Broschüre "Was man mit Eltern macht" stammt beispielsweise das Dokument Nr. 8. Diese Broschüre nun nennt Scientology beim Namen. Dort ist nicht nur vom "Thetan" die Rede, sondern auch von "Kommunikation", von "konfrontieren und bestätigen" vom "Aktionszyklus und Führen", vom "Duplizieren", von der "Emotions-Skale" und vom "Reaktiven". Am Schluß dieser Broschüre heißt es:
 

"Bemühe Dich auch weiter so wie bisher, mit Deinen Eltern richtig umzugehen, indem Du Dich an die Begriffe und Übungen hältst, die Du in diesem Buch gelernt hast. Sieh zu, daß Deine Eltern dasselbe tun. Du kannst sie auch dazu bringen, daß sie sich selbst ein Buch kaufen. Es gibt viele Bücher über die SCIENTOLDGV, die sie interessieren würden und ihnen noch mehr dabei helfen könnten, ihre Aufgaben als Eltern gut zu erfüllen und glücklich zu sein...

Wenn Du noch besser mit Deinen Eltern zurechtkommen willst, schicke sie am besten gleich auf einen Kurs. Dort lernen sie anhand von praktischen Übungen, wie man mit Kindern und überhaupt mit Leuten besser zurechtkommt. Auf diesen Kursen kann jeder lernen, seine eigenen persönlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Es gibt auch Kurse für Kinder. Besucht uns doch einmal."

Es folgt selbstverständlich eine Liste mit den Scientology-Adressen.

Dokumentarischer Anhang

Dokument 1: Bonner Generalanzeiger v. 22.23.11.80
Dokument 2: Gründungsprotokoll
Dokument 3: Satzungsauszug
Dokument 4: "Südwestdeutsche Schulblätter" v. Dez. 78
Dokument 5: "Schweizerische Lehrerzeitung" v. 27.14.78
Dokument 6: Scientology-"Leitfaden"
Dokument 7: Scientology- "Fachwortsammlung"
Dokument 8: "Was man mit "ltern macht"
Dokument 9: Der Kinder-Thetan im Fernsehen
Dokument 10: ZIEL-Punkteliste
Dokument 11: "Wörter-Verzeichnis‘ für ZIEL-"Studierkurs"
Dokument 12: Scientology-"Fachwortsammlung"



Dokument 1
General-Anzeiger Bonn Samstag/Sonntag, 22./23. November 1980

Engagierte Lehrer sind bemüht, Lernschwierigkeiten mit einer neuen Methode zu bekämpfen:
Lernen, wie man lernt
Von Barbara Erlenbach

Lernschwierigkeiten, Konzentrationsabfall, schwierige Schüler, unmotivierte Kinder - die Begriffe sprechen einen Bereich an, der Eltern und Lehrern immer wieder neu und zudem wohl auch in zunehmenden Maße Kopfzerbrechen bereitet: die Situation in der Schule und bei den Hausaufgaben. Immer neue Methoden und Verfahren werden ersonnen und ausprobiert, um diesen Schulproblemen begegnen zu können - mit weohselndem Erfolg.

Auf gemeinnütziger Vereinsebene haben sich nun in einem Zentrum fur individuelles und effektives Lernen (Ziel) engagierte Lehrer zusammengefunden, um diesen Mißstand zu bekämpfen, um Lernschwierigkeiten zu beseitigen. Mit der neuen Lerntecbnologie des amerikanischen Erziehers L. Ron Hubbard soll Kindern und Erwachsenen gezeigt werden, wie man lernt - denn in der fehlenden Kenntnis um das "Wie des Lernens“ sieht der Verein die Ursache für die Probleme In der Schule. Dieses "Wie“ soll nun den Schillern nach der Methode von Hubbard vermittelt werden, denn
"der einzIge Grund dafür, daß man ein Studium aufgibt, verwirrt wird oder unfähig ist zu lernen, ist der, daß über ein Wort hinweggelesen wurde, welches nicht verstanden wurde. Wenn der Teit verwirrend wird oder wenn Sie anscheinend nicht verstehen können, dann gibt es unmittelbar vorher ein Wort, das Sie nicht verstanden haben. Lesen Sie nicht weiter, sondern gehen Sie zurück zu der Stelle, bevor Sie In Schwierigkeiten gerieten. Finden Sie das mißverstandene Wort und definieren Sie es, indem Sie Irgendein gutes Wörterbuch oder ein Fachwörterbuch benützen“.
- Bedeutet das, daß man also nur jedes Wort zu verstehen braucht ... , und schon gibt es keine Lernschwierigkeiten mehr?

Eltern und Pädagogen sind sich weitgehend einig, daß die Antwort hierauf nicht uneingeschränkt "ja“ lauten kann, denn die Ursachen von Schulschwierigkeiten, Unkonzentriertheit und Unmotiviertheit müssen in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Faktoren gesehen. werden. Wenn auch damit der Anspruch von "Ziel“, alle Lernschwierigkeiten beseitigen zu können, sicherlich zu hoch angesetzt ist, so muß doch dem Grundsatz "dem Schüler zeigen, wie er lernen soll“ und der damit verbundenen Methode der "Ziel“-Gruppe verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn gerade auf dem Gebiet der richtigen Lerntechnlk weisen viele Schüler entscheidende Mängel auf. Die "Ziel“-Methode ist keine umwälzende Neuerung, sondern eine sich auf praktische Erfahrung stützende Technologie - ein begehbarer Weg, der aufgrund seiner Simplizität vielfach jedoch übersehen beziehungsweise stillschweigend vorausgesetzt wird.

Um die Lernphasen Wahrnehmen, Verstehen und Anwenden jedem Schüler als Prinzip zu verdeutlichen und einzuprägen, hat "Ziel“ ein Programm mit entsprechendem Lehr- und Begleitmaterlal entwickelt. Die Schüler arbeiten weitgehend selbstständig nach einem Programm, das einzelne Lernschritte mit steigendem Schwierigkeitsgrad enthält; konkret bedeutet das, daß die Schüler Sachtexte erhalten, die sie individuell, das heißt das eigene Lerntempo selbst bestimmend, bearbeiten. Unverständliche Begriffe werden selbständig im Wörterbuch nachgeschlagen, das Wichtigste wird unterstrichen. Anhand einer vom Lehrer aufgestellten Checkliste, die Fragen nach Wortdefinitionen, Fragen zum Inhalt des Textes und zu seinem Aufbau enthalten, kann der Schüler dann seinen Lernerfolg selbst überprüfen und gegebenenfalls die Textbearbeitungsphase noch einmal wiederholen. Es schließt sich eine Demonstrationaphase an - mit einfachen Mitteln wie Knetgummi, Streichhölzern oder Büroklammern soll der neu erarbeitete Begriff plastisch dargestellt werden.

Um die Integration des Ausblldungsprogrammes in die verschiedenen öffentlichen Schulen zu fördern, haben sich die Pädagogen zu einem Verein zusammengeschlossen, der zunächst in den USA und der Schweiz, zunehmend mehr aber auch in der Bundesrepublik Beachtung findet. In Ferienkursen, die für Schüler, Eltern und Lehrer abgehalten werden, versucht die Gruppe den Teilnehmern die Lerntechnik gezielt zu vermitteln; ihr Ziel für den Schulbereich ist, daß in den einzelnen Fächern weitgehend Textarbeit in der oben erläuterten Form praktiziert wird.

Daß diese Methode als ein Lernprlnzlp in den Unterricht eingeführt werden soll, ist sicherlich eine begrüßenswerte Initiative; kritisch zu hinterfragen ist jedoch der Absolutheitsanspruch, den die "Ziel“-Gruppe mit ihrem Programm setzt. Denn er basiert auf der Ähnlichkeit der Lernaufgaben, das heißt auf einer andauernden Textarbeit - eine andere Lösungsstruktur für divergierende Lernsituationen wird nicht angestrebt. Gerade das aber kennzeichnet die Lernsituatlon in der Schule: Angestrebt werden müssen Lernprinzipien, die sich auch auf Situationen anwenden lassen, die von der ursprünglichen Lernsituation abweichen. Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt, die Frage nach der Motivation. Daß die bisher abgehaltenen Ferienlernkurse so großen Erfolg hatten, ist wohl auch dadurch begründet, daß die Schüler von vornherein um eine zeitliche Begrenzung des Kurses wußten - eine nahezu ausschließliche Arbeit mit Texten in der Schule, sich über mehrere Schuljahre erstreckend, ist jedoch In keiner Weise lelstungsmotivierend, da der Neuigkeitsgehalt der Aufgaben dann weitgehend in den unterschiedlichen Sachaussagen liegt, nicht aber in einem notwendigen Wechsel der Methodik und der didaktischen Aufbereitung.

Die "Ziel‘-Methode als eine Methode unter vielen - sicherlich eine begrüßenswerte Initiative, die Beachtung verdient; die "Ziel“-Methode als alleiniges Lernprinzip in unseren Schulen - ein Versuch. der zum Scheitern verurteilt ist.


Dokument 2
Dokument 3
Text von Dokument 3:
 

SATZUNG des Vereins
ZIEL Zentrum für individuelles und effektives Lernen

§ 1
Name und Sitz
Der Verein führt den Namen "ZIEL - Zentrum für individuelles und effektives Lernen".
Nach der Eintragung in das Vereinsregister wird der Verein zu seinem Namen den Zusatz "e.V.“ führen.
Der Sitz des Vereines ist München.

§ 2 Zweck

Zweck des Vereines ist die Entwicklung, Förderung und Anwendung wirksamer Unterrichts-, Studier- und Lerntechniken. Der Verein bemüht sich um die Entwicklung und Rehabilitierung der Studier- und Lernfähigkeit bei Studenten, Schülern, Kindern im Vorschulalter, Eltern, Lehrern und sonstigcn interessierten Personen.

Der Verein verfolgt diese Aufgabe ausschließlich mit Hilfe der Studier- und Lerntechnik, welche von L. Ron Hubbard entwickelt wurde.

In einzelnen bezweckt der Verein.
a) Die Unterrichtung von Interssenten in der Studier- und Lerntechnik von L. Ron Hubbard.
b) Eine Verbesserung bestehender Unterrichtssysteme.
c) Die Ausübung einer ausgedehnten Beratungsfunktion für die Verbesserung des Unterrichtswesens.
d) Die Abhaltung von Kursen zur Förderung und Rehabilitation des Lernvernögens.
e) Die Errichtung und Unterhaltung eines Zentrums für individuelles und effektives Lernen.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke in Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keinerlei Gewinnanteile, und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Verein bzw. seinem Vermögen.

Die Mitglieder des Vereins erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung bzw. Aufhebung des Vereines nicht mehr als den gemeinen Wert etwa eingelegter Sacheinlagen zurück.Mitgliederbeiträge und Spenden von Vereinsmitgliedern werden nicht zurückerstattet.

Duroh Ausgaben, die den Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen darf niemand aus dem Vermögen des Vereins begünstigt werden.



Dokument 4

Südwestdeutsche Schulblätter
Zeitschrift des Philologenverbandes Baden-Württemberg
77. Jahrgang Dezember1978

R.P. [Name bekannt, 1991 ausgetreten]
Präzisionstechnologie des Lehrens und Lernens

Vor geraumer Zeit haben sich einige Schweizer Lehrer zusammengefunden, um eine neuartige Lehr- und Lerntechnologie zu prüfen und in der Schule auszuprobieren. Seit Beginn dieses Jahres besteht ein offizieller Verein, der sich die Aufgabe gestellt hat, diese Präzisionstechnologie bekanntzumachen und sie interessierten Lehrern zu vermittelis. Es handelt sich nicht um eine revolutionäre Idee, die bestehendes herabsetzt und kritisiert. Vielmehr wird von einer einfachen Methode die Rede sein, die sich im konventionellen Unterricht stufenweise einführen läßt.

Die Selbstverständlichkeit von Erfolg und Mißerfolg

Die jahrelangen Reformen des Schul- und Bildungswesens sowit die Reform dieser Reformen zeigen, daß grundsätzliche Probleme ungelöst oder unerkannt sind. Wie kommt es, daß noch immer anfängliche Freude an Schule und Interesse am Stoff von Jahr zu Jahr kontinuierlich abnehmen? Wo liegt die Ursache des so häufig zu beobachtenden, stetigen Leistungsabfalls? Warum versagen Schüler trotz hoher Lernbereitschaft? Eltern wissen nicht, wie sie ihren Kindern wirksam helfen können. Schüler bemerken immer wieder, daß sie sich den Stoff trotz intensiven Lernens nicht merken können oder ihne nicht verstehen, daß sie ganz einfach nicht wissen, wie man studiert. Schule wird zum Zwang, die innere Einstellung ist Apathie; denn wirklich ändern kann man ja doch nichts.

Auch sog. Unterrichtsmedien und andere Hilfsmittel allein (Tageslichtprojektoren, Video-Anlagen, Sprachlabore etc.) lösen die Probleme nicht. Es gibt irgendwo eine Lücke, die trotz aller Reformen und Medien nicht überbrückt werden kann. Während jeder Beruf vom Handwerker bis zum Akademiker eine gründliche Ausbildung voraussetzt, wird man zum Schüler nahezu voraussetzungslos ernannt, ohne daß einem so etwas wie grundlegende Daten über das Studierenoder eine Methode des Lernens gegeben werden.

Grunddaten des Lernens

Lernen besteht grundsätzlich aus Kommunikation. Wir bekommen von einem Lehrer oder mittels eines Lehrbuches die Gedanken mitgeteilt. Die kleinste bedeutungtragende Einheit der Kommunikation ist das Wort. Und hier liegt die Crux. Denn wer ein wort nicht versteht, hat natürlich Mühe, den Satz, geschweige denn einen ganzen Text zu verstehen.



Dokument 5

Schweizerische Lehrerzeitung
Organ des Schweizerischen Lehrervereins
Ausgabe vom 27. April 1978

Zur Diskussion gestellt:
Präzisionstechnologie des Lehrens und Lernens

Vor geraumer Zeit haben sich einige Schweizer Lehrer zusammengefunden. um eine neuartige Lehr- und Lerntechnologie zu prüfen und in der Schule auszuprobieren. Seit Beginn dieses Jahres besteht ein offizieller Verein, der sich die Aufgabe gestellt hat, die Präzisionstechnologie bekannt zu machen und sie interessierten Lehrern zu vermitteln. Es handelt sich nicht um eine revolutionäre Idee, die alles Bestehende herabsetzt und kritisiert. Vielmehr wird von einer einfachen Methode die Rede sein, die sich im konventionellen Unterricht stufenweise einführen lässt. Doch fragen wir uns zuerst, wieso eine Präzisionstechnologie in der heutigen Schule der Anwendung harrt.

Die Selbstverständlichkeit von Erfolg und Misserfolg

Wagen wir einen Blick ins Schulzimmer. Der Lehrer erklärt vor 30 Schülern mit auffallenden Gesten eine Mathematikautgabe. Einige Schüler horchen aufmerksam zu, andere spielen mit dem Lineal oder malen Männchen auf ein Blatt. Zwei Schüler schauen hin und wieder zum Fenster hinaus und erwecken den Eindruck, überall anders als bei der Sache zu sein. Der Lehrer verteilt die korrigierten Prüfungen. Mit erwartungsvollem Blick nehmen die Schüler ihre Arbeit entgegen. Einige beginnen herzhaft zu lachen, die anderen reagieren mit Gähnen oder schauen mit resigniertem Blick leer in die Klasse hinaus. Die Noten reichen von 6 hinunter bis zu 2,5. Der Lehrer kommentiert mit ruhiger Selbstverständlichkeit: "Es ist eine normale Verteilung. der Durchschnitt liegt bei 4,5". Dies ist keine ertundene, sondern eine tatsächlich vorgefallene Schulsituation, wie wir sie in jedem Schulhaus finden.

Erfolg oder Misserfolg von Schülern ist bei vielen Lehrern zur Selbstverständlichkeit geworden und wird nicht weiter hinterfragt. Muss das so sein?

Lernen besteht grundsätzlich aus Kommunikation. Wir bekommen von einer Lehrperson oder einem Lehrbuch die Gedanken mitgeteilt. Die kleinste Einheit der Kommunikation, die Bedeutung trägt, ist das Wort. Wer ein Wort nicht versteht, hat Mühe, den Satz, geschweige denn einen ganzen Text zu verstehen.

Beispiel: Ein Schüler starrt gelangweilt in den Klassenraum. Ich frage ihn. ob er etwas nicht verstehe. "Ja, diese Geometrieaufgabe ist mir völlig unklar" erwidert er. Ich lasse ihn die Aufgebe laut vorlesen. Er spricht mit zögernder Stimme: "Er-läu-t-ere diese Formel". Ich frage ihn, ob er diese Formel kenne. "Ja, aber ich komme trotzdem nicht durch". Ich frage Ihn nach der Bedeutung des Wortes "Erläutern". Schweigen, dann plötzliches Lachen: "Weiss ich nicht". Der Schüler klärt das



Dokument 6
Das "Guardian Office" ist eine Art Sicherheitsbüro der Sekte. Von dort werden die Scientology-Aktivitäten weltweit gesteuert. Zu diesen Aktivitäten gehören auch Einbruch, Diebstahl von Akten aus Regierungsbehörden und die Installation von Abhöranlagen in einem Regierungsgebäude. Wegen dieser Delikte wurden die Guardian-Bosse in den USA verurteilt, darunter auch die Ehefrau des Sektengründers, Mary Sue Hubbard.
Die Behauptung, ZIEL würde nicht für Scientology werben, kann man nur als Lüge klassifizieren.

 
LEITFADEN der Scientology Missionen und der Organisationen und Reformgruppen, die von der SCIENTOLOGY KIRCHE DEUTSCHLAND unterstützt und gefördert werden.
Herausgegeben vom Guardian Office der Scientology Kirche Deutschland
 
 
ZENTRUM FÜR INDIVIDUELLES UND EFFEKTIVES LERNEN E. V.
Marschallstraße 1
8000 München 40
Tel. 089/33 21 45
Leiterin: Frau Friedel Ahlers

Mörfelder Landstraße 78
6000 Frankfurt 70
Tel. 06195/38 19
Leiterin: Frau Ingrid Prinz

Rothenbaum-Chaussee 15/II
2000 Hamburg 13
Tel. 040/45 54 58
Leiterin: Frau Justa de Villiers

Schwesterorganisationen: USA, England, Südafrika, Dänemark, Mexiko
Tätigkeit: Vermittelt Schülern und Lehrern eine Technologie, die ein sicheres, sorgfältiges und erfolgreiches Lernen ermöglicht.
"ZIEL“ bietet Kurse für Kinder, Schüler, Studenten und Lehrer an und verwendet eine von L. Ron Hubbard entwickelte neutrale Technologie.
Die Vereine werben weder für die Scientology Kirche, noch für eine Mitgliedschaft in der Scientology Kirche.
Mitglieder: Lehrer, Pädagogen und Ausbilder.
Geschichte: "Ziel" wurde im Jahre 1979 in München gegründet, im Jahre 1980 in Frankfurt und Hamburg. Voraus gingen ähnliche Einrichtungen und Gruppen in anderen Ländern, die mit beträchtlichem Erfolg arbeiten und zum Teil staatlich gefördert werden.

Weitere Gründungen in Deutschland sind in Planung.

 
III. Soziale Organisationen, die eine von L. Ron Hubbard entwickelte Technologie anwenden.

Narconon e.V.
ZIEL ZENTRUM FÜR INDIVIDUELLES UND EFFEKTIVES LERNEN

Die folgenden Organisationen sind selbständige, gemeinnützige Vereine, die weder Scientology lehren, noch dafür werben oder Mitglieder für die Scientology Kirche zu gewinnen suchen. Sie verwenden lediglich eine von L. Ron Hubbard entwickelt Technologie.
 



Dokument 7
 
Fachwortsammlung für Dianetics und Scientology
L. Ron Hubbard
Scientologyverlag

Wort — word — 1. ein symbolischer Geräuschkode des physischen Universums im Aktions- oder statischen Zustand, der sich auf nicht mehr als einen Zustand oder das Fehlen eines Zustandes des Seins des physischen Universums bezieht. Alle Wörter sind physisches Universum, denn sie sind dafür gedacht, mit einem System des physischen Universums vermittelt zu werden. (5203CM07A) 2. ein Wort ist ein ganzes Gedankenpaket. (PRO 14, 5408C20) 3. Wörter sind nur Symbole, die für Handlungen stehen. (SA, p. 63) 4. Wörter sind Laute in Silbenform, die mit einer in jedem Einzelfall ganz bestimmten Klangfarbe, Tonhöhe und Lautstärke oder Erkennung durch Sehwahrnehmung vermittelt werden. Wörter sind eine äußerst spezialisierte Form der Hörwahmehmung. Die Qualität des Lautes bei der Äußerung des Wortes ist nahezu ebenso wichtig wie das Wort selbst. Das geschriebene Wort gehört zum Teil zur Sehwahrnehmung. (DTOT, p. 38)

Wortklären (W/C) — word clearing — eine Technik zur Auffindung und Handhabung (Klärung) mißverstandener Wörter. Es gibt neun Methoden des Wortklärens. (BTB 12 Apr 72 R)

Wortklären Methode 1 — Word Clearing Method 1 — mit dem Meter in der Sitzung. Es wird ein vollständiges Assessment vieler, vieler Gegenstände gemacht. Jeden anzeigenden Gegenstand nimmt der Auditor dann her und klärt die Kette rückwärts zu früheren Wörtern und/oder Wörtern in früheren Sachgebieten, bis er eine F/N bekommt. (HGOB 24Jun 71) Abk. Ml

Wortklären Methode 2 — Word Clearing Method 2 — am Meter im Klassenraum. Vom Studenten wird, während er an einem E-Meter sitzt, der frühere Textabschnitt gelesen, und das mißverstandene Wort wird gefunden. Dann wird es anhand eines Wörterbuches vollständig definiert. Das Wort wird dann mehrere Male mündlich in selbstgebildeten Sätzen vom Studenten verwendet. Der mißverstandene Bereich wird dann wiedergelesen, bis er verstanden ist. (HCOB 24 Jun 71)

Wortklären Methode 3 — Word Glearing Method 3 — mündlich im Klassenzimmer. Der Student sagt, daß er etwas nicht versteht. Der Uberwacher läßt ihn früher im Text nach einem mißverstandenen Wort suchen, bringt den Studenten dazu, es nachzuschauen, es mehrere Male mündlich in selbstgebildeten Sätzen zu verwenden und dann den Text-abschnitt zu lesen, der es enthielt. Dann geht man in dem Text bis zu dem Bereich des Stoffs voran, den er nicht verstanden hat. (HCOB 24 Jun 71)

Wortklären Methode 4 — Word Glearing Method 4 — 1. Methode 4 angelt nach dem mißverstandenen Wort, findet es, klärt es bis zur F/N und sucht nach einem weiteren mißverstandenen Wort in dem Bereich, bis es keine mehr gibt und eine F/N und sehr gute Indikatoren vorhanden sind. Dann geht sie zu einem anderen Bereich, handhabt diesen, und schließlich sind alle Mißverständnisse, die zu der Gramming-Order oder dem Nicht-F/N-enden Studenten geführt haben, gehandhabt. (HCOB 22 Feb 72RA) 2. es wird dabei ein E-Meter verwendet. (BTB 12 Apr 72R) Abk.: M4

Wortklären Methode 5 — Word Cdearing Method 5 — ein System, bei dem der Wortklärer der Person nacheinander Wörter nennt und sie ein jedes definieren läßt. Man nennt dies Materialklären. Diejenigen Wörter, die die Person nicht definieren kann, müssen nachgeschaut werden. Diese Methode ist die Methode, die verwendet wird, um Wörter oder Auditinganweisungen oder Auditinglisten zu klären. (HCOB 21 Jun 72 1) Abk.: M5

Wortklären Methode 6 — Word Clearing Method 6 — wird Klären von Schlüsseiwörtern genannt. Sie wird in bezug auf Posten und spezielle Gegenstände (Sachgebiete) verwendet. Der Wortklärer stellt eine Liste von Schlüsselwörtern (oder wichtigsten Wörtern) auf, die mit den Pflichten oder dem Posten oder dem neuen Gegenstand (Sachgebiet) der Person zusammenhängen. Ohne der Person die Definitionen zu zeigen, fordert der Wortklärer sie auf, jedes einzelne Wort zu definieren. Der Wortklärer überprüft die Definition auf seiner Liste hinsichtlich allgemeiner Richtigkeit. Jede Langsamkeit, jedes Zögern und jede fälschliche Definition wird dadurch gehandhabt, daß man die Person das Wort nachschauen läßt. (HCOB 21 Jun 72 II) Abk.: M6

Wortklären Methode 7 — Word Glearing Method 7 — in allen Fällen, wo man mit Kindern oder fremdsprachigen oder des Lesens und Schreibens nur teilweise kundigen Personen arbeitet, wird Methode 7, Laut Lesen, verwendet. Das Verfahren besteht darin, daß man die Person laut lesen läßt. Achten Sie auf jede Auslassung oder Wortveränderung und jedes Zögern oder Stirnrunzeln, während sie liest, und greifen Sie dies sofort auf. Korrigieren Sie es, indem Sie es für die Person nachschauen oder es ihr erklären. (HCOB 21 Jun 72 III) Abk.: M7

Wortklären Methode 8 — Word Clearing Method 8 — ist eine Aktion, die im Grundlegenden Rundown (PRD) verwendet wird, bei dem man Studiertechnologie studiert, oder wenn man danach strebt, ein Fachgebiet vollständig zu begreifen. Ihr Endprodukt ist Superliteratentum. Gewöhnlich steht eine alphabetische Liste zur Verfügung oder wird geliefert, die alle Wörter und alle besonderen Ausdrücke im Text eines Schriftstückes, eines Kapitels oder einer Tonbandaufnahme enthält. Die Person schaut jedes Wort auf der alphabetischen Liste nach und verwendet jedes in Sätzen, bis sie die Bedeutung begrifflich erfaßt hat. (HCOB 21 Jun 72 IV) Abk.: M8

Wortklären Methode 9 — Word Glearing Method 9 — das Verfahren ist: (1) Der Student oder das Personalmitglied liest den Text laut vor. Er befindet sich nicht am E-Meter. (2) Der Wortklärer hat ein weiteres Exemplar des Textes und liest schweigend mit dem Studenten mit. (3) Wenn der Student ein Wort ausläßt oder sich verspricht oder irgendeine körperliche Erscheinung aufweist, während er den Text liest, so fragt der Wortklärer augenblicklich nach dem mißverstandenen Wort oder Ausdruck und klärt die Bedeutungen mit einem Wörterbuch und läßt sie in Sätzen verwenden, bis das Wort verstanden ist und sehr gute Indikatoren vorhanden sind. (BTB 30 Jan 73RA II) Abk.:
M9

Wortklärer — word clearer — jemand, der in der Technologie des Wortklärens qualifiziert ist und sie verwendet. (BTB 12 Apr 72R)

Wortklärungs-Korrekturliste (WCCL) — Word Clearing Correction List (WCCL) — wird verwendet, um jegliche Aufregungen oder hohen oder niedrigen Tonarm zu handhaben, wenn sie während oder kurz nach Wortklaren auftreten. Wird mit Methode-5-Assessment assessiert. Das Endphänomen ist, daß alle anzeigenden Items bis zur F/N gehandhabt worden sind und der PC wieder gut läuft. (BTB 11 Aug 72RA)



Dokument 8



Dokument 9

Der Thetan
Fangen wir gleich mit DIR an! Weißt Du eigentlich, wer oder was DU bist?

Du hast einen Namen, ein bestimmtes Alter und eine Adresse — aber was hast Du außerdem noch? Du hast einen Körper, der Arme hat und Beine und obendrauf einen Kopf. Du hast verschiedene Gefühle und einen Verstand oder besser gesagt, ein System, mit dem Du denkst. Also, Du bist kein Arm, sondern Du HAST einen Arm. Du bist auch kein Körper, sondern Du HAST einen Körper. Das ist alles ganz klar, — aber —wer oder was bist DU?

DU bist ein geistiges Wesen, das als THETAN bezeichnet wird. Du hast einen KÖRPER und ein DENKSYSTEM. Mit Denksystem ist aber nicht das Gehirn gemeint. Denn das Gehirn ist ein Teil Deines Körpers. Es funktioniert wie eine Telefonzentrale dadurch, daß es Mitteilungen an die verschiedenen Teile Deines Körpers weiterleitet. DU bist es, der das Denken durchführt. Das geschieht folgendermaßen:
Sagen wir, Du beschließt, Dein Bein zu bewegen. Du schickst also über das Denksystem diesen Gedanken an das Gehirn. Das Gehirn leitet dann den Befehl über die Nerven weiter zu dem Bein, das sich bewegen soll. Das Bein bewegt sich dann. Wenn jemand eine Gehirnverletzung hat, dann bedeutet das nicht, daß er nicht denken kann.
 
 
Der Thetan — das bist Du.
Du hast einen Körper und kannst
auch an alles Mögliche denken.
So einfach ist das.
 



Dokument 10

 

ZIEL — Zentrum für individuelles und effektives Lernen — ZIEL
*************************************************************************

Um den täglichen Fortschritt zu messen, wird auf ZIEL-Kursen ein Punktesystem verwendet. Diese Punkte werden jeweils am Ende des Tages zusammengezählt und auf dem Tagesbericht notiert. Im folgenden eine Liste dieser Studierpunkte:

pro studierte Seite, die überprüft wird 6 Pte
pro studierte Seite, die nicht überprüft wird 3 Pte
wenn man einem Mitatudenten eine Ueberprüfung gibt (bestanden oder nicht bestanden)  5 Pte
Aufsatz, Darstellung 10 Pt.
Demonstration, die vom Checkblatt verlangt wird 10 Pte
Drill (Uebung) bis Abschluss 75 Pte
Drill nicht bis Abschluss 35 Pte
 

Wortklären:
pro nachgeschautes Wort 10 Pte
suchen, finden und klären eines missverstandenen Wortes 10 Pte
von sich aus und für sich gemachte Demo 5 Pte
Knetdemonstration 50 Pte
Rosa Zettel (Pink Sheet) pro Aktion 10 Pte
Kursabachluss 250 Pte

Der Trainer erhält jeweils dieselbe Punktezahl (z.B. bei Uebungen zu zweit).

Die Statistik des Studenten
Das Tagestotal der Punkte wird jeweils auch auf einem Millimeterpapier als Statistik (Punkte pro Tag) eingetragen. Jeder Student führt seine eigene Statistik.
 
 



Dokument 11

Wörterverzeichnis für den Studierkurs für Studenten
 

ABSICHT: Lenken oder Einsetzen des Denkens, um ein erwünschtes Resultat zu erzielen.

ANTI-SOZIAL: Gegen die Gesellschaft arbeitend; bezeichnet jemanden, der nicht glücklich ist, wenn er sieht, dass es den Leuten gut geht.

ANTI-SOZ IALE PERSON: Eine Person, die unglücklich ist, wenn es den Leuten im Leben gut geht und wenn sie fähiger werden, Dinge zu tun. Kriminelle werden als anti-sozial betrachtet.

BLOW: Unerlaubtes Verlassen des Kurses; Abhauen.

CHECKOUT: Eine Ueberprüfung, die sich genau nach dem Verfahren richtet, das in diesem Kurs beschrieben wird, und die einen Studenten testet, ob er einen Abschnitt seines Studiermaterisls hundertprozentig verstanden hat und die Fähigkeit besitzt, den Abschnitt anzuwenden.

DATUM: Angabe; etwas, das bekannt ist, oder das man annimmt; eine Tatsache, aus der Schlüsse gezogen werden können.

DEMOKIT: Eine Ansammlung von kleinen Sachen wie Korken, Gummibänder, Büroklammern, etc., die von Studenten benutzt wird, um sich die Dinge, die sie studieren, zu demonstrieren.(engl.‘kit‘ = Gruppe, Satz von zusammengehörigen Dingen)

DENKSYSTEM: Ein computerähnlicher Mechanismus, der dem Menschen zum Denken dient.

FLUNK: Bei einer Ueberprüfung weniger als den Standard leisten. Bezeichnet etwas, das für den momentanen Zweck nicht gut genug ist.(engl. Umgangssprache)

GEDANKENLOSES AUSWENDIGLERNEN: Etwas auswendig lernen, sodass es auf Verlangen wiedergegeben werden kann, jedoch vom Studenten nicht wirklich verstanden worden ist.

GEWINN: Eines seiner eigenen Ziele erreichen; eine persönliche Leistung.

GRADIENT: Ein stufenweiser Fortschritt zum Verstehen oder Erwerben einer Fähigkeit, wobei jeder Schritt ein bisschen schwieriger ist als der davorliegende, aber dennoch leicht, wenn man alle vorhergehenden Schritte gemacht hat. Auch: Einer dieser Schritte, einzelne Stufe (übersprungener Gradient).

HANDHABEN: Etwas zu einem guten Ende führen.

KLUG: Fähig sein, Probleme im Leben zu lösen. Fähig INTELLIGENT sein, zu sehen, was wichtig und was unwichtig ist.

KOMPETENZ: Die Fähigkeit, etwas gut tun und darüber urteilen zu können.

KONFRONTIEREN: Etwas einfach und direkt anschauen; es so sehen, wie es ist, ohne Anstrengung, ohne sich dagegen



Dokument 12
 
Fachwortsammlung
antisoziale Persönlichkeit - antisocial personality - 1. es gibt bestimmte Merkmale und geistige Einstellungen, die verursachen, daß etwa 20 Prozent einer Rasse sich jeder verbessernden Tätigkeit oder Gruppe in heftiger Weise entgegensetzen. Von solchen Leuten ist bekannt, daß sie antisoziale Neigungen haben. (ISE, p. 9) 2. wir nennen es einen Unterdrücker, denn damit ist es eindeutiger ausgedrückt. (SH Spec 78, 6608C25) -Siehe auch "unterdruckerische Person“.

Blow - blow - umgangssprachlich für ein plötzliches Verschwinden. Entweder die plötzliche Auflösung von Masse im Verstand, begleitet von einem Gefühl der Erleichterung, oder das Im-Stich-Lassen von etwas, aufhören, dort zu sein, wo man in Wirklichkeit sein sollte, oder lediglich aufhören, sich auditieren zu lassen. (Scn AD)

Blowdown - blowdown - eine eindeutige, schnelle Abwärtsbewegung des E-Meter-Tonarms um 0,2 Abschnitte oder mehr, verbunden mit einem Verschwinden geistiger Masse oder Energie im Verstand des Preclears. Während er sich ereignet und kurz nachdem er aufhört, erlebt der PC einen Zeitraum der Erleichterung und Erkenntnis. (Scn AD)

Blow-up - blow-up - bedeutet - bei dem Fall mit niedrigem Tonarm - ein plötzliches Emporschwingen des Tonarmes von einer nicht-optimalen Anzeigeposition (unterhalb von 2,0), in Richtung auf die optimale Anzeige. (HCOB 1 Sept 60)

Demo-Zeug - demo kit - Demonstrationszeug. Besteht aus verschiedenen kleinen Gegenständen, z.B. Korken, Schraubverschlüssen, Büroklammern, Füllerhülsen, Batterien - alles, was sich gebrauchen läßt. Diese Dinge werden in einer Schachtel oder einem Behälter aufbewahrt. Jeder Student sollte eins haben. Die Gegenstände werden während des Studierens verwendet, um Dinge in dem Material, das man demonstriert, darzustellen. Das hilft dabei, Begriffe und Ideen einzuordnen und zu behalten. Ein Demo-Zeug fügt der Bedeutung Masse, Realität und Tun hinzu und hilft auf diese Weise dem Studenten beim Studieren. (HCOB 19 Jun 71 III)

Flunk - flunk - Verb: flunken; einen Fehler machen. Darin versagen, die gelernten Materialien anzuwenden. Das Gegenteil von bestehen. (Anm.d. Übers.: das Verb "flunken“ wird auch in der Bedeutung "einen Flunk geben“ verwendet.) (HCOB 19 Jun 71 III) - Hauptwort: Flunk; wenn der Student bei den TRs ins Stolpern kommt, die Kommunikation verzögert, eine Anweisung verpfuscht oder es nicht schafft, den Coach zur Ausführung zu bringen, so sagt der Coach "Flunk“, und sie beginnen am Anfang des Anweisungszyklus, in welchem der Fehler aufgetreten ist. (HCOB 11 Jun 57)

Konfrontieren - confronting - 1. die Fähigkeit, bequem da zu sein und wahrzunehmen. (HCOB 2 Jun 71 I) 2. ins Auge sehen, ohne zurückzuschrecken oder auszuweichen. (HCOB 4 Jan 73) 3. Konfrontieren ist ein Ergebnis und ein Endprodukt. Es ist an sich nicht ein Tun, sondern eine Fähigkeit. (SH Spec 21, 6106C27)

Konfrontierprozeß - confront process - 1. der Konfrontierprozeß für einen PC aus den Sechsunddreißig Vorsitzungen. Der Konfrontierprozeß bringt den Preclear von Bereichen auf der Spur, wo seine Aufmerksamkeit durch einen früheren Prozeß fixiert worden ist, weg und in die Gegenwart. (EME, p. 20) 2. er sollte den PC auf der Spur bewegen, wobei weiter in die Vergangenheit hinein und immer leichter in die Gegenwart gegangen wird. Die Bilder des PCs sollten sich bei einem Konfrontierprozeß verbessern. (HCOB 23 Sept 60)
 
 
 



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